2 stufen Installation geplat

Hallo,

Ich habe ein Vorhaben, in dem ich in einem Wohnmobil zuerst eine Verbraucher Batterie neben der Starter Batterie etablieren möchte … Und dann später ein Solar Panel nutzen möchte, um beide Batterien vor Entladung zu schützen, also diese auch zu laden.

Folgende Schaltung habe ich mir ausgedacht, aber ich bin aus mehreren Gründen nicht zufrieden:

A.) Die Erdung ist nicht zum Wagen

B.) Die Platzierung des NOT AUS ist unklar ( ich würde Sie gerne an Plus der Starter Batterie setzen ).

C.) Die sichere Distribution des Plus Pols fehlt noch

Wie seht Ihr diese Skizze:

55 Elektro.pdf (179,8 KB)

Vieleicht habe ich ja schon vorhandene Schaltungen übersehen, ich wäre für einen Hinweis dankbar, Ich freu mich auf Eure Rückmeldungen.

Tabber

Der Battery Protect gehört in die Plusleitung zum Sicherungskasten. Plus des MPP, wenn du willst über eine Sicherung, an den Pluspol der Gelbatterie. Die Minus-Leitung des MPP gehört nicht an die Gelbatterie! dort darf ausschliesslich der Shunt angeschlossen sein. Der Haupschalter gehört vor den Sicherungskasten. Ein weiterer Schalter muss einer guten Qualität entsprechen und gehört zwischen Pluspol der Starterbatterie und Plus der Gelbatterie. Er wird nur geschlossen, wenn der Verbraucherkreis von der Lichtmaschine versorgt werden soll. Besser wäre, dort einen Orion Ladebooster 50A einzusetzen. Ei Muss, wenn eine Lifepo4 anstatt Gel einesetzt wird. Warum ein 150V Regler? Wie viele Module mit welchen Daten sollen verwendet werden? Die Verbraucher an der Gel Batterie dürfen Minus nicht vom Chassis nehmen!!

Moin R.L. , erstmal vielen Dank für deinen Kommentar.

Ich habe die Zeichnung nach deinen Bemerkungen angepasst, wenn du dort deine Ideen wiederfindest, wäre ich Dir dankbar für eine Rückmeldung.

Zu deinen Fragen:

. Der 150 V MPPT resultiert von dem Solarpanel auf meinem Dach :wink: , das erst noch abgebaut und vom Gleichrichter befreit werden muß - aktuell erkenne ich dort nur ein 1000 Watt Aufkleber, ich muß erst abbauen und dann auslesen, was das Panel bringt. Allerdings regnet es hier immer wieder, und da fasse ich dat Ding net an.

Den Orion Ladebooster hatte ich auch schon im Blick, ist mir aber a.)teuer und b.) wegen der Gel Batterie m.E. Auch nicht notwendig ( OOODER ?) Kostenfrage, ganz klar … Aber auch Simplizität, denn eine Schaltung geht immer dann kaputt, wenn etwas Komplexes interveniert.

Die Sicherung habe ich mit 125 A Auslöse dimensioniert.

Fast bin ich der Meinung, das die „Sicherung Minus" auch an den Minuspol der Verbraucher Batterie geführt werden muß.

Hier meine Neue Schaltung, was meinst DU?

55_2.pdf (185,7 KB)

Nein, an den Minuspol der Gelbatterie kommt ausschleißlich der Shunt. Auch die Minusleitung vom Laderegler (MPPT Erde) darf da nicht ran. beides kommt an die andere Seite des shunt (System Minus). Den Battery Protect hast du noch nicht versetzt. Der muss an den Pluspol der Gel Batterie und liefert den Strom zum Sicherungskasten. Laderegler Plus direkt (über eine Sicherung) zum Pluspol der Gelbatterie. Die Sicherung darf aber keine 125A haben. Der Wert muss an die dazugehörige Leitung angepasst werden. Die Leitungsquerschnitte müssen natürlich auch noch festgelegt werden. Welche Verbraucher sollen überhaupt gespeist werden und welche könnten mal dazukommen?

