Ich habe vor zwei Jahren eine kleine Victron Anlage mit 3 Multiplus II 3000 gebaut die mit zwei Pytes E-Box 48100r ausgestattet war. (Die Anlage lief auch einwandfrei) Letztes Jahr hatte sich der Kunde zum Ende des Jahres hin entschieden seinen Akku um ein Modul zu Erweitern. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und haben dem Kunden einen weiteren Akku montiert und An gestöpselt. Wir konnten zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Jahreszeit keine großartige Funktionskontrolle machen. Jetzt ist dem Kunden aufgefallen das sich die Anlage Merkwürdig Verhält. Sie ist als Nulleinspeisung konfiguriert mit einem Netz Sollwert von +100W.
Man sieht im Bild schön, das die Anlage den Akku zu 100% geladen hat aber keine Leistung daraus abruft obwohl Kapazität zu Verfügung stehen würde.
Das ganze dauert eine weile (bestimmt 30minuten) und dann fängt die Anlage langsam an Leistung aus dem Akku abzurufen.
Vor der Akku Nachrüstung hat die Anlage die 100W sehr Stabil gehalten.
Auch ist mir Aufgefallen das im Cerbo unter Geräte/Pytes Battery/Details nur 298Ah anstatt der verbauten 300Ah angezeigt werden. Meine Vermutung ist fast das Ich ein Problem mit den Software Ständen des Batterie Systems habe. Kann das der Fall sein? Hatte schon jemand einen vergleichbaren Fall der sich so ausgewirkt hat?
Die Anlage ist Insgesamt auf aktuellem Softwarestand.
Als Netzzähler ist der VM-3P75VT Verbaut, Laderegler sind ein SmartSolar MPPT VE.Can 250/70 rev2 und ein SmartSolar Charger MPPT 250/60 rev2.
Wir haben auch Vergleichbare Anlagen in Ähnlicher Konstellation laufen, aber da wurden keine Akkus Nachgerüstet. Daher ist das gerade meine einzige Vermutung. Ich Versuche in den nächsten Tagen mal einen Serviceeinsatz beim Kunden einzuplanen und die Softwarestände der Akkus auszulesen.
Tipps sind sehr Wilkommen
Beste Grüße aus dem Kreis Marburg Biedenkopf
Andreas
Zumindest bei Pylontech gilt: immer der neuste wird Master. Ich vermute das die Firmware abwärtskompatibel getestet wird also die Masterfirmware mit Älteren umgehen kann aber nicht unbedingt andersherum.
Aber so wie sich das von Dir anhört weißt Du das vermutlich.
Hi, ja das Konzept by Pylontech ist mir bekannt. Mit denen habe Ich solche Probleme auch bei Nachrüstungen noch nicht gehabt. Der DCL verhält sich Unauffällig, der steht unverändert auf 150A wenn das Problem auftritt.
Und der Multi steht auf externe Steuerung geht nicht auf Durchleiten?
Die üblichen Fragen sind vermutlich noch: ESS Assistent alle installiert? Keine Alarme Warnungen Meldungen, an den Einstellungen wurde nichts geändert, Dipschalter an der Batterie korrekt, Steuerndes BMS-Pytes, Batteriewächter, Netzsollwert kontrolliert (vielleicht zum Laden genutzt).
Ja, das sind genau die Punkte die ich mir auch alle schon angeschaut habe.
Sieht alles gut aus. Der ESS Assistent hatte nach einem Update ein * und Musste aktualisiert werden, das ging aber Online übers VRM…
Ansonsten passt alles. Jetzt gerade Funktioniert es auch einwandfrei. Das Verhalten tritt nur auf wenn die Batterie gerade Ihre 100% Erreicht hat und über die MPPT´s nicht genug Leistung reinkommt um den Bedarf auf den Netzsollwert zu decken. Dauert so 30min/1h dann läuft das Plötzlich wieder.
Ich finde die CVL ungewöhnlich, das habe Ich bei anderen Pytes Batterien auch schon so gesehen. Baue meistens mit Pylontech und da kenne Ich das anders…
Schau mal im Pytes Forum! Das ist dort häufig Thema.
Es gibt (seltene) Konstellationen wo mit unterschiedlicher Firmware gearbeitet werden kann, aber die Standardaussage ist immer: Gleicher Firmwarestand im gesamten Stack
Wenn mit unterschiedlicher FW gearbeitet werden kann, dann soll die Batterie mit der neuesten FW der Master sein.
Ich würde aber grundsätzlich NUR mit gleicher FW auf allen Batterien im Stack arbeiten!!!
Was die einzelnen Batterien im Detail gerade machen, sieht man sehr gut wenn man:
den PYTES WLAN Stick (~30€) benutzt (Cloud basierte Daten, sehr bequem )
mit angeschlossem PYTES FTDI Kabel (~30€) vor dem Batterie Stack sitzt (Dazu braucht man aber eine Windows Maschine u. den PYTES Batt.manager BMSQt2.7, eine QT Applikation) oder
mit einem consolen Kabel mit PL2303 chip (~5€) und minicom (alles unter linux , damit geht auch das Einspielen der FW schön, finde ich…)
Die Anforderung an die Batterien kommt aber von den MPs (Absenken der DC Spannung) und das scheint in Deinem Fall gerade nicht zu passieren. Die Batterien zeigen ja IDLE, sprich die MPs “fordern” nix.
Meine Erfahrung mit meinen vier Pytes V5 zeigt mir auch, dass mit den unterscheidlichen FW Ständen durchaus deutlich spürbar geänderte Ladeverhalten, Spannungen u. Ströme auftreten.
Was passiert wenn bei SOC ~100 die MPPTs kurzzeitig heruntergefahren werden? Springt die Batterie dann SOFORT an?
Dann läge es an der ESS Steuerung im Zusammenspiel mit den MPPTs.
… lies auch mal da kurz rein. Solange die Spannung im DC Bus über der “SOC100-Spannung” der Batterie liegt, wird die Batterie immer IDLE bleiben.
Ich habe den Fehler eben gerade gefunden.
Im Cerbo stand die Netzstrombegrenzung auf dem kleinsten Wert (3A). Dem Wert hatte Ich überhaupt keine Beachtung geschenkt .