ESS mit Multiplus 2 / 3000 1 Phasig . Verständnis der Regelung durch welche Geräte

Im Grundsatz ist das trivial: kabelgebundene Kommunikation ist langsamer als eine Kommunikation, die mehrfach das Trägermedium wechseln muss. Genau diese simple physikalische Tatsache verführt offenbar viele Leute zur Annahme, dass das bei den Anwendungen, über die wir hier diskutieren, eine nennenswerte Relevanz hätte. Genau das nennt man “confirmation bias”.

hallo,
da die regelverzoegerung des ESS schon bei ca. 1 s liegt, spielt es keine grosse rolle, ob man 10 oder nur einen messwert pro sekunde bekommt.

am schnellsten wird eine zugeschaltete last immer noch ausgeregelt, wenn die last an ac-out haengt. nur beim abschalten kommt es dann zu einer kurzen einspeisung, bis das system nachgeregelt wird.
haengt die last am ac-in, dauert es sowohl beim ein- als auch ausschalten etwas, bis nachgeregelt wurde!

nur im inverter only betrieb erfolgt die regelung weitestgehend verzoegerungsfrei!

man muss sich eben immer entscheiden, ob man einen kleinen bezug oder eine kleine einspeisung akzeptieren moechte. nur beim schalten grosser lasten muss man eventuell beides akzeptieren. da kommt es aber auch sehr darauf an, wie das messintervall des netzzaehlers fuer die summenbildung ist.

tschuess

Bei mir kann man in den ESS Einstellungen einen Minuswert setzen. Ich habe dies bei mir auf ca. -50W eingestellt (Alle Phasen oder eine je nach config) . Damit erreicht wenn man z.B das Licht an macht immer einen gewissen Puffer hat bevor der Netzbezug greift. Wenn du eine 3 Phasen Victron anlage hättest wird dies für jeden MP eingestellt zumindest bei den neuen Multi RS kann man dies so machen. So hat jede Phase einen Puffer bevor das Netz greift. In kombination mit dem sehr sehr schnellen Energiezähler VM-3P75CT ziehe ich meist keinen Strom aus dem Netz das musst du jedoch mal testen welcher Minus wert bei dir am besten passt.

Mit dem Verstellen des “Sollwert Netz” ins Negative erreichst Du nur eine Verschiebung von zu viel Netzbezug nach zu viel Netzeinspeisung.

Die Regelungsverzögerung greift ja beim Einschalten einer Last genau so wie beim Abschalten. Die unvermeidlich spätere Regelung des ESS beim Einschalten einer Last führt zu viel Netzbezug, und völlig spieglbildlich führt die Regelungsverzögerung beim Ausschalten der Last zu zu viel Netzeinspeisung. In der Summe bleibt sich das gleich, egal ob der “Sollwert Netz” positiv gesetzt ist oder negativ.

Der “Sollwert Netz” ist ja der Wert, auf den sich das ESS einregeln soll. Hier geht es aber um die Regelungsverzögerung, und nicht um die Regelung selbst.

Ärgerlicher als eine ungewollte Einspeisung ist allemal ein ungewollter und eigentlich unnötiger Netzbezug. Tatsächlich “rechnen” sich eh nur die wenigsten privaten PV-Anlagen, aber selbst für Umme eingespeister Strom ist ein wertvoller Beitrag für die Zukunft nachfolgender Generationen, denn der aus deiner Anlage eingespeiste Strom muss nicht fossil oder nuklear produziert werden. Eine Anlage wieder verkaufen zu wollen, weil sie einen nicht völlig autark macht, ist wenig sinnvoll - insbesondere bei so hohem Stromkonsum, wie ihn eine WP und ein EV mit sich bringen. Optimieren macht aber Sinn und auch Spaß, und der am besten zum System passende Zähler (der blaue) ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

Das ist doch aber von Vorteil, oder habe ich das Abrechnungsmodell eines Zweiwegezählers in DE falsch verstanden? Bisher nahm ich an, dass PV-Produktion und Netzbezug nur momentan, aber nicht stündlich, täglich, monatlich oder über einen anderen Zeitraum miteinander kumuliert werden. Einspeisen und ~8 Cent pro kW/h bekommen ist doch besser, als ~35 Cent pro aus dem Netz bezogener kW/h zu zahlen - oder bin ich als Neuling auf dem Holzweg?