Moin R.L., nochmal Danke für deine Unterstützung … Ich lerne!

Die Änderungen habe ich eingezeichnet, sollte deinen Vorstellungen nach passen. Material ist vor Ort, bis auf dei NOT AUS Schalter.

Zu deinen Fragen:

  • Da war ein Typo, die Sicherungen sind in den 6 mm Kabeln und betragen durchgehend 15 Ampere
  • Die Verbibdung Autobatterie → Verbraucher GEL Batterie sehe ich als offen, weil die LIMA während der Fahrt arbeitet. Wenn der Wagen abgestellt, kann auf Solar Panel umgestellt werden ( wie gesagt, Panel muß noch vom Haus gebaut werden und in die Schaltung eingebracht werden
  • Thema Verbraucher; das ist eine gute Frage: Aktuell kommt da nur Musik / Boxen / LED Licht dran, nichts großes. Wenn aber das Solarpanel dazukommt denke Ich durchaus an eine Installation des aktuell am Panel verbundenen Wechselrichter ( um 220 Volt abzugreifen ) und damit auch an Lasten.

Was meinst Du, wäre das eine angenehme Planung ?

55-3.pdf (7,4 MB)

Hallo Tabber123

Die Sicherungen sind viel zu schwach. Die an dem Laderegler muss stärker sein als der maximale Strom des Reglers. In diesem Fall mindestens 60A. Dann muss der Leitungsquerschnitt aber auch mindesstens 10mm² betragen. Von Batterie zu Batterie sollte die Sicherung den maximalen Ladestrom der Lichtmaschine überstehen. Der kann durchaus 100A oder mehr betragen. Ich würde da eine 150A Megasicherung nehmen. Die Leitungen sollten mindestens 35mm² haben. Den Laderegler schaltet man nicht ab. Ein Not-Aus ist überflüssig. Man könnte ihn aber gut durch einen unterbrechungsfreien Wahlschalter ersetzen, der den Regler bei einer Stellung mit der Gel-Batterie verbindet, in einer weiteren Stellung die Starterbatterie mit dazuschaltet und in der dritten Stellung nur die Verbindung Regler-Starterbatterie herstellt. Die Stellung “off” soll nur bei abgeschaltetem Laderegler verwendet werden! Paralleles Laden beider Batterien funktioniert nicht einwandfrei. Normalerweise wird eine Starterbatterie auch nicht entladen. Da sollten im Stand keine Verbraucher aktiv sein. Die Leitung Batterie Minus zum Shunt und die Leitung Shunt zum Minuspol der anderen Batterie sollte auch 35mm² betragen, weil du später eventuell einen Wechselrichter einsetzen willst. Der Wechselrichter gehört nicht an den Battery Protect. Er wird über eine Sicherung direkt an den Pluspol und an die Systemseite des Shunt angeschlossen. Mit einem Leitungsquerschnitt der mindestens dem vom Hersteller empfohlenen entspricht.

Hallo R.L.,

nochmal vielen Dank für Deine Hilfe!!!

Hier die angepasste Zeichnung, es sollte nun alles berücksichtigt sein. Die Leitungsquerschnitte sind angepasst, den Schalter ( ! guter Vorschlag ) habe ich eingezeichnet und ! vor allem ! die Sicherungen gehoben. Ich würde auf der Strecke Batt Starter - Batt Verbraucher tatsächlich eher einen Sicherungsautomaten bauen, da ich es kommen sehe :wink: .

