2 Module mit 52,6 Volt Leerlaufspannung am Victron MPPT 100 20. Wie doch?

Ich möchte zwei Module mit einer maximalen Leerlaufspannung von 52,6 Volt seriell an einen MPPT 100 20 anschließen. Damit ist die Eingangsspannung um 5,2 V, also gut 5 Prozent überschritten. Das mag der MPPT 100 20 sicher nicht bzw. dafür ist er nicht spezifiziert. Habe aber noch drei hier und bei einem 16S-System und plus 5V brauche ich ja mindestens 60V Eingangsseitig, die die Module einzeln bzw. parallel geschaltet nicht liefern.
Gleichzeitig wird die Leerlaufspannung ja bereits bei einer geringen Belastung sinken. Kann ich nicht einfach eine TVS Diode mit 100V parallel zu den Modulen schalten und so die Eingangsspannung unter 100 Volt halten?
Also so eine z.B.: 5KP100CA
https://www.littelfuse.com/assetdocs/tvs-diodes-5kp-datasheet?assetguid=B1DDD6A2-FCCB-4327-BEA1-7D77C0793479

Also wenn , dann würde ich ja je Modul eine Diode nehmen um die Belastung zumindest zu halbieren. Also 2x die 5KP45CA .

Die Spannung am Mppt sollte die 95V aber nicht überschreiten … der 150er Mppt zb. meldet sich schon ab und an bei leicht über 125V.

Wenn wir jetzt die Aufständerung UND den Temperaturfaktor nehmen, kann es sogar sein, das das alles ohne Zusätze funktioniert. Die Sommerlichen Temperaturen sorgen schon für eine reduzierung der Spannung. Ausrichtung O / W zb. und nicht S / S …

Aufbauen und messen :stuck_out_tongue:

Kannst du die Module nicht Ac Out seitig mit einem kleinen “Balkonwechselrichter” nutzen ?

hallo,

die dioden wuerden nicht lange leben bzw. das modul kurzschliessen!

da gibt es leider nur eine optimale loesung: einen kleinen mppt 250 und die 3 module in reihe oder du brauchst fuer jedes modul einen spannungswandler mit unterspannungsschutz, was aber die mppt-funktion aushebeln wuerde, wenn du mehr an ein modul an den mppt haengst. dann waere da noch die moeglichkeit, einen leistungsstarken wandler am ausgang des mppts, damit waere aber die ladung nicht mehr ueber ein gx steuerbar, du koenntest da nur auf eine konstantspannungsladung gehen! durch den unterspannungsschutz koenntest du den mppt dann aber auf 36V einstellen. allerdings wuerde das die maximale ladeleistung reduzieren!

ich wuerde einen neuen mppt besorgen, das waere die einfachste loesung! fuer ein modul waere ein wandler mit 80V ausgangspannung die guenstigste loesung!

tschuess

Blockzitat
Kannst du die Module nicht Ac Out seitig mit einem kleinen “Balkonwechselrichter” nutzen ?

Genau das mache ich gerade. Aber tatsächlich scheint die Frequenzerhöhung am AC Out nicht schnell genug zu funktionieren bzw. mit einem Hoymiles HMS nicht so gut zu funktionieren, wenn der Akku schon recht voll ist. Und so kommt es zum Teil kurzzeitig zu nicht gewünscht hohen Einspeisungen bzw. Durchleitungen.
Kleine WR am AC out wären mir auch unter Effizienzgesichtspunkten viel lieber.

In wie weit melden die sich da? Habe ich noch nie gesehen.
Wenn es über die max Spannung geht ja, aber nicht wenn es noch darunter ist.

Kenne mehrere Kundenanlagen in denen die MPPTs sehr knapp sind ausgelegt sind und da gibt es keine Meldungen.

Aber 105 Volt am 100er MPPT lieber nicht, oder?

Der MPPT schaltet bei 100,1V ab.
Das Gerät geht nicht gleich kaputt, weil es einen minimalen Puffer gibt, aber das ist dann trotzdem keine Garantie.

Sind die 52,6V schon inkl. Temperaturkoeffizient? Falls nicht, geht die Spannung im Winter ja noch weiter hoch.

Ich hatte auch das Problem, das ich im kalten März öfter mal eine Überspannungswarnung bekam. Hat sich aber durch die neue Wärmepumpe als ständige Last, erledigt.

Ich hatte damals vorgehabt über den Lastsausgang des Solarreglers, bei einer Batteriespannung kurz vor voll, also bevor die Modulspannung durch den Wegfall der Last auf kritische Werte ansteigt, ein Relais zu schalten.

Damit dann eine 230V Glühlampe als Grundlast für die Module zu schalten, die groß genug ist, um die Spannung entsprechend abzusenken. Geht natürlich auch jede ander Last.

