MP2-GX und Pylontech - keine Kommukation

Wir hatten für eine Baustelle 2 Systeme gebaut - je 1 x MP2-3000 und 1 x Pylontech USS-5000

Auf der Baustelle hatte dann eines der Systeme plötzlich keine Kommunikation mehr zwischen Pylontech-BMS und MP2

Wir haben es erst mal so gelassen - uns auf den errechneten Wert des MP2 verlassen, hat funktioniert

Jetzt habe ich so ein Set einem Kollegen mit gegeben - mal schauen ob sich für ihn ein Akku lohnt…

Leider auch hier - keine Kommunikation, das BMS wird nicht erkannt

Wir haben ein neues Kabel Typ A angefertigt - erfolglos

Ich weiss leider nicht was auf der “Baustelle” passiert ist, wer was wie verstellt - wir werden jetzt Komponenten quer tauschen

Evtl. ist es tatsächlich ein Hardwaredefekt am MP2 oder Pylontech

Aber bevor hier jetzt 40Kg-Akkus durch die Gegend geschleppt werden, vielleicht hat ja noch jemand den entscheidenden Tip was noch versucht werden kann?

Die Akkus ohne BMS Kommunikation zu betreiben ist der schnellste Weg diese nachhaltig zu schädigen.

Vielleicht würde die Datenrate des Can-Port verstellt?
Das muss auf 500kBit/s gestellt sein.

ich weiss - und die Datenrate passt - auch irgendwelche Versuche mit Logs usw - alles erfolglos

Evtl. wirklich ein Hardwarefehler - ich werde das System so auch nicht dauerhaft betreiben

Im Can-Monitor kommen Daten rein - aber das sind wohl nur interne Daten?

Could be a ground fault between the battery and the rest of the equipment. Whilst the BMS-GX data cable should have a ground, this is only a thin wire. Ensure the grounding of the battery casing to the DC-ve bus is good.

Schau dir mal die Felder an, da stimmt bei dir was nicht.

Oder doch mal die rund 10 Euro für das original Kabel

Dip Fix Schalter stimmen?

ja die Dip-Schalter stimmen

wie meinst da stimmt was bei den Feldern nicht?

was zeigen die beiden markierten Felder an?

Wie gesagt - erst haben beide Systeme problemlos funktioniert, dann nur noch eines der Beiden

daran liegt es sicher nicht - oder vielleicht auch doch - aber wir haben schon ganz andere Kabel in der Firma gefertigt - sowas ist durchaus machbar

Nur wenn man mal das Original Kabel versucht und der Fehler ist immer noch an, dann kann man schon mal eine Fehlerquelle ausschließen!

Guten Morgen,

Bei deinem Problem bleiben nicht so viele Möglichkeiten, die man mit systematischer Suche ausgrenzen sollte.

  1. MP GX defekt oder falsch programmiert
  2. Pylontech Akkus defekt oder falsch programmiert
  3. Kabel defekt oder falsches Pin Out. Dur brauchst Kabel Typ A

Ich würde auch mit dem selbstgebauten Kabel anfangen, erst das Pin-Out und dann den elektrischen Durchgang zu testen.

Dann würde ich das Akkus, dass sich nicht verbindet an die Anlage anschließen die läuft. Damit schließt du Kabel und MP GX aus.

In den Victron Schulungsunterlagen wird darum gebeten fertig konfektionierte Kabel zu nehmen und nicht selber gemachte.
Denke , dass es weniger ums Geld verdienen dabei geht, sondern um das Lehrgeld wegen schwer auffindbaren Fehlerbildern, die dann auf ihre Produkte zurückfallen auszuschließen.

Schau mal ob dir der Beitrag hilft, der Screenshot ist von einem anderen MP GX mit Pylontech Akkus.

Viel Erfolg

Danke für die Antwort

Ich gebe dem Kollegen Montag ein definitiv funktionierendes Kabel mit

Der Kollege hatte versuchsweise ein neues Kabel auf die Schnelle angefertigt, keine Ahnung ob er es richtig gemacht hat

Falls das nicht funktioniert - wir haben noch ein 2. identisches System rumliegen - es müssen dann halt Komponenten quer getauscht werden

Ich hatte nur gehofft, vielleicht hat hier einer einen Geheimtipp wie Pylontech Reset oder so

Vermutlich kommt ein ganz trivialer Fehler raus :wink:

Bin neugierig was du berichtest.