Hier mal die Früchte :slight_smile:

55-4.pdf (10,1 MB)

Beste Grüße, Sabber

Sieht schon besser aus. Einen Automaten brauchst du da nicht einbauen. eine mitgeführte Ersatzsicherung reicht völlig. Für die Modulleitungen ist 10mm² völlig überdimensioniert. Da reicht 4mm² oder 6mm² völlig aus. Wie groß ist das Fahrzeug? Passen da überhaupt 2 Stück 500Wp Module drauf? Ein Modul hat 115mmx1995mm. Du hast jetzt schon einen Wechselrichter in der Planung. Die Minus-Leitung muss aber an die linke Seite des Shunt! Die Leitungen zum Sicherungskasten kannst du kleiner wählen 6mm² werden reichen. Da muss man aber sehen, wie lang sie sind. Falls der Sicherungskasten mehr als 40cm von der Batterie entfernt sitzt, muss eine Vorsicherung in Batterienähe eingebaut werden Die Stärke ist von der Leitung abhängig.

Zwischen Starter und Aufbaubatterie gehört entweder ein D+ gesteuertes Trennrelais oder ein Booster um daß versehendliche entladen der Starterbatterie zu verhindern.

Wie alt ist dein Fahrzeug? Hat es schon eine “intelligente” Lichtmaschine? Dann brauchst du auf jeden Fall einen Booster.

Der Wahlschalter muss natürlich sinnvoll geschaltet werden. Solange keine LiFeP04 Batterie eingesetzt ist, kann man auf den Ladebooster verzichten. Setzt man jetzt schon einen 50A Ladebooster ein, kann man nicht den vollen Strom der Lichtmaschine für den Wechselrichter nutzen. Die 100Ah Gelbatterie allein reicht eigentlich nicht für einen Wechselrichter. Will man mehr als 300W entnehmen, muss man die Starterbatterie zuschalten und gegebenenfalls den Motor laufen lassen. Bei einem 50A Ladebooster wäre dann die Leistungsgrenze bei etwa 800W, bei länger dauerneder Belastung nur bei 500W.

So lange man nicht weiß, um welches Fahrzeug es sich hier überhaupt handelt, ist alles reine Spekulation.

Moin R.L.,

dank Dir nochmal für Deine Hilfe; ich habe die Anmerkungen in die Zeichnung eingepflegt, hoffentlich den Intentionen entsprechend :wink:

Du hast übrigens die Intention des ganzen Aufbaus durch die Beschreibung mit " Motor laufen bei über 300 W " genau richtig verstanden: Es soll hier eine 2. Sicherheit neben der Starter Batterie durch Nutzung eines bestehenden Solarpanels etabliert werden um Sound, Licht & Convenience etwas mehr Energie zu geben. Anschluß von Kochplatten, Heizungen und Co. ist noch Zukunftsmusik. Durch Deine Hilfe lerne ich ein Verständnis für die Thematik und kann Sie auch im Fehlerfall bewerten, dafür danke ich Dir.

Es ist übrigens ein MB 310 als Basis … Oldtimer, original. Starterbatterie unter dem Fahrersitz, das ganze andere Geraffel unter dem Beifahrer Sitz, also keine langen Kabelwege. Hier nochmal mein Verständnis in der finalen Zeichnung.

55-5.pdf (8,4 MB)

…noch nicht ganz final: Die kurze Leitung vom Minuspol der Gelbatterie zum Sicherungskasten (6mm²) muss ganz entfallen. Der Strom fließt vom Minuspol der Gelbatterie durch den Shunt und dann durch die 35mm² Leitung, die du nahe des Minuspols der Starterbatterie zum Sicherungskasten eingezeichet hast. Der Übersicht halber lege sie mal von der linken Seite des Shunt zum Sicherungskasten. Da reichen 6mm². Ich bin mir recht sicher, dass du keinen Bluesolar 150/60 einsetzen musst. Wahrsheinlich reicht schon ein 100/30, ein 100/50 oder zwei 100/30. Und zwar nicht Bluesolar sondern Smartsolar! Plane dafür Leitungen mit 10mm² ein. Eventuell doppelt und je einer Sicherung in der Plusleitung. Die linke Schraube des Smartshunt ist zu kurz um dort mehrere Leitungen anzuschrauben. Eine Möglichkeit ist, eine kurze M10 Gewindestange einzudrehen und einen oder zwei Kabelschuhe mit einer Mutter daran festzuschrauben. Auf die Mutter kann man wieder ein oder zwei Kabelschuhe mit einer weiteren Mutter anschrauben und gegebenfalls noch mehr Etagen anlegen. Es gibt auch Muttern, die besonders flach sind.

