Hallo, ich möchte unsere kleine PV-Anlage optimieren.
Aktuell fliessen ca. 50% des PV-Stroms an unseren Energielieferanten, weil der Strombezug aus den Akkus nur mit Zeitschalter und nicht Lastabhängig möglich ist.
Das ist jetzt installiert:
3 x PV mit je 400 Watt liefern Strom mittels Envertech-Mikrowechselrichter ins Hausnetz.
1 x PV mit 400 liefert Strom über Victron Smart Charge Controller an eine Batteriebank mit 3 x 24 V / 120 AH (je 2 x 12 V).
Über Victron Batterie Protect liefern die Batterien über Envertech-Mikrowechselrichter Strom ins Hausnetz.
Gesteuert über einen smarten Zeitschalter.
Das Ziel:
Alle PV-Module sollen die Batterien aufladen und/oder Strom ins Hausnetz liefern. Dafür wurde mit eine Installation mit einem Multiplus-II empfohlen.
Danke für den Hinweis. D. h., das eine Panel bleibt weiter über den MPPT für die Akku Aufladung und bei den anderen drei wird der Multiplus wie in der Zeichnung angeschlossen?
Hallo, da einzelne Multi auf L1 kommt würde ich die Envertech auf die Phasen mit der höchsten Grundlast verteilen. Bei meinen Evt 560 klappt die Regelung über Frequenzanhebung nicht. Ich nutze die für eine 3stufig schaltbare 3kw 220V Heizpatrone, wenn dann der Thermostat abschaltet und weder Haus noch Akku den Überschussstrom verarbeiten können schalte ich sie über NodeRed aus. Klar brauchst du da noch einige Teile falls du für die Zukunft so etwas machen möchtest. Ist auch nur als Hinweis für deine Planung gedacht.
Was ich nicht verstehe: Du hast 3 Stück 12V (laut Bild) bzw 3 Stück 24V (laut Text) AGM Akkus in Reihe geschaltet. Das sind je nachdem entweder 36V oder 72V, aber niemals 24V.
Und was mir nicht gefällt: Warum gehst Du überhaupt auf ein 24V-System? Und dann noch mit bleiakkus? Warum nicht standardmäßige 48V (16s) LFP Akkus verwenden, und dann einen 48/3000 oder 48/5000 oder einen 48/4k5 Multiplus-II?
Du hast ja nach dem Netzzähler/Hausanschluss noch einen “empfohlenen” Zweirichtungszähler im Plan. Damit meinst Du vermeintlich den Gridmeter, den ein ESS zwingend benötigt.
Ansonsten ist Dein System fast genau wie meines. Ich habe auch mit einem BKW angefangen (damals noch max 600W), und habe das dann mit einem 15 kWh LFP Akku und einem Multiplus-II-3000 und einigen weiteren Solarmodulen mit MPPTs erweitert. Insgesamt habe ich 5,4 kWp. Das System läuft allerbestens, und deckt meinen Stromverbrauch von Anfang März bis Ende Oktober zu 100%, und zwar inkl Warmwasser und Wärmepumpenheizung (die heute mal wieder läuft). Und dann speise ich noch gegen Vergütung deutlich über 2000 kWh pro Jahr ins öffentliche Netz ein.
Falls du eine Nulleinspeisung anstrebst, wird das so nicht funktionieren. Da man die Envertech warscheinlich nicht übers GX Gerät regeln kann, speist du, wenn die Akkus voll sind und kein Verbrauch da ist, weiter ins Netz ein.
Ich hab bei mir die Mikrowechselrichter durch MPPT Regler ersetzt, die direkt die Akkus laden. Bis auf die Akkus hab ich dann alles von Victron.
Wozu sollte er das wollen? Er speist ja jetzt auch schon seine Überschüsse aus dem BKW ins Netz ein, und das vermutlich unvergütet.
Mit einer “richtigen” PV-Anlage, bekommt er dafür dann Vergütung. Warum auf die Vergütung verzichten und lieber abregeln? Das wäre höchst unsinnig. Einzig denkbarer Grund: Er will seine größer gewordene Anlage nicht anmelden, und will verhindern, dass sein Netzbetreiber was davon mitkriegt.
Ob die Envertech nun Frequenzanhebung können (was ich bezeifle) oder nicht, spielt in dem gezeigten Szenario keine Rolle. Der Multi hängt netzparallel und die Envertech an AC IN, da könnte eh niemand an der Frequenz drehen, solange das Netz da ist. Und wenn das Netz weg ist, kann der Multi auch nix machen, dafür müssten die WR an AC OUT hängen. Eine Nulleinspeisung ist so nicht möglich.
Wie @TomBerger schon anmerkte, der Zweirichtungszähler ist hier Pflicht, sonst kann das ESS nicht regeln.