Ja, das hast Du. Es ging um Regelverzögerung, und um unerwünschten vermeintlichen Strombezug bzw Stromeinspeisung als Folge dieses Regelverzugs. Mit einem negativen Sollwert wird dieser vermeintliche Nachteil durch die Regelverzögerung aber nicht verhindert, sondern nur von einer Ecke in eine andere verschoben.

Und nochmals: es gibt durch die Verwendung eines geringfügig langsamer regelnden Shelly anstelle offizieller Victron-Gridmeter keinen unerwünschten Strombezug bzw unerwünschte EInspeisung in auch nur ansatzweise relevanter Größenordnung. Ja, es ist besser, 8 ct/kWh zu bekommen als 28 ct/kWh bezahlen zu müssen, aber es lohnt nicht mehr, sich darüber Gedanken zu machen, wenn es sich dabei nur um 1 kWh pro Monat handelt. Schon das Schreiben dieses einen Beitrags kostet nicht nur mich sondern die ganze Volkswirtschaft sehr viel mehr, als ein Nutzer sich sparen könnte.

Wenn die eine Ecke Soll ist, und die andere Haben, dann ist mir die letztere lieber..:wink:

Und nochmal ein “ja” von dir, das im Widerspruch zum ersten steht. Was denn nun? Ich ziehe aus deiner Einlassung, dass ich das Abrechnungsmodell eines Zweiwegezählers in DE richtig verstanden habe, dass die Regelungsverluste deiner Meinung nach aber zu vernachlässigen sind.

Das sehe ich nur für mich betrachtet ähnlich, kassiere aber trotzdem lieber, als dass ich zahle, wenn ich die Wahl habe und die Leistung erbringe. Und wenn man das hochrechnet, dann reden wir von etwa 12 kW/h pro Anlage und Jahr multipliziert mit derzeit etwa 400.000 privaten Anlagen mit Speicher in DE, also 4,8 Millionen kW/h p.a. Darüber, ob die bezahlt oder vergütet werden, mache ich mir gern ein paar Minuten meiner wertvollen Zeit Gedanken, auch wenn es mich im schlechtesten Fall nur knapp fünf Euro im Jahr kostet.

Du übersiehst dabei aber völlig, dass Regelverluste absolut unvermeidlich sind, und dass diese zum allergrößten Teil eine andere Ursache haben, zuallererst die maximale Geschwindigkeit für Leistungsänderungen von 400W/s. Und Du übersiehst dabei auch völlig, dass die Verringerung der Regelverzögerung nicht kostenlos zu haben ist. Sowohl volks- als auch privatwirtschaftlich wäre der Schaden durch höhere Kosten für eine aufwendigere Regelung sehr viel größer als der durch 1 kWh unerwünschten Strombezug bzw Einspeisung pro Monat.

Und dann übersiehst Du auch noch völlig, dass es auf Netzebene gar keinen Verlust gibt. Das, was der eine als unerwünschten Netzeinspeisung misst, hat ein anderer als unerwünschten Netzbezug. Das gleicht sich also aus.

Moin Tom,

es wäre schön gewesen, wenn du meine Frage eindeutig beantwortet hättest. Aber obwohl deine Antworten inkonsistent waren, nutzt du auch hier mal wieder die Gelegenheit, dem Thema auszuweichen, um andere als unwissend und ahnungslos, und dich als den absoluten Durchblicker darzustellen. Das mag dein Ego brauchen, aber der Community bringt sowas leider nur Verdruß. Schade, dass du glaubst, sowas nötig zu haben, denn deine Fachkenntnis könnte ohne solche Eskapaden hilfreicher sein.

Mit besten Grüßen

Jan, der mit der Frage an dich Mal herausfinden wollte, was von deinen Beiträgen zu halten ist

Danke, dass Du Dich so klar für jede weitere Diskussion disqualifizierst, und mich damit davon abhältst, weiter meine Zeit an Dich zu verschwenden.