Die Platzierung deiner Sicherungen ist nicht ganz eindeutig. Die gehören immer so dicht wie möglich an die Batterien. Bei der Aufbaubatterie fehlt sie ganz. Die Sicherungen sollen immer die Kabel absichern, die hinter den Sicherungen weitergehen. Nie die Geräte, die sind für sich selbst verantwortlich.

Bekommst du wirklich 1000W an Solarmodulen auf dein Dach?

Ein weiterer Fehler sind das viel zu dicke Kabel zwischen Starter- und Aufbaubatterie. Eine GEL Batterie verträgt keine 100A Ladestrom. Hier verwenden Originalausbauer zur Strombegrenzung entsprechend lange 10 qmm dicke Kabel um auf maximal 40A Ladestrom zu kommen. Auch für deine Verbraucher sollten 10 qmm reichen. Mach doch mal eine Aufstellung deiner geplanten Verbraucher und ihres Gesammtstromverbrauchs.

35 qmm brauchst du maximal um einen Wechselrichter anzuschließen.

Hallo ,

Ich habe die Änderungen eingepflegt, Zeichnung anbei - inklusive des 2. Links von der Starterbatterie zum Sicherungskasten in 6 mm.

Danke für den Tipp mit der Gewindestange, das ist sehr wertvoll denn ich denke tatsächlich das hier ein Engpass entstehen könnte.

Hier die aktuelle Sicht:

55_6.pdf (8,4 MB)

Die 35mm² Leitung kann damit weg ( Die ganz unten)

Wenn man nicht Elektriker oder Anlagenbauer ist, ist es auch schwierig, die richtigen Leitungen mit den richtigen Rohrkabelschuhen zu versehen. Dafür benötigt man eine professionelle Presszange. Einige Verbindungen kann man aber auch so herstellen, indem man passende Komponenten auswählt. Das erste passende Teil ist der Smartsolar Laderegler. Da wird feindrähtige Litze, zum Beispiel H01N2-D, direkt ohne Kabelschuh oder Aderendhülse angeschraubt. Es gibt auch Sicherungshalter und Verteilerblöcke, die einen direkten Anschluss erlauben. Die Leitungen mit 35mm² muss man wohl fertig kaufen oder anfertigen lassen

Moin R.L. ich bin bei Dir - die 35 mm Kabel sollten fakturiert sein, ich kriege den Wagen aus dem Winterlager Ende der Woche, bis dahin werde ich nochmal die Kleinteile durchgehen und danach erst die Kabellängen abschätzen können. Wie gesagt, Starterbatterie unter Fahrersitz, Gel Batterie unter dem Beifahrer Sitz und alles im Sitz Fuß untergebracht. Die Verteilerblöcke sehen wirklich gut aus, der Verteiler Schalter ist schon bestellt. Zum Thema Bluesolar, tatsächlich habe ich diesen schon aufgrund der Solar Panel Dimension hier vor Ort ( wie auch die anderen Victron Stücke ), da werde ich wenig ändern wollen, allerdings ist die Installation ja ausbaufähig, also kann die Überdimensionierung auf lange Sicht von Vorteil sein.

Aktuell lese ich so ziemlich jedes Dokument um die Erstkonfig zu machen, und die Software zu verstehen, also es geht weiter …

Beste Grüße,

Tabber

Der Bluesolar kennt nicht den Batteriestrom, wenn Verbraucher an sind. Den kann er nur kennen wenn er ihm vom Shunt mitgeteilt wird… Aber bei einer Gel Batterie ist das nicht sooo tragisch.