ESS Batterie wird nicht entladen

Netzparalleler Betrieb des Multiplus 2 48/3000. Vorhanden sind: Batterie mit JK Inverter BMS, 1 MPPT, mehrere Growatt AC gekoppelte WR. ESS ist installiert. Spannungsmessung über Smartshunt. Victron Energiemeter ist angeschlossen über LAN. LOW SOC ist auf 5% eingestellt.

Das ist IMO doch sehr knapp, insbesonders in der dunklen Jahreszeit, in der der Akku sowieso nie voll wird. Im Winter stelle ich meinen Akku auf einen Mindest-SOC von 40%, und dann pendelt der so um die 40 bis 60%.

Aber der SOC ist sowieso nur eine grobe Schätzung, und beim JK Inverter BMS eher nur ein mehr oder weniger zufällig geratener Wert. Ich habe auc das JK Inverter BMS.

Welche Spannungsgrenzen hast Du eingestellt? Bei 51,3V Akkuspannung hat ein 16s Akku nur noch ca 3,2 V pro Zelle. Aber wenn der Akku länger nicht mehr voll wurde und die Zellen längere Zeit nicht ausbalanciert wurden, dann ist vielleicht eine Zelle schon unterhalb der Abschaltgrenze.

Was hast du als Batteriemonitor eingestellt? SmartShunt oder BMS?

Bei welcher Grenze hört das ESS denn auf einzuspeisen bzw. die Batterie zu entladen? Mal abgesehen vom berechtigten Einwand vom Tom, dass die 5% zu niedrig ist, ist es trotzdem seltsam warum es nicht funktioniert wie eingestellt…

Wie alt ist das System, bzw. wie aktuell sind die Firmware/SW Stände der Geräte samt VenusOS? Wir sehen ja die “alte” Gui, daher die Frage…

firmware ist aktuell , zustand akku ist 100%. Spannungsmessung erfolgt über smartshunt.

wo bitte , stelle ich welche Spannungsgrenze ein? laut Doku würde das ESS die Regelung übernehmen. Ich empfinde die ganze Software einfach nur kryptisch , weil nicht verständlich. Schon die Antworten hier zeigen doch das , das System schwer erklärbar ist, und kaum jemand die Regelschalter kennt … Ich suche sie schon lange.

Welche untere SoC Grenze beim ESS gilt, stellst du im ESS Menü ein. Aber würde diese Grenze erreicht, kommt dann normalerweise eine Meldung wie z.B. “ESS #1 - Minimaler SoC erreicht”.

Da dies bei dir nicht kommt, stimmt ggf. was nicht. Oder die Software ist viel zu alt.

Welcher Batteriemonitor das “Sagen” hat stellst du unter “System Setup - Batteriewächter” ein.

Da du mehrere Batterien parallel betreibst, kann es sein, dass eine davon ggf. abgeschalten hat?

Es gibt verschiedene Einstellungen. Als erstes sollte die Grenzspannung wirken, die im ESS eingestellt ist, und als letzte Sicherheitsgrenze für den absoluten Notfall des Versagens der anderen Grenzwerte die, die Du hoffentlich richtig im BMS eingestellt hast. Im BMS würde ich 2,8 oder 2,9 V einstellen (aber nicht unter 2,65 V), und im ESS (in der Software VeConfigure) etwas höher. Beachte, dass bei Belastung die Spannung des Akkus einbricht, und da willst Du nicht gleich Warnungen erhalten. Im ESS habe ich 51,6 V für das Auslösen des Voralarms stehen (= 3,225 V pro Zelle), und 49,6 V für das Abschalten (= 3,1 V pro Zelle).

Ja, das Ganze ist nicht wirklich anwenderfreundlich für Laien. Es zeigt halt auch die lange Entwicklungsgeschichte eines offenen Systems mit im Grunde unendlich vielen und vom Anwender selbst programmierbaren Einstellungen. Wenigstens die Verteilung der EInstellungen auf viele verschiedene Programme sollte aber doch endlich vereinheitlicht werden.

