Diverse Fragen zu geplantem PV-Anlagenumbau

Moin Freunde der Sonne,

mit einem Haus in Hannover, DE, übernehmen wir demnächst eine PV-Anlage mit Speicher, die ich optimieren möchte. Die Anlage ist von einem der großen Komplettanbieter zwischen 2023 und 2024 errichtet worden. Derzeit besteht sie aus:

  • 2 Strings aus 380Wp-Bifazial-Doppelglaspanels, einer mit 6 Panels (2280Wp) mit Südausrichtung, und einer mit 5 Panels (1900Wp) mit Westausrichtung
  • 1 Doppelstring-WR Solarmax 4600SP, vermutlich an L1 (noch nicht gemessen)
  • 2 Enphase Encharge-3T-IP-INT-AC-Speichern à 3,5 kW/h, einer an L1, einer an L2
  • 1 Enphase Technikpaket bestehend aus: Envoy Steuerungscomputer mit derzeit 4 CTs zur Messung von Ein- und Ausgang auf L1 und L2, 3-Phasen Q-Relais zur Notfall-Trennung der Batterien, Zigbee-Kommunikationsmodul zwischen Envoy und den Speichern

Noch ist mir nicht ganz klar, ob, und wenn ja, wie der WR und die Speicher miteinander kommunizieren. Wahrscheinlich arbeitet das Speichersystem aber ohne direkte Kommunikation mit dem WR: liegt PV-Strom im Hausnetz an, der nicht unmittelbar verbraucht wird, dann wird damit der Speicher geladen bis er voll ist, liegt mehr PV-Strom an, dann wird eingespeist, denke ich. Funktioniert derzeit ganz gut, nachdem ich den Speicher so umkonfiguriert habe, dass er erst vollgeladen wird, bevor Überschuß ins Netz geht - vorher hat er bei 5% Ladung alles ins Netz geschoben, was nicht verbraucht wurde… Wenn das so funktioniert, wie ich vermute, dann könnte ich die vorhandenen Speicher ohne weiteres weiternutzen. Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Außerdem möchte ich demnächst auch mehr Speicher anschließen und nutzen (16kW/h-DIY-Bausatz mit 16xEVE MB31 und V19 JK-Inverter-BMS), und die DC-AC-DC-AC-Wandlungsverluste aussschalten. Darüberhinaus kommt eventuell noch ein dritter String dazu (3-4 senkrecht montierte 420Wp-Panels am/als Zaun mit Westausrichtung).

Bisher habe ich mir folgendes dazu ausgedacht:
Ich ersetze den Solarmax-WR mit einem MP2 48/5000 (vielleicht auch MP2 48/6k5, lt. Zertifikat 4,54 kW AC-Nennleistung) und zunächst zwei SmartSolar MPPT 250/60-MC4 (je einen pro vorhandenen String direkt an die Batterie), hänge die neue Batterie an den MP2, und verbinde alles mit einem GX-Computer mit ESS-Software, der von einem kompatiblen Smartmeter unterstützt wird.

Ist das ein grundsätzlich sinnvoller Plan?

Detailfragen:

  • Cerbo oder MP2 mit GX? Laut GX-Übersicht ist der Prozessor in den MP2 leistungsstärker als der im Cerbo, der dafür aber mehr Schnittstellen hat. Andererseits spart integriertes GX Platz und etwas Kosten. Weil ich eigentlich kein Freund von zuviel Multifunktion in einem Gerät bin, tendiere ich eher zu einen Cerbo. Was meint ihr dazu?
  • VM-3P75CT oder EM540 als Smartmeter? Oder lässt sich vielleicht irgendwie das Enphase Envoy mit dem GX auslesen?
  • Da die Enpase-Speicher mit je 1,28kW AC-Nennleistung eh umgeklemmt werden müssen, weil im ESS der MP2 an L1 gehört: wäre es nicht auch sinnvoll, die beide an L2 zu hängen, statt an L2 und L3?
  • Können die Enphase-Speicher im geplanten System einfach selbstgesteuert mitlaufen, und sich selbständig nach Bedarf laden und ins Hausnetz entladen?

Soweit erstmal…
Ich freue mich auf konstruktive Kritik und Tipps!

Mit besten Grüßen

Jan