ESS - Netzbezug trotz vollem Akku

Ich betreibe eine 3-phasiges System bestehend aus:

3x Multiplus-II 5000/70
2x MPPT450/200
1x Ekrano
1x VM-3P75CT (direkt am Zähler)
1x DIY-Batterie (48V/32KWh) BMS JK-PB2A16S30P
PV-Module mit insgesamt ca. 13,5KWp

Ich nutze keinen weiteren Wechselrichter, hänge mit ACIN am Netz und und speise den Eigenbedarf über ACOUT1. ACOUT2 wird nicht benutzt.

Mit der installierten Leistung ist erkennbar, dass ich in der Regel eine Überschußeinspeisung betreibe. Ich habe beispielhaft für einen Tag die Daten aus VRM als Screenshot angefügt.

Im ESS ist “Optimized without BatteryLife” eingestellt und bei “Minimum SOC (unless grid fails)” steht 10%.

Ich stelle fest, dass ich zwischen 0:00 Uhr bis 10:00 Uhr und ab 18:00 Uhr bis Mitternacht einen Netzbezug habe. Die Batterie wird über die Nachtstunden zur Versorgung genutzt und so wie es aussieht im Zeitraum von 07:00 Uhr bis 10:00 Uhr aus dem Netz und PV geladen.

Den Netzbezug in den Nachtstunden erkläre ich mir dadurch, dass ich den “Set Gridpoint” auf ca 50W eingestellt habe. Eine versuchsweise Einstellung auf einen negativen Wert (-50W) hat den Netzbezug nicht verhindert.

Meine Frage ist: Über welche Einstellungen erreiche ich, dass es zu keinem Netzbezug führt, sondern der Eigenbedarf komplett aus der Batterie abgedeckt wird?

Danke und VG

Ist der ESS Assi auf allen 3 MP II installiert ? Werden die Akkus und das BMs auch richtig erkannt?

Und ist der VM auch als Netzzähler konfiguriert? Und Netzbezug auf -50W einstellen .. ist bei Überschuß schon besser…

Wenn du die Screenshots nicht so knapp gemacht hättest, hätte man auch noch Zahlen, mit denen man etwas anfangen kann.

Dein Verbrauch scheint im Vergleich zur installierten PV Leistung bzw. der Akkugröße eher gering zu sein.
Da verbrauchen die MultiPlus doch schon fast mehr als deine Grundlast…

Aber grundsätzlich funktioniert die Versorgung aus dem Akku?

Danke für die Antwort.

Auf allen MPII ist die selbe Firmware und auch das identische Setup mit ESS aufgespielt. Der Netzzähler ist als solcher angewählt. Ich habe 50W und -50W ausporbiert und in beiden Fällen hatte ich ähnliche Ergebnisse hinsichtlich des Netzbezug. Wie zu sehen, liefert der Akku zwischen 20:00 Uhr bis ca. 8:00 Uhr ca. 200W denkt den Bedarf ab (bis auf die 50W/Stunde).

Hallo Matthias,

dass mit den Screenshots verstehe ich nicht. Wenn ich in meinem Browser das Bild anklicke, öffnet sich eine vergößerte Darstellung und die Zahlen sind erkennbar. Oder meinst Du, dass Daten im Bild fehlen und wenn ja, welche?

Gut, der Verbrauch ist niedrig. Ist im Moment so. - Der Akku liefert den Strom über die Nachtstunden, mit ca. 200W.

Warum unterscheiden sich die Ergebnisse hinsichtlich positivem und negativem “Set gridpoint” nicht grundsätzlich hinsichtlich des Bezugs Akku/Batterie?

VG

Bei Deiner relativ hohen Solarleistung wäre es wohl besser den Netzbezug auf -100 oder -150W zu stellen… so vermeidest Du fast den ganzen Netzbezug..

wenn Du so wenig Hausverbrauch hast … warum dann 3 x MP II-5000 ??? da hättest Du doch ne Menge sparen können ;O)))

Unter den Diagrammen sind noch mehr Zahlen, die wären mMn interessant.

Hallo Matthias,

sorry, da stand ich auf dem Schlauch! Deswegen hier nochmals die Screenshots von diesem Tag. Ich hoffe, dass dies weiterhilft.

VG

Christof

image

Prüfe mal, ob zu der Zeit des “Netzbezugs” beide Zähler deines Meters hochgehen. (VRM Advanced)

Wenn ja, dann hast du das Meter auf phasenindividuelle Zählung statt saldierender Zählung konfiguriert.

Dann wird ein angefahrener, asymmetrischer “0 Punkt” (z.b. L1=-300, L2=300, L3=0) zeitgleich als Einspeisung und Netzbezug gezählt, statt zuvor zu einer “0” saldiert.

(Das VM-3P bietet hier 3 Zählmöglichkeiten)

Hallo!

Danke für diesen Vorschlag.

Ich habe im Moment keinen direkten Zugriff auf das System und remote läßt sich das nicht feststellen. Soweit ich mich erinnere habe ich diese Einstellungen vorgenommen:

Phasenkonfiguration: 3-phasig
Methode der Energierfassung: Vektor

Für die Betrachtung der einzelnen Phasen muß ich mir diese Grafiken erst in VRM reinladen und kann ich erst am kommenden Tag überprüfen.

VG
Christof

Der Hinweis auf die Zählmethode scheint mir hier entscheidend zu sein.

Wenn gleichzeitig auf einer Phase bezogen und auf einer anderen eingespeist wird, würde ich zunächst klären, ob wir tatsächlich über einen energetischen Netzbezug der Gesamtanlage sprechen oder über die Darstellung/Zählung der einzelnen Phasen.

Das würde aus meiner Sicht auch erklären, warum +50 W bzw. -50 W Grid-Setpoint kaum einen Unterschied in den Tageswerten macht: Der Grid-Setpoint regelt die Leistung, kann aber eine unterschiedliche Bilanzierung des Energiezählers nicht korrigieren.

Interessant wäre deshalb der Vergleich in VRM Advanced für denselben Zeitraum:

  • Leistung L1/L2/L3

  • Energiebezug je Phase

  • Einspeisung je Phase

  • saldierte Netzleistung

  • Batterie-/MultiPlus-Leistung

Wenn dort zeitgleich Bezug und Einspeisung auf unterschiedlichen Phasen auftreten, wäre das für mich der erste Ansatzpunkt, bevor man ESS, Batterie oder Grid-Setpoint verändert.

Mich würde interessieren, was die Auswertung nach der Prüfung der VM-3P75CT-Zählmethode ergibt.