Hallo,
Ich habe das Problem, dass irgendwas in meiner Anlage das Laden der Batterien so extrem einschränkt, dass sie aktuell nur mehr 11% erreichen.
Ich beschreibe mal, was alles passiert ist und was ich beobachtet habe:
Ich habe einen EasySolar 48/5000 und 4 Pylontech US2000C als Inselanlage. Die 8 Paneele von JA Solar haben je 455W und sind in 2 parallelen Gruppen angeschlossen.
Ich habe alles zusammen als fertiges Kit im April 2022 gekauft.
Seit einigen Monaten lädt die Anlage die Batterien trotz guter Sonne nicht mehr vollständig, und zwar seit Monaten nicht mehr. (Ich bin auf Gran Canaria und habe fast immer perfektes Wetter mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen um 25-28 Grad.) Angeschlossene Lasten werden aber nach wie vor direkt aus der PV versorgt.
Anfangs waren es meist noch 60-85%, aber dann hatten wir ein paar bewölkte Tage mit weniger Sonne, und die Batterien wurden nur mehr zu 40-50% voll.
Mir wurde empfohlen, die Batterien einmal vollständig mit dem Generator zu laden, damit sie sich wieder kalibrieren können.
Anfangs klappte das mit dem Generator halbwegs, aber irgendetwas im System begrenzte auch seine Ladeleistung, wodurch es auch mit dem Generator nicht möglich war, die Batterien voll zu laden.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen, wollte der Victron den Generator gar nicht mehr annehmen.
Testweise direkt angeschlossene Verbraucher versorgt der Generator nach wie vor problemlos, aber sobald er mit dem Victron verbunden wird, passiert jetzt das: LEDs flackern kurz, dann klickt es hörbar, dann blinkt die Bulk-LED kurz auf und dann klickt es wieder laut und alles ist aus.
Der Victron akzeptiert den Generator einfach nicht mehr.
Nach dem Generatorproblem kamen weitere Symptome dazu, die bis heute andauern:
Die PV-Leistung fällt regelmäßig vollständig auf 0 W. Danach wartet das System zwischen 1 Sekunde und mehreren Minuten. Irgendwann darf die PV dann wieder liefern - bis zum nächsten Abbruch.
Dieser Zyklus wiederholt sich ständig, meist nach 1-2 Minuten Ladezeit.
Die Batterien werden durch PV inzwischen nur noch auf 11% geladen. Die erreichen wir in der Regel schon um 10 Uhr morgens. (Vor ein paar Tagen waren es noch 25%.)
Täglicher Low-Battery-Alarm ist die Folge, da die Anlage sich spätestens nach Sonnenuntergang wegen Unterspannung abschaltet.
Die Reihenfolge ist immer: PV fällt zuerst auf 0 W, danach reagiert die Batterie.
Ebenso beim Wiederanlauf: PV beginnt wieder zu liefern, danach ändern sich Batterie-Strom und Batterie-Leistung.
Obwohl das BMS von den Pylontech Batterien überwacht wird, lösen die offensichtlich nicht aktiv das Abschalten aus.
Fehlermeldungen konnte ich nirgendwo finden.
Während der Fehlersuche habe ich festgestellt, dass der MPPT seine Ladefreigabe offenbar anhand einer Spannung von etwa 52,5 V steuert, während die vom Batteriesystem gemeldete tatsächliche Batteriespannung gleichzeitig nur etwa 48,5–48,7 V beträgt. Diese dauerhaft beobachtete Differenz von rund 4 V konnte mir bisher niemand erklären.
Die PV-Abfälle auf 0W treten nicht direkt morgens auf, sondern erst nach einer Weile. Morgens gibt es zwar Abfälle um mehrere 100W, aber erst nur bis 800W, dann fängt sich das System wieder, dann fällt es auf 500W und das steigert sich so lange, bis die Abfälle auf 0W eintreten.
Eine weitere Beobachtung:
Gegen Abend habe ich auf der MPPT-Seite gesehen, dass die Photovoltaikspannung kurz vor dem Abfall auf 0 W langsam aber stetig gesunken ist. Der niedrigste Wert waren 87,88V. Dann ist sie aber plötzlich auf 90,73 V gesprungen und unmittelbar danach – oder fast zeitgleich – kam es zu so einem 0W-Abfall bei den PV-Modulen. Die Leistung ist eine Weile bei 0 W geblieben und währenddessen ist die Spannung zwischen 90,73 V und 90,67 V hin und her gesprungen. Erst als die PV-Leistung langsam wieder ansteigen durfte, ist die Spannung gegenläufig wieder gesunken.
Wird irgendjemand schlau aus diesen Beobachtungen?

