Verständnisfragen DESS Lade- Entladeverhalten und unerklärliche Netzeinspeisung

Ich kann dir nicht sagen welche Einstellungen für deine Pylontechs richtig sind. Was ich dir sagen kann ist, das auch die Pylontechs im oberen Soc Bereich keine 0,5 C an Ladeleistung mehr haben. Jedenfalls nicht ohne irgendwelche anderen Parameter zu überschreiten

Zurück zu meiner eigentlichen Frage.
Von gestern auf heute ein Pardebeispiel dass “DESS” aktuell scheinbar nicht zu gebrauchen ist:




Hat sich die Regellogik von Victron wieder in’s Nirvana verabschiedet?

Müssen die Verbrauchsprognosen zurück gesetzt werden (Datenerfassung seit November)?

Zumindest hat die jetzt eingerichtete Alarmmeldung angeschlagen, dass nicht geladen wird
grafik

Geh mal im DESS auf morgen bzw Tag danach. Victron versucht sich momentan an der nächsten Stufe. Sie versuchte den Preis zu prognostizieren. Dein System geht am Montag von hohen Preisen aus und hat im Endeffekt schon für Montag vorgeladen

Deine Theorie ist richtig

Aber nochmal zu dem Problem meiner Anlage:
Warum lädt es nicht?

Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass meine Geräte nicht auf die VRM Befehle reagieren sondern eher sogar VRM den Cerbo blockiert
Begründung:
Nachdem ich gestern am VRM DESS deaktiviert habe wirkte die die Einspeisebegrenzung, es regelte auf “Sollwert Netz” entlud bis “min. SOC”

Wo ist denn dein Solarertrag? Jetzt sehe ich es überhaupt erst? Du schreibst immer vom DESS, du hast ein völlig anderes Problem, dein Solareertrag wird nicht erkannt und erfasst. Wie soll dein System etwas in den Akkuladen bzw den Ertrag berücksichtigen wenn es davon nichts weiß?

Das hat nichts mit dem DESS zu tun, wovon du immer schreibst. Erstmal musst du es hinbekommen deine Hoymilles einzubinden, vorher brauchen wir über DESS gar nicht sprechen. Das sind 2 völlig unterschiedliche Probleme, beim DESS kann ich dir helfen. Bei der ganzen shelly Bastelei leider nicht

Die Energiemessung läuft über den VM3P und die Shelly Spielerei habe nicht adhoc eingebunden bekommen. Die Regelung ohne DESS klappt.
Was spielen die Shellys für eine Rolle, wenn ich seit gestern Abend wieder auf DESS gestellt habe und der Cerbo sämtliche Reaktionen einstellt sobald er auf SoC min ist? Außerdem ist der zu erwartende Solarertrag von gestern Abend bis morgen nahe 0)
Das geht sogar noch weiter: Vor ein paar Tagen habe ich das System maximal ignoriert und nach 3 Tagen ist der SoC sogar unter min gesunken durch die Ladeverluste. Die Anlage hat das nicht interessiert - bis ich sie durch einen Reboot aufgeweckt habe.

Deine Shelky Spielerei scheint aber nicht zu funktionieren. Löse doch bitte erstmal ein Problem und dann das nächste. Ich kann an deinen Bildern nirgendwo sehen wo überhaupt eine PV Produktion erkannt wird. Momentan laufen deine Mikrowechselrichter soweit ich es sehe als seperates Balkonkraftwerk. Sie reduzieren deinen Netzverbrauch mehr nicht. Stell das DESS ab und kümmere dich erstmal das die Grundlagen funktionieren.

Oder kannst du irgendwo sehen das die PV Produktion vom DESS erkannt wird?

Das lässt sich leicht beantworten:
Bis vor einer Woche waren die beiden Balkonkraftwerke über 3 Wochen schneebedeckt und somit quasi “nicht existent”.
Das Regelverhalten mit geplanter Ladung / Entladung und das “einschlafen” der Regelung exact gleich.

Wie erwähnt ich bin weder mit Microwechselrichtern noch mit shell befasst. Du musst irgendwo es schaffen das die Produktion der Mikrowechselrichter im VRM erfasst wird. Das heißt der Strom der von den Mikrowechselrichtern kommt muss irgendwie erfasst werden. Ich würde dafür einen von Victron unterstützten Zähler verwenden. Wie heißen die Dinger? ET 112 oder so. Ob du das über shell oder Nodered auch kannst und wie müssen dir andere erklären.

Meine Anlage war auch eingeschlafen und ist dann wieder erwacht. Das gab einige Fehlkalkulationen bei der Prognose aber nach 2-3 Tagen hatte sich das wieder eingependelt. War auch ein extremer Übergang von Schnee auf pralle Sonne. Aber völlig ohne zurück setzen irgendwelcher Prognosen. Anbei bemerkt nach dem Rücksetzen müsstest du theoretisch wieder die 28 Tage warten damit sich die Prognosen einpendeln. Jedenfalls aus meinem Verständniss heraus. Es ändert aber alles nichts daran das du erstmal deine Erfassung der Erzeugung erstellen musst.