Dito!

hier ist ja noch kräftig was los zu diesem Thema. Nun ich dachte anfangs die Regelung im MP erfolgt ausschließlich per Spannung, Dem scheint nicht so, dank chatgpt erfolgt die Regelung durch verschiebung der Sinusposition, das heißt es werden Spulen oder Kondensatoren eingeschaltet um die Welle vor oder nacheilen zu lassen. Cos phi. wenn ich mich recht erinnere. Oben wurde geschrieben der Verlust sei gering sogar in wh beziffert. Starte ich den Kaffeeautomaten überschwingt die Regelung völlig, und es werden für einen kurzen Moment mehrere 100W ins Netz geschoben. Zumindest laut Display. Was digital gezeigt wird muss übrigens ja auch nicht stimmen. Hab noch ein Growatt Netzwerk, nach denen habe ich auch schon unzählige Bäume geretttet.
Wie schon oben beschrieben , idealerweise geht man Frühjahr - Sommer . in offgrid und Herbst Winter in Nulleinspeisung.

Marktstammdatenregister und Netzbetreiberanmeldung ist wieder ein anderes Thema mit dem ich mich grad rumärgere. Alles zu seiner Zeit

Falls jemand einen Elektriker nennen kann im Raum KA RA. bitte gerne gesehen.

Leider kenne ich bei dir keinen Elektriker, aber vielleicht kann dir ja hier jemand helfen, dein Problem allein zu lösen.

Das Marktstammdatenregister ist doch eigentlich unproblematisch und ziemlich barrierefrei. Wo hakt es denn da?

Schwieriger sind hingegen Netzbetreiber, die selbst meist die einschlägigen Regeln nicht kennen oder verstehen, und Abnahmen nicht selten ohne Sinn und Verstand machen. Die sind aber keine Götter, sondern an Gesetze und Verordnungen gebunden. Manchmal hilft es, denen deutlich zu sagen, wo es langgeht (wenn man das weiß) - oder viiiieeele Papiere vorzulegen, die gut aussehen…:wink:

Tja , ich habe noch aus Zeiten eines Steckerwechselrichters eine Anlagennummer, aber keine Vertragskontonummer. Eine Anlage neu zu erstellen kann nur ein Elektriker der eine Pin bekommt . Ich habe sie nahezu alle schon durch , keiner hat daran Interesse das zu machen, angeblich wegen Haftung. Die Definition einer Inselanlage ist unterschiedlich. Die Bundesnetzagentur definiert , es genüge kein Schalter. Mein Netzbetreiber die netze-bw schreibt mir . eine Netztrennschalter genügt um eine Insel zu erstellen. Ändert aber nicht an der Meldepflicht. Oder ich lösche von Frühjahr bis Sommer den Datenregistereintrag um ihn dann für Herbst Winter wieder einzutragen. Ich halte das alles für absurd bürokratisch. Was passiert wenn ich bei allen Elektrikern eine Absage erhalten habe? Meine Pflicht habe ich doch damit getan.

Es gibt jede Menge überregional tätige Anbieter, die DIY PV-Anlagen prüfen, anmelden und in Betrieb nehmen. Die Preise dafür liegen meistens zwischen 500 und 1000 €. Einfaches Googeln nach “PV Anlage anmelden” reicht völlig.

Eher nur regional tätig sind Leute wie Johannes Hübner (Nordhessen und Saarland), der als Elektroingenieur und zertifizierter Solarteur völlig herstellerneutral berät, nix durch Geräteverkauf verdient, und DIY Anlagen prüft und anmeldet.

Dann hast Du nachweislich nicht ausreichend danach gesucht.

Wenn er von “allen”, also auch den von dir vorgeschlagenen Elektrikern eine Absage erhalten hätte, dann hätte Martin ein unlösbares Problem - und du hast mal wieder Stuß behauptet, um jemand anderen herabzuwürdigen…

Jetzt wird es schon wieder blöd…der Netzbetreiber veröffentlich eine Liste von ihm zugelassene Elektriker….wenn ich die alle angeschrieben habe und eine Absage erhalten habe habe ich nicht genug getan?

Ja dann…

Ich habe nicht herausfinden können, wie ich dir eine private Nachricht schreiben kann - vielleicht bin ich zu neu hier. Falls du mir eine senden kannst, dann schick mir doch bitte mal deine Rufnummer, dann können wir über das Problem und mögliche Lösungen sprechen…

072458049333

Weiß zwar nicht wie du etwas lösen könntest..aber bitte