Aber Laien sind nicht wirklich die Zielgruppe von Victron. Wir müssen froh sein, dass es uns überhaupt möglich ist, und dass so eine lebendige User-Community existiert, in der man doch meistens die Lösung für seine Probleme finden kann.

er entladet nun wieder. In der AC-Eingangssteuerung mit Victron Connect dort die MIN Werte gesenkt, obwohl die AC-Eingangssteuerung nicht aktiviert ist. Es ist nur kryptisch. Ich wünsche mir …es würden sich auf github ein paar programmierer finden, die eine customfirmware schreiben. Es ist soooo verworren. Ob eigentlich die Programmierer bei Victron noch durchblicken? Ich wage es zu bezweifeln. Für mich …eine Bastelkiste… mit viel zu viel Schräubchen …

Bei einer zellspannung von 3,17 V … da ist der Akku fast leer… bzw. hat um die 15-25% SOC.

Da stimmen irgendwelche Einstellungen nicht.

Nöö, bei 15 bis 25% ist er nicht “fast leer”. Bei einer mittleren Zellspannung von 3,17 V aber schon. Aber nach vielen Wochen ohne Balancing kann eine Zelle schon mal nur noch 3,17 V haben, und die anderen haben 3,21 V.

Deshalb ist es richtig, dass im ESS die Akkuspannung als relevante Grenze gesetzt wird, im BMS aber die niedrigste Spannung einer einzelnen Zelle. Der Grenzwert der Akkuspannung kann die Tiefentladung einer einzelnen Zelle nicht zuverlässig verhindern.

Wie schon geschrieben: als allererstes ist der Mindest-SOC von 5% sehr deutlich zu niedrig angesetzt. Im WInter MUSS man dafür höher gehen, und im Sommer braucht man so niedrige Werte nicht.

mit der Einstellung könnte jeder Nutzer auch gleich bei Blei Akkus bleiben. Ich erlaube mir die Akkus bis auf 2,5V zu entladen.
Mal ganz kurz und vereinfacht zusammengefasst was solch eine Regelung benötigt. Eine unterere und obere sicherheitsabschaltschwelle. Einen Tiefentladepunkt einen Höchstladepunkt und eine Umschaltschwelle zwischen Netz und Akkubetrieb und dann noch eine einzige Hystereseregel gegen das Jittern damit die Schwelwerte nicht scharfkantig sind. Diese würde sowohl oben als auch unten und beim AC - Akku Umschaltpunkt gelten. Alle Victron Jünger die dem großen Schöpfer Victron huldigen , glauben das sei der heilige Gral. Nein ist es nicht. Im Multiplus, ist nur ein Register mit ein paar Daten, serielles RAM statisch zu beschreiben, nicht mal dynamisch oder gar eine Datenbank. Alles andere ist buntes Geschnörkel völlig überladen und vermutlich aus verschiedenen Softwareabteilungen programmiert.
Bitte seid mal etwas kritischer. Zum Beispiel, die Werte die angezeigt werden. die Reaktion auf die zig Schalter, nicht nachvollziehbar und völlig verworren. Eine saubere Customrom, spezifisch für jede Anwendung, das wäre meine Idee.

Na ja .. kannst weiter oben lesen .. min 3,17 und max. 3,202V

wenn Du die max. Spannung x 15 nimmst .. dann ergibt das eine Akkuspannung von ~ 48V .. das wäre bei einem 15-Zellen-Akku schon grenzwertig.

ist das nicht subjektiv? und hat das nichts aber auch gar nichts mit Technik zu tun? Und selbst wenn ich 1,25% eingebe hat das System das zu machen was es selbst vorgibt. Ich möchte mich hier nicht auf einen Beurteilung und Qualifizierung einlassen, es geht hier um Regelverhalten, das ist die Abarbeitung von gesetzten Parametern. Und die sollten in jedem Gerät funktionieren und klar beschriftet sein, sind sie aber bei Victron nicht.

Du lebst in einem freien Land, und darfst Deinen Akku so scharf rannehmen, wie Du nur willst. Sinnvoll ist es nicht, das allerletzte 0,1% an Kapazität aus dem Akku rausquetschen zu wollen.

Und ganz besonders unsinnig ist es, wenn man den auf 2,51V pro Zelle entladenen Akku dann noch mit nur ein paar dutzend Watt weiter entladen will. Da bricht Deine Spannung sowieso auf einen Wert weit unter Deiner Grenze ein. Schon bei im Mittel nur noch 2,9V pro Zelle hat der Akku nur noch weniger als 5% SOC.

