Wie unterscheide ich die Akkulade-Energie von der direkt eingespeisten Energie?

Je 4 Solarzellen 2s2p speisen 2 Victron SmartSolar 150/45. Diese sind an einen Akkublock aus 2 parallelgeschalteten Pytes E-Box 48100 angeschlossen. An diesem Akkublock hängen auch 4 Hoymiles HM400 Inverter, die ins Haus einspeisen.
Die beiden Pytes BMS-sind per CAN verbunden und hängen per CAN an einem Victron Cerbo MK II. Die beiden SmartSolar ebenfalls, jedoch über VI.direct. Die Hoymiles werden über eine OpenDTUonBattery Nulleinspeisegeregelt. Die DTU nutzt dazu die Meßwerte eines Shelly 3EMpro, der seine Werte per MQTT liefert. Die DTU sendet alle Werte ebenfalls per MQTT an Home Assistant. Der CERBO liefert per node red die Werte beider SmartSolar Charger sowie des Pytes Akkublocks an Home Assistant. Home Assistant bekommt die Werte über die Victron MQTT Integration.

im Solarbetriebsmodus laden die beiden MPPT Charger den Akku, der gleichzeitig von den Invertern in dem Maße entladen wird, wie für die Nulleinspeisung zur Bedarfsdeckung gerade benötigt wird. Ist der Akku voll bzw. hat den eingestellten SoC für EoC erreicht, wird weiterhin verfügbare PV-Leistung der Charger von den Invertern genutzt und der Akku hält seinen SoC, sofern die PV-Leistung größer ist, als der Verbrauch für die Nulleinspeisung. In diesem Fall geht die von den Invertern zur Nulleinspeisung benötigte Bedarf direkt ins Haus. Bei aktiviertem Solar-Pass-Through geht die vorhandene PV-Leistung bis zum Limit der Inverter-Gesamtleisung ins Haus und führt zum teilweisen Netzexport. Sinkt die PV-Leistung zum Tagesende ab, decken die MPPT-Charger nur noch einen Teil des Nulleinspeisebedarfs, der Rest kommt aus dem Akku. Sinkt dessn SoC ab, wird ein Teil der PV-Leistung aus den MPPT-Chargern wieder zum Akku-Laden verwendet.

Frage 1
Kann mir bitte Einer erklären: aus welchen Entities der Victron-Integration ersehe ich in Home Assistant die Leistungsanteil zur Akkuladung bzw. zur Inverter-Direktversorgung bzw. der Akkuentladung und Inverter-Driektversorgung?

Frage 2
wie kann die die Inverterdaten im Cerbo verfügbar machen, sodaß ich sie letztendlich auch im VRM-Portal sehen kann?

Frage 3 (Pytes-spezifisch)
ich sehe praktisch nur einen SoC-Wert, einen SoH-Wert, aber die müssen und können doch nicht auf Dauer identisch sein?

Die DiY-Anlage mit 3,6 kWp läuft trotz meiner Unfähigkeit, obige Fragen zu klären prima und die MPPTs scheinen sich mit den Pytes BMS ausreichend gut zu verständigen - keine Tiefentladung, inzwischen läuft der Arbeitsyklus zwischen 15% und 95% stabil und die Nulleinspeisung funktioniert auch sehr gut.

Gute Nacht für heute!

Verwende die Victron-Integration nicht, somit kann ich da nicht weiterhelfen. Aber, da die Inverter nicht von Victron sind, kann der Cerbo auch keine Leistungsdaten darüber bereitstellen. Daten zum Akku sind aber auf dem Cerbo, somit wohl auch in der HA-Integration verfügbar.

Nur indirekt, weil wie gesagt die Inverter nicht Victron sind. Evtl. bietet die HA-Integration die möglichkeit Daten von HA zum Cerbo zu schicken. Wenn nicht würde ich persönlich MQTT verwenden um die Daten an den Cerbo zu senden. Damit in NodeRed auf dem Cerbo die Daten als ein VirtualDevice dem Victron System als Inverter zuführen.

Grundsätzlich könntest du danach, da ja jetzt Inverterdaten verfügbar sind, die entsprechenden Berechnungen machen für Frage 1

Was ist damit genau gemeint? Bewegen sich SOC und SOH zusammen hoch und runter? Das wär nicht normal. SOC ist der Ladezustand, SOH ist ein Zustandswert, welcher mit dem alter der Batterie abnimmt. SOC geht rauf und runter mit dem Ladezustand der Batterie, SOH sollte erst nach einer gewissen Zeit z.B. von 100 auf 99% herumtergehen

Da Du alle Daten bereits im HA mqtt server vorliegen hast, wie Du schreibst, kannst Du Dir die fehlenden Werte mit HA mqtt Sensoren selbst erstellen. Ggf. musst Du aus diesen Sensoren dann noch Helper bauen, um Deine gesuchten Leistungs-/Energiedaten zu erhalten.

Ok - bin dabei, das komplett umzusetzen - Danke!

ok - bin dabei, sämtliche Daten von allen Quellen als Sensorwerte aus MQTT-Daten vom HA-Broker aufzubereiten. Die Inverterdaten kann ich nun auf dem Cerbo mit node red sehen und verarbeiten - konnte ein Dashboard dazu erstellen - und HURRA: sogar auf dem VRM-Portal zugreifen:

Damit bin ich schon mal ein ordentliches Stück weiter!!!

Die Sache mit der Definition von Virtual Devices habe ich noch nicht durchblickt.

Die Problematic “Pytes”: damit woltte ich zum Ausdruck bringen, daß die beiden parallel geschalteten Pytes Akkus Cerbo-seitig quasi nur als ein Block auftreten mit Gesamt Soc und auch nur einem SoH Wert. Klar ist, daß Letzterer im Zusammenhang mit der Degradation langsam sinken müßte - ist aber seit 2 Jahren immer noch 100%. Die Akkus haben einen Altersunterschied von ca 8 Monaten, sollten also vermutlich in 1-3 Jahren mal unterschiedliche SoH-Werte zeigen, die ich jedoch im Cerbo nicht sehe. D. h. der Volle Zugriff auf die BMS Informationen BEIDER Akkus scheint auf dem Cerbo SO nicht gegeben zu sein. Muß ich denn tatsächlich noch einen seriellen Konsolenzugriff unter HA einrichten, um die Infos zu bekommen?

Hat Niemand eine ähnliche Konstellation am Start?

Danke und ein schönes WE …

Das Pytes BMS, und auch die anderen, lieferen nur den Status des GESAMTEN Stacks. Ist so per Definition.

Die Daten der einzelnen Pytes Batterieren im Stack kann man mit dem Pytes WLAN Stick (oder über den direkten Weg mittels Consolen Kabel; unpraktisch) abrufen.

Ich habe aber auch trotz intensiver Suche noch nix gefunden, um die detaillierten Daten, die über die Solarman App aus einer Cloud abgerufen werden, per API o.ä. zu bekommen. ABER, es gibt wenigstens im gx device die Werte Cell Min/Max Voltage und Temp. und ID dazu. Daraus kann man schon so einiges ablesen.

Haben die beiden Batterien den gleichen Firmwarestand?

sorry - späte Reaktion … ja - das hatte vor der Parallelschaltung alles gecheckt und upgedated (FW-Stand ca 2 Jahre alt).