Wohnwagen Basics

Hallöle,

ich bin jetzt so halbwegs im Thema Victron drin und sprach heute mit einem Bekannten über mein BKW und die Erweiterung. Er hat einen Wohnwagen und interessiert sich dafür ihn Off-Grid zu machen. Er hat NULL Ahnung von der PV-Materie und ich NULL Ahnung von Wohnwagen - super Kombination! Vielleicht mögt ihr mir ein paar Fragen beantworten, damit ich mal konkreter schlau machen kann:

  • Er ist seit kurzem Rentner und tw mehr als nur die Wochenenden im Camper
  • Der Wohnwagen hat eine 12V Anlage und Gas zum kochen - Kühlschrank läuft aber über 12V
  • Der Wagen steht auf einem Privatgelände und hat Netzanschluss, der aber dann zwangsläufig auf 12V geregelt wird.
  • Wieviel Verbrauch hat man da so, wie muss man die Panels und die Batterie dimensionieren?
  • Ich denke er braucht ein einfaches Display, dass ihm die wichtigsten Parameter zeigt (Produktion, Verbrauch, Ladezustand)
  • Nutzt ihr Fertigsysteme oder einen Eigenbau (Victron)?
  • Welche Batteriesysteme nutzt ihr? Autobatterien … LiFePo?

Hallo,

ich bin überzeugt, hier wird wohl leider wieder eine endlose Grundsatzdiskussion geführt werden…
Prinzipiell wäre erstmal zu klären, ob es “nur” eine 12V- oder auch eine 230V-Anlage werden soll.
Ich persönlich !!!für mich!!! benötige keine 230V im (in meinen Fall) Wohnmobil. Ich bin auch, wenn, dann recht lange am Stück und vor allem oft im Winter unterwegs und trotz Winter und WoMo-Office benötigen wir keine 230V-Installation.
Sollte es bei deinem Bekannten auch so sein, kann man den Aufwand ganz gut in Grenzen halten.
Modul(e) aufs Dach → Smart MTTP Laderegler → auf eine möglichst große LiFePO4 Batterie, die bestenfalls über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt. So kann man mit der zum Akku gehörigen App die notwendigen Akkuinformationen über jedes Smartphone/Tablet abrufen.
So könnte eine einfache Installation aussehen, natürlich gehören da noch Sicherungen, Trennschalter und Kabel dazu…

Jetzt kommen sicher Leute, die Dir erklären werden, dass man ganz dringend einen Shunt, GX-Gerät, Display und was weiß ich nicht noch braucht. Ich persönlich vertrete die Auffassung je weniger Komponenten in einem System, desto weniger können kaputt gehen, streiken, nerven…
Aber das muss dein Bekannter natürlich selbst entscheiden, wenn es mehr ums Basteln und Haben-Wollen geht, kann man dem Spieltrieb natürlich freien Lauf lassen, wenn es einfach funktionieren soll, reicht das oben beschriebene.
Ggf. ist es natürlich auch eine Frage des Budgets, aber jeder nach seiner Fasson.

Ich bin auch für “weniger ist mehr” - und eine APP ist für mich die Grundkatastrophe an sich … China-Cloud, China-App … der chinesische Überwachungsstaat weiß wo du bist und wie lange du auf dem Scheißhaus sitzt! Mein Bekannter ist auch gar nicht so Smartphoneaffin. Der braucht ein Display und nen Knopf zum Draufdrücken.

Ist denn eine Victron DIY-Anlage deutlich billiger als ein Komplettsystem (z.B. von z.B. Dometic). Ehrlich gesagt erschlagen mich bei den Komplettsystemen die vielen Varianten. Lieber check ich seinen Bedarf und bau ihm dann das was er wirklich braucht …

Na jetzt mach mal halblang, als Mitglied des Borg-Kollektivs sind Dir doch totale Kontrolle und Überwachung nichts Neues…
Nein mal im Ernst.
Diese Apps verbinden sich lokal meist via Bluetooth mit dem Akku und lesen daraus Werte aus, wie übrigens die Victron Connect App auch. Dazu braucht die App keine Internetverbindung und sendet auch nix nach außen. Deshalb könnte man als Display z.Bsp. auch einfach ein ausgedientes Handy oder Tablet ohne I-Net nutzen.
Ich nutze z.Bsp. u.a. mein Android Autoradio dafür…

Genau… :+1:

Mach erst mal eine Bestands- und Bedarfsaufnahme. Kühlschrank ist hoffentlich ein Kompressor und kein Absorber. Wieviel Solar paßt aufs Dach?

Kommt er wirklich ohne 230V System aus? Also kein Kaffeeautomat, keine Heißluftfriteuse, kein Fön usw. Wie wir geheizt?

Eben deshalb :robot:

Ich werde ihn mal ausfragen bevor ich hier weiter rumnerve …