Genau die gleiche Prognose zum Laden hat mich heute Vormittag auch etwas überrascht. DESS hat hier wie immer wie geplant geladen, hier funktioniert das System ebenfalls super.

Und was soll ich sagen, die Prognose von dem VRM haben sich bestätigt und Montag haben wir tatsächlich ziemlich hohe Preise, so dass ich jetzt von den günstigen Lade-Strom am heutigen Vormittag profitieren kann.

Neben einem MPPT habe ich auf dem Dachboden auch noch einen Hoymiles mit 6 Modulen laufen. Diesen habe ich über einen weiteren kompatiblen Stromzähler laufen, und dieser lässt sich wunderbar einfach in das VRM einbinden. (rechts der MPPT und links der Mikrowechselrichter)

Ich beobachte diese Form der Prognose schon einige Zeit. Gerade beim Übergang vom WE zum Montag funktioniert das richtig gut

Hi,

Du solltest schauen, dass du die Werte der BKW shellies ins Venus bekommst.

DESS richtet sich in vielen Strategien nicht nach dem Zähler, denn in dem Moment wenn das “Netz” zu einer gesteuerten Größe wird, kann es nicht zeitgleich “Sensor” sein.

Ohne deine PV-Produktion also als “PVInverter” zu kennen, wird DESS falsche Berechungen anstellen.

Auch basiert der Forecast deiner Solarproduktion darauf, dass die im System bekannten Solar Werte “stimmen”. Was nicht als AC oder DC Solar im System bekannt ist, existiert auch für das Scheduling nicht.

Das ist eine interessante Info und klingt plausibel :slight_smile:
Transparenter fände ich allerdings, wenn dann auch die konfigurierbaren Grenzwerte wie z.B. “Netzeinspeisung begrenzen” usw ausgegraut werden würden.

In Meiner “Verzweiflung” habe ich gestern die Prognosedaten zurückgesetzt und die BKW deaktiviert. Seit dem ist das System einfach im Durchleitebetrieb und macht grad nix mit dem Akku.

Kann es doch überhaupt nicht. Was sollte das System denn machen ohne jegliche Daten aus Prognose oder Solarertrag. Deswegen macht es das einzig richtige und läuft auf ESS

richtig - für die nächsten Tage habe ich auch keine Erwartungen an das System

Und solange du deine PV Produktion nicht einbindest wirst du auch darüber hinaus keine vernünftige Funktion erwarten können. Bitte nicht böse sein, für die manchmal deutlichen Worte, aber Smalltalk können wir an anderer Stelle halten

“Netzeinspeisung begrenzen” usw. funktioniert natürlich auch mit DESS, daher nicht ausgegraut.

Allerdings erfordert das per definition schonmal Steuerbare Solar-Erzeuger, entweder DC-MPPTs oder AC Inverter mit unterstützdem und konfiguriertem “Dynamic Power Limiting”.

Im Falle der (unkontrollierbaren) BKWs kann das System nichts tun, um ein konfiguriertes Einspeiselimit zu erzwingen - der Strom fließt vorbei und die Inverter können zuwinken, mehr nicht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Trifft das auch zu, wenn der Speicher nur zu 35% geladen ist und somit noch ca. 10KW “Platz” hat?

Die Antwort ist: “Es hängt davon ab”.

DESS läuft zu einem großen Teil des Tages in einer Art “überwachten ESS Modus”. In dem Fall wird ESS anhand des Netzzählers auch unbekannten Überschuss der BKWs in den Akku laden.

Nur, wenn DESS zu einer kontrollierten Lade- oder Endladestrategie wechselt, wird es für alle Rechnungen (weil das “Grid” jetzt eine “gepunishte²” Größe wird) nur die im System bekannte PV Leistung verwenden.

² d.h. DESS stellt dann unter Einrechnung von gewünschter Laderate, Verbrauch und bekanntem Solar einen Inverter-Setpoint ein - und was am Grid passiert wird nicht beachtet, das ist der “floating point” für alle deltas. Fehlen z.b. für eine gewünschte Laderate von 8000 derzeit 4000PV Leistung, werden 4000W aus dem Netz gezogen. Dem System unbekannte PV Leistung geht dann einfach so “unter”, wie sie logisch auftritt - im Beispiel der 1000W würden halt nur 3000W aus dem Netz gezogen.

Und hier hast du dann ggf. die Situation, dass DESS unter beachtung einer “no grid 2 battery restriction” eine Ladrate von z.b. 2000W wählt, weil das dann mathematisch am grid “0” wäre - aber die unbekannte ACPV jetzt für ein -1000W am Grid sorgt und eingespeist wird.