ich hatte bisher eine PV Anlage aus folgendem System:
1 * 10kW Wechselrichter von Fronius (12kWp)
1 * Hoymiles 3kW Balkonanlage
1 * Multiplus 2 5000
1 * 14kWh Akku (EEL DIY)
Per Node Red habe ich “Venus Settings | DVCC System max Charge Current (A DC)” geregelt, dass der Akku im Sommer nur bis max 80% geladen werden soll. Im Winter wird der Akku dann zwischen 80% und 90% SOC nur noch mit 40A geladen und ab 90% nur noch mit 10A.
Das hat alles bisher sehr gut geklappt.
Aber nun habe ich meine PV Anlage um folgendes erweitert:
15kWp Modulleistung
MPPT RS 450/200
3 Phasen System mit Multiplus 2 5000
2* NKON ESS 16kWh Akku
Somit ist zum bestehenden AC System ein DC System hinzugekommen.
Nun funktioniert meine o.g. Ladestromregelung nicht mehr. Weil sich die Node-Red-Ladestromregelung nur auf dem Multplus-Strom bezieht.
Das heisst, wenn nun mein Akku voll wird, dann lädt der MPPT RS immer noch mit Vollgas den Akku. Heute z.B. mit über 130A obwohl der Akku schon 97% SOC hatte.
Das würde ich gerne regeln, aber mir fällt kein Weg ein, wie ich das machen kann.
Ich kann zwar prinzipell die Leistung vom MPPT RS per Node Red drosseln, aber dann verschenke ich ja PV Ertrag, den ich entweder in Warmwasser investieren könnte, oder ins Netz verkaufen könnte.
Die NKON Akkus haben ein Seplos BMS 3.0 drin.
In meinem alten EEL-Akku war das Seplos MBS 2.0 drin und sobald der dort eingestellte Ladestrom überschritten wurde, hat er den Lade-FET deaktivert. Dann habe ich die Fehlermeldung “Ladespannung zu hoch” bekommen und er wurde gar nicht mehr geladen, bis die Meldung weg war.
Oder anders formuliert: wenn der Akku relativ voll ist, sollen die Multiplusse den großteil vom überschüssigen DC-Strom vom MPPT RS in AC-Strom wandeln.
Habt Ihr eine Idee, wie ich das Problem lösen kann?
130A für einen 600Ah Akku ist aber auch nicht sonderlich bedenklich….
Ich habe einen Flow der ganz simpel den Netzsollwert negativ setzt wenn ein bestimmter Batteriestrom überschritten wird. Und wieder auf 0 wenn ein bestimmter Wert wieder unterschritten wird. Das könnte man natürlich auch noch abhängig vom SoC steuern.
An Tagen wo das nötig ist also die Erträge so hoch sind wird früher oder später sowieso Überschuss ins Netz müssen, da braucht man das ganze auch nicht zu perfektionieren.
Dann kannst du den Heizstab auch dafür nutzen und Überschüsse ab einem SoC von 90% schon teilweise verbraten um den Batterie Strom zu reduzieren. Allerdings braucht es die Steuerung über den Netzsollwert dann trotzdem noch wenn der Warmwasserspeicher voll ist.
@Jch
Wie ist Deine Einstellung für Überschußeinspeisung DC?
Wenn sie “ein” ist, dann beachtet der MPPT/RS das DVCC nicht.
Evtl. mal mit beiden Überschußeinspeisungen (AC, DC) rumspielen.
Ich bin der Meinung mal gelesen zu haben , dass es einen Wert im Venus-OS gibt, der aussagt, ob gerade eine Drosselung vorliegt. Ich weiß den Pfad aber nicht. Evtl. mal mit dbus-spy, ModBus oder MQRT-Explorer rein schauen.
Ich habe das folgendermaßen umgesetzt wenn 100%SOC erreicht wurde setze ich limited charge voltage auf 54V (16s lfp) den wert könnte man noch etwas anpassen aber und 1 mal pro woche setze ich den wert wieder zurück so das sich das bms kalibrieren kann.
*So einfach ist das nicht. Der Fronius liefert ja auch mehrere kW an Leistung. Das reicht meistens schon, dass der Heizstab auf 100% läuft und immernoch ins Netz eingespeißt wird. Auch ist irgendwann das Warmwasser zu warm.
*
Das finde ich sehr schade, wenn die Überschusseinspeisung aktiv ist, dass das CCL ignoriert wird. Aber das scheint wohl die Erklärung für das Phänomen zu sein.
In Node Red gibt es einen Punkt “Grid limiting Status” aber ich glaube der nützt mir nix. Ansonsten konnte ich auch nichts anderes finden womit ich sinnvoll arbeiten kann.
das wird einfach ignoriert. Als ich noch keine DC Anlage hatte, habe ich das genauso gelöst. Mit der DC Anlage funktioniert das nicht. Entweder wird der CCL komplett ignoriert oder die Multiplusse halten sich noch dran, aber werden vom MPPT/RS ignoriert. Somit keine Regelung möglich.
Das klingt interessant. Früher hatte ich CCL einfach auf 0A gesetzt. Das muss ich dann mal ausprobieren, wenn ich Zeit dafür habe.
man kann das CCL vom Akku schon über NodeRed ändern, aber das ist sehr umständlich, da man dazu eine Schnittstelle zum RS485 vom Akku bauen muss. Leider bin ich mir gerade nicht sicher ob ich Akkupackübergreifend die Parameter ändern kann oder ob man das bei jedem Akku einzeln machen muss (und dazu die RJ45 Stecker abziehen muss). Da scheinen die Seplos ein bisschen zickig zu sein.
Bei meinem alten (einzelnen) Akku mit dem SEPLOS BMS 2.0 habe ich das CCL mal auf 20A gestellt und beobachtet was passiert: Akku stellt fest, dass zu viel Strom fließt und sperrt den Lade-MOSFET. Ob die Victron-Anlage das laden wegen dem Error-Flag stoppt oder weil sie Spannung nun über das Limit geht weiß ich nicht. Nach einer gewissen Wartezeit lässt der Akku das laden wieder zu und der Strom steigt wieder zu stark an. Der Zyklus beginnt von vorne.
Das war keine Lösung. Sonst hätte ich mir da mal die RS485 Schnittstelle mal genauer angeschaut.
Jetzt bastel ich mal eine Logik die das Grid-Feed-In regelt. Mal schauen ob das funktioniert.