Ich ging davon aus, dass Dein System erst in Planung ist. Ein 15 kWh LFP Akku ist schon jetzt deutlich preiswerter, und wird wg seiner sehr viel längeren Lebsndauer noch viel wirtschaftlicher werden.
Deine Beschreibung ist leider widersprüchlich. Hast Du wirklich ein “BKW”, also eine sogenannte “steckerfertige Solaranlage”? Die darf nicht mehr als 800 W WR-Leistung haben, und demnach wären Deine 4 Modulwechselrichter legal nur mit jeweils 200 W zulässig. Vermutlich haben die aber wohl eher 400 W, und damit ist Deine Anlage kein BKW mehr. Wozu aber 8,64 KWh Akkukapazität bei nur 1,6 KW PV-Leistung? OK, vom AGM Akku kannst Du nur die Hälfte der Nennkapazität nutzen, dann passt das.
Hattest Du bisher schon diese AGM Akkus? Wie hast Du die geladen und wie hast Du deren Strom genutzt? Hast Du den Multiplus-II doch schon angeschafft? Welchen jetzt? den 3000er oder den 5000er. Ohne den Multiplus machen die vorhandenen Akkus keinen Sinn, und wenn Du die Akkus sowieso neu kaufen musst, dann bist Du mit LFP definitiv weitaus billiger dran und hast mehr Nutzen davon.
Am besten beschreibst Du erst mal genau den Ist-Zustand, und dann Deine Um- bzw Ausbauwünsche. Hast Du keinen Platz für zusätzliche PV-Module?
Victron kompatibler Energiemesser z.B. VE-3p75ct direkt hinter Hausanschluss installieren. Dieser misst, ob Du beziehst oder einspeist. Ziel: 0W
MP2 per AC_in parallel zum Haus und AC-PV auf
L1 anschließen. Faktor 1:1 Regel ist egal, gibt aber kein AC-PV-Laden bei Netzausfall.
als ESS konfigurieren
In DE wird phasensaldierend gemessen, d.h. Einspeisung auf L1 gleicht Bezug auf L2 und L3 aus.
Das ESS versucht den Netzsollwert, typisch 0W, zu halten. Überschuss (Mittag) wird in Batterie geladen, Mindererzeugung (Nacht) aus der Batterie geholt. Grenzen sind der SOC und die Leistungsfähigkeit des MP2.
Der größte einphasig zulässige MP2 ist der 6k5, benötigt jedoch doppelt so viel Standby, wie der MP2 5000. Für Grundlast reicht ein MP2 3000 dicke. Du müsstest die Ladeleistung der MO2 gegen Deine AC-PC rechnen.
Mit DC-PV (Victron MPPT) kannst Du später ohne Elektriker nachrüsten.
Ich würde auf jeden Fall das eine Solarmodul mit dem SmartSolar an den Akkus belassen, die Lade-Effektivität ist höher und falls das Netz mal weg bricht stützt wenigstens dieses Modul die Akkus.
entstanden ist die Installation aus einem Vorschlag von Bosswerk (greenakku.de) mit Mikrowechselrichtern á 300 W. Später habe ich sie um zwei PV-Module erweitert, von denen ich eines für das Aufladen einer 24V-Battreriebank verwendet habe. Nach der Auswertung des letzten Jahres ist mir bewußt geworden, dass wir ca. 50% des Solarertrags an unseren Versorger geben (weil der Part Batteriespeicher > Entladung nicht effizient genug arbeitet) habe ich mich entschlossen das System bezüglich eigenversorgung zu optimieren.
Bis auf den Multiplus sind alle Bauteile vorhanden (an den Batterien ist ein Smart Shunt installiert). Der Multiplus ist bestellt und sollte am Wochenende eintreffen. Zunächst setze ich eines der 390 Watt Module am Multiplus ein, wenn es gut läuft auch das zweite und tausche dann den MPPT auch noch aus.
Cerbo und Shelly pro 3EM laufen gut zusammen. Bei viel UV-Strahlung produzieren wir mit den vier Platten mehr Strom als wir selbst verbrauchen. Mein primäres Ziel ist es den Nachtbedarf aus den Batterien zu versorgen und möglichst wenig Strom für viel zu wenig Geld an den Stromversorger zu leiten. Hinzu kommt, das unsere Regierung in Person von Frau Reiche die Abschaffung der Einspeisevergütung plant.
Die ganz, ganz große Gefahr in Deinem System ist die, dass Du viel, viel zu viel Geld für Dein System ausgibst bzw ausgegeben hast, um jetzt ein ganz klein wenig mehr Eigenverbrauch zu bekommen.
Bei so einem System stellt sich immer die Frage, ob man nicht einen klaren Schnitt zieht, dieses kleine System teilweise als BKW anmeldet , und dann eine richtige Anlage daneben baut. Deine AGM Akkus werden in sehr wenigen Jahren Schrott sein, und dann willst Du schon wieder Geld in dieses System pumpen, das Dir fast nix bringt?