Ich hab 4 x 37,5V Module am 150V Regler.

hallo,

das mit der gluehbirne habe ich auch probiert, dachte dass das reicht. ich hatte bis zu 40W angeschlossen, aber keinerlei auswirkung auf die leerlaufspannung festgestellt!

und die dann noch ein und aus zuschalten, macht es nur noch schlimmer. entweder muss da ein system her, das die spannung sicher auf die maximal erlaubte spannung begrenzt oder die spannung darf eben nicht so hoch gehen. ich habe die module inzwischen anders verschaltet. anstatt 3 in reihe, nur 2 und dafuer eben 3 strings parallel anstatt 2!

so einfach laesst sich die leerlaufspannung der module naemlich nicht runterziehen.

tschuess

Ich hatte auf meinem einen 10° Süd - 150er Mppt immer kurze Alarme #33 … Input Voltage too high … kann aber nicht sein, da die Module keine 150V geliefert haben. Der Fehler ist aber seit vielen Monden und Sonnen nicht mehr aufgetreten. Es kann an einer neueren FW gelegen haben. Eventuell wurden kurze “Spikes” einfach zu schnell interpretiert und dann als “zu viel” ausgewertet. Alles ok …

Okay, also die Möglichkeiten, die Module bei einer Modulleerlaufspannung von 52,6 Volt und einer 16S-Batterie mit einem MPPT 100 anders zu verschalten, sind nach allem, was ich inzwischen weiß, offensichtlich sehr begrenzt. Man könnte auch sagen: Es gibt praktisch keine sinnvolle Möglichkeit. Schade, aber dann ist es eben so.

Die TVS-Diode bzw. die Dioden müssten im Zweifel ja bis zu 40 W verbraten. Das halten die wirklich nicht lange aus. Ich habe deshalb schon einen MPPT 150 bestellt.

Parallel dazu werde ich Folgendes angehen:

Damit mir die beiden Module am Balkonkraftwerk-HMS (mit WLAN und deshalb ohne OpenDTU-Regelmöglichkeit) nicht ins Netz einspeisen, möchte ich diese über Shelly-Plugs anbinden und versuchen, sie über die neue Victron-Integration „einfach“ abzuschalten.

Der HMS hängt notstromfähig am AC-Out. Den könnte ich ja auch einfach trennen, sobald der Akku zu 95 % geladen ist.

Was meint ihr: Shelly-Integration oder AC-Out abschalten? Wenn ich so darüber nachdenke, erscheint mir die Abschaltung über AC-Out sicherer, weil sie näher am Victron-System sitzt. Hat zwar nicht viel mit feinfühligem Regeln zu tun, aber …

So:
DANKE fürs mitdenken und helfen! Freue mich sehr darüber!

Wenn du es sowieso direkt am Multi hast und von den Lasten trennen kannst würde ich es über ACout machen, das verkauft sich besser als Nulleinspeisung denn ohne WLan keine Abschaltung.

Habe jetzt diesen Stand:


Passt das so?
Dann hätte ich ganz ohne Note-Red usw. eine relativ sichere Integration eines AC-seitig an AC Out2 gekoppelten Relais.

Da der AC Out2 bei Stromausfall ausgeschaltet wird, hätte ich auch den AC Wechselrichter abgekoppelt. Nicht so toll …

Aber ist das grundsätzlich so richtig?

Der AC Out 2 kann auch bei Stromausfall eingeschaltet bleiben … Das kannst du ebenfalls über einen Assistenten ändern.

Die Grundfunktion ist ja eine Abschaltung aus der “Zeit der Womos und Boote” für die Nutzung des Landanschlusses …

Ich würde „normal“ über Shelly schalten und bei moch höheren SOC eine Sicherheits-Abschaltung mit AC_out2 machen um das Relais im MP2 zu schonen.
Evtl geht beides in NodeRed. Das hat einfacher zu testen.

Das Relais am Multi kann man nicht über Nodered ansteuern.

Eine Möglichkeit, die Leerlaufspannung abzusenken, währe die Reihenschaltung von mehreren Siliziumleistungsdioden in Reihe zu den Modulen.

10 Stück ergeben ca. 7V Absenkung. Im Normalbetrieb werden sie über ein Relais kurzgeschlossen und ab ca 95% Soc dann aktiv.

hallo,

dann denk aber auch dran, dass du da einiges an leistung verheizt! bei 10A sind das 70W, da braucht man schon einen anstaendigen kuehlkoerper!

tschuess

Es könnte helfen, sich die Spannungsdiagramme der Solarmodule genauer anzusehen: und wichtig ist es die Leerlau-Kennlinie herauszusuchen die aufgrund der Ausrichtung des Moduls bei kaltem Winterwetter realistisch ist; ich habe flache Module, im März trifft die Sonne da geschätzt höchstens mit 500W/m2 drauf. Diese Linie muss dann mit dem Temperatugradienten (-0,25 %/ Grad) verrechnet werden: zB im Worsecase -10 Grad C: -0,25x-35 Grad=8,75 % Spannnungserhöhung.

Wichtig wäre auch über den maximal-Wert-Speicher vom MPPT zu schauen wieviel Reserve man noch hat!

hallo,

wenn die leerlaufspannung schon mit ueber 50V angegeben ist, dann gibt es fuer eine reihenschaltung keinerlei reserve.

bei mir lag die leerlaufspannung bei 140-145V und trotzdem hatte ich mal um die 155V gemessen! gluecklicherweise hat der mppt das ueberlebt die 115V bei einem bekannten hat der mppt 100 allerdings nicht ueberlegt. der dachte, wenn die mppt-spannung unter 100V liegt, dann reicht das doch!

tschuess