Und noch unsinniger sind solche Tiefstgrenzen im Winter. Was hilft es Dir, wenn Dein Akku monatelang zwischen 0% und 20% SOC dahin dümpelt? Das kostet ganz sicher Akku-Lebenszeit, ohne dass Du nur den geringsten Vorteil davon hättest.

Du leidest unter dem unter Laien sehr weit verbreiteten Irrtum, dass die SOC-Werte die Realität exakt abbilden könnten. Nein, das können sie nicht. Und wenn Du als untere Grenze 1,25% SOC eingibst, dann kann selbst dann, wenn dieser Wert nahe an der Realität liegt, durch simple Belastung mit nur ein paar Watt die Akkuspannung so weit einbrechen, dass entweder die ESS-Grenzspannung unterschritten wird, oder sogar das BMS wg der Untreschreitung der Grenzspannung einzelner Zellen abschaltet.

STOP…das war ein Beispiel…. Thema ist das Regelverhalten zu wissen und zu verstehen und nachvollziehen zu können. Wenn victron unzählige Regler vorgibt mit einer Beschriftung die eine gewisse Funktion zusichert, die aber dann nicht funktioniert, kommt es zu diesem Threat. Die Sinnhaftigkeit wie weit ich ein Akku entlade oder lade ….ist hier nicht das Thema. Wenn du darüber disskutieren möchtest , mache bitte ein eigenes auf.

Sorry, aber zu solchen Threads kommt es immer wieder, weil leichtgläubige Technik-Laien die ihnen vorliegenden Messwerte nicht richtig interpretieren können, und weil sie die Zusammenhänge nicht verstehen. Und genau aus diesen technischen Randbedingungen ergibt sich die Sinnhaftigkeit der Festlegung von Grenzwerten.

Das hat also ganz unmittelbar miteinander zu tun, und man kann solche Anfragen wie die, dass der Mindest-SOC doch auf 1,25% festgelegt wurde, der MPII aber schon bei 5% die Entladung einstellt, nicht beantworten, ohne auf die Sinnhaftigkeit der Werte einzugehen.

und auch hier…was bitte hat das mit dem Regelverhalten des Multiplus zu tun? Subjektive Begriffe sind für mich hier nicht gefragt. Es geht hier um das Verständnis wie die einzelnen Schalter und Regler in der Victron Software funktionieren, und ob sie sich womöglich gegenseitig ausschalten, umgehen und dies nicht in der software dokumentiert wird. Mir würde gefallen, wenn jemand hier das schon durchstiegen hat und schreiben könnte….WertXY hat diese Konsequenz, Wert 123 bewirkt das, und Schalter ABC . hat diesen Effekt.
Das würde mir und auch anderen helfen.

Wenn Du das nicht verstehst, dann bist Du hier falsch. Ein auf 1,25% eingestellter Mindest-SOC wird vermutlich fast immer dafür sorgen, dass der MP2 die Entladung schon bei 5% SOC einstellt. Und das selbst dann, wenn die SOC absolut exakt angezeigt werden, was aber so gut wie nie der Fall ist.

An meinen Begriffen ist ganz genau gar nichts subjektiv.

Das sind aber Werte, die teilweise von Geräten unterschiedlicher Hersteller stammen. Und Victron setzt eben ein gewisses Grundverständnis voraus, über das Laien nicht immer verfügen. Du findest die notwendigen Hinweise dazu in Foren wie diesem, aber ausgerechnet dann, wenn Du sie erhältst, diffamierst Du diese Hinweise als “subjektiv” und lehnst es ab, Dich damit zu befassen. Das ist irgendwie inkonsistent.

zur Erklärung der deutschen Sprache , viel wenig groß dick dünn fast …alles subjektive Begriffe. Ich ziehe den Hut vor deiner Kompetenz. Ich bin zu doof, ungebildet und hier falsch. Danke der Klarstellung. Übrigens … Laie …ist hier in diesem Forum auch subjetiv.

drei mal subjektiv. DUDEN gibt Hilfe. Ah mir fällt ein , ich muss ja nicht jedem Spezialisten hier, antworten.. und meine Nerven schädigen.