Bei mir hat das auch mal gezickt… ich hatte am Cerbo GX die Isolierte Schnittstelle nutzen wollen und das wollte nicht funktionieren (500Kbit/s, LV HV) alles probiert. Ich habe aus zeitgründen dann die andere Schnittstelle probiert was auf Anhieb funktioniert hat. Eine Woche später habe ich das auf die isolierte Schnittstelle umgebaut was dann auch völlig problemlos war. Weiß bis heute nicht was da los war.

Konntest du den Fehler schon weiter eingrenzen?

Wir sind neugierig was es war.

leider nicht wirklich, aber es läuft jetzt

  • Der Kollege hat das Kabel mitgebracht, mit Fluke-Netzwerktester gemessen - kein Fehler
  • ich habe ihm das Kabel aus der anderen Installation mitgegeben - funktioniert nicht
  • GX neu gebootet, nochmal am Akku 10sec den Taster gedrückt, plötzlich geht es

Wäre es meine Anlage, ich würde aus Neugierde wieder zurück tauschen, auch mal Widerstände und Spannungen messen, gar mit dem Oszi ran messen - aber in dem Fall lasse ich es erst mal so

Merkwürdig war auch - TX und RX hat als es nicht funktioniert hat immer parallel um 2 Pakete hochgezählt - durch den Abschlusswiderstand im Akku wurfen also korrekterweise die Pakete gespiegelt

Hat man den Stecker am Akku ausgesteckt gab ed nur noch TX

Sollte eigentlich bei Can-Bus nicht der Fall sein. Im Can-Bus gibt es physisch kein Rx und Tx so wie bei RS232 zum Beispiel, sondern es ist ein Differentialpaar, ein logisches Eins erzeugt gleichzeitig auf High +3.5V und auf Low +1.5V, ein logisches Null setzt beide Drähte auf +2.5V. Die Teilnehmer werden über IDs auseinender gehalten, Senden kann immer nur einer, der Rest empfängt. Ein Kurzschluss auf einem Can-Bus führt nicht dazu dass die Informationen einfach über den “Rx” wieder am selben Gerät eingelesen werden, sondern es ist dann einfach funkstille. Die Endwiderstände spiegeln in dem Sinne die Daten auch nicht

ja, war etwas vereinfacht ausgedrückt von mir

aber letztendlich sieht ein Teilnehmer schon auch seine eigenes TX-Paket auch als RX- filtert es dann halt aus, weiss das er es selber geschickt hat

Wenn jetzt aber die Abschlusswiderstände fehlen / falsch sind passt halt das mit den 3,5V / 1,5V nicht, somit sieht der RX-Zeil im Treiberchip gar nichts

Ich müsste mich da aber zugegeben im Detail einlesen

Funktioniert meist trotzdem, im gewissen Rahmen. Hatte häufig mit Can-Bus zu tun, und da kam es oft vor dass bei einer Inbetriebnahme auch mal nur einer oder auch drei Endwiderstände auf dem selben Bus verbaut/geschalten waren. Ein Unterbruch mittendrin, welcher dann quasi zwei getrennte Bus (Busse?) erzeugt, mit jeweils nur einem Endwiderstand, hat aber trotzdem immernoch funktioniert für die jeweiligen Teilnehmer. Auf der physischen Seite empfinde ich Can-Bus als ziemlich robust. Mit den Protokollen darauf hatte ich aber eher weniger zu tun.

Einzig H+L vertauschen mittendrin oder ein Kurzschluss ist eine Garantie für einen Ausfall des gesamten Bus.

Kann der Fluke so was messen? Ist ja kein normales RJ 45 Kabel

das ist so ein einfacher Netzwerktester, zeigt an welcher Pin auf welchen geht

Ich hatte mit selbst gebauten Kabeln noch keine Probleme.

Der warnende Satz man möge fertig konfektionierte Kabel nehmen ist mir aber im Gedächtnis geblieben.

Und wenn es für jemand anderes ist, dann nehme ich immer fertige konfektionierte Kabel, da ich weder Zeit und Lust auf komplexe Fehlersuchen habe, zudem die Anlagen meisten noch mehrere 100km weg sind.

ich hatte ein “Musterkabel” gemacht - fertiges Cat-Kabel durchgeschnitten, Wago-Klemmen dran, hat problemlos funktioniert

Dann hatte unserer Fertigung das Musterkabel gegeben - nebst Schaltplan - so ein Hexenwerk ist so ein Kabel jetzt auch nicht