Laststrom Messungenauigkeit beim Victron Smart Shunt 1000 A

Hallo liebe Community,

ich habe mir eine neue LiFePO4 Starterbatterie 105 Ah von Bulltron inklusive den Victron Smart Shunt 1000 A einbauen lassen. Den Smart Shunt daher um den Ruhestrom meiner eingebauten Geräte: Alarmanlage, Radio, Wegfahrsperre, GPS Tracker messen zu können. Über die Victron Connect App habe ich festgestellt, dass offenbar immer ein Ruhestrom von 130 mA fliest. Wenn ich aber überprüfen wieviel Ah die Batterie während der Zeit verloren hat komme ich Rechnerisch auf 10,5 mA. Habe mit der Stromzange mal die Masseleitung überprüft. Auch hier wird ca. 10 mA Strom bei der Last gemessen. Victron gibt ja an, dass der Shunt Ströme von ±10mA messen kann. Offenbar ist das dann wohl nicht so. Wenn ihr hier irgendwelche Tips habt, wäre ich sehr dankbar dafür.

Ähhhm … meinst Du 10,5 mAh? In welchem Zeitraum?

Dazu muss Victron eigentlich noch mehr Angaben gemacht haben: in welchem Messbereich gilt das, bei welcher Temperatur?

Ausnahmslos alle Messgeräte sind ungenau. Wie groß das Ausmaß dieser Ungenauigkeit ist, hängt zum einen von der Qualität der verwendeten Bauteile ab (und damit meistens vom Kaufpreis), aber eben auch von physikalischen Randbedingungen. Ein Amperemeter, das bis 1000 A messen kann, kann ganz zwangsläufig im Bereich von mA nur äußerst ungenau messen.

Man darf, egal auf welche Weise und mit welchem Gerät, Messwertergebnisse nie für Gottes letztes Wort halten.

Hallo Tom,
vermute auch, dass der Shunt mit seinen 1000A Maximalstrom eine entsprechende Ungenauigkeit hat.
Habe mit der Stromzange 10 mA an der Batteriemasse gemessen.
Die Victron Connect App zeigt nach 8 Tagen einen Verbrauch von 2 Ah an.
Laut meiner Rechnung: 10,5 mA x 24 Stunden x 8 Tage / 1000 komme ich auf 2,016 Ah.
Das passt dann auch mit meinen gemessenen ca. 10 mA.
Die App zeigt aber einen Lasstrom von 0,13 - 0,14 A an. Das passt dann eher nicht.
Nullstromkalibrierung ist laut meinem Einbaupartner schon seitens Victron ab Werk durchgeführt worden und bei dem Einbau hätten sie dass auch gemacht.
Muss wohl eher mit der Ungenauigkeit leben. Danke für deine Rückmeldung.

Da kann man kalibrieren, so viel man will, und es wird nie besser. Bei einem Messbereich von 0 bis 1000 A muss man an den Rändern zwingend mit erheblicher Ungenauigkeit rechnen.

1000 A = 50 millivolt mess spannung.

1 A = ist nur 50 microvolt…

0.01 A ist extrem gering: 0.5 micro volt, die spannung einer UKW antenne ist mehr, und kann mit einem Victron Shunt nich mehr gemessen werden.

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Hatte ich mir schon gedacht. Ich war nur etwas irritiert, da der Shunt eine Last von 0,13 - 0,14 A in der Victron App anzeigt. Da meine vorherige AGM Batterie jeden Tag im Durchschnitt 0,05 Volt an Kapazität verloren hat glaubte ich, dass ich ein oder mehrere stille Verbraucher habe die mit einem Ruhestrom von 0,13 - 0,14 A über die Zeit meine Batterie leer saugen. Dem ist wohl nicht so, da meine Stromzange ca 0,01 A gemessen hatte und auch die neue Starterbatterie über jetzt 2 Wochen recht stabil die Spannung hält. In den 2 Wochen hat diese lediglich 2 Ah verloren. Das widerlegt eine Last von 0,13 A. Man soll halt nicht alles glauben was die Geräte so anzeigen. Besser in solchen Fällen nachmessen, wenn man das denn kann. Wie viele andere Womo Besitzer bin ich ja technischer Laie. :thinking:

jetzt rechne mal wieviel die paar mA von den max 1000A sind

so genau kann kein Shunt sein.

Die Genauigkeit einer Stromzange bei so einem kleinen Strom würde ich aber auch stark anzweifeln.

Das einfachste/genaueste wäre es gewesen mit einem klassischen Amperemeter in Reihe den Strom zu messen.
Mit dem Wert hattest du dann auch eine Hochrechnung machen können und hättest dir den Einbau des Shunts gespart.

Wie alt war denn die vorherige Batterie? Vielleicht war diese einfach altersbedingt bald am Ende?

Ja, du hast recht. Die AGM Batterie wurde durch den täglichen Spannungsverlust von mir einmal zu viel auf 7 Volt tiefenentladen. Leider habe ich das zu spät gemerkt. Hatte ja wie gesagt einen zu hohen Ruhestrom in Verdacht. War aber offenbar die Batterie. Die hatte ich mit einem Ladegerät zwar direkt im Anschluss wieder komplett aufgeladen, danach kam es aber zu dem schleichenden Spannungsverlust. Die Batterie hatte dann nach meiner Messung nur noch einen SOH Wert von 28%. Vermutlich war sie vor meiner Aktion schon mal beim Händler tiefenentladen worden. Schade, nach gerade mal 1,5 Jahren …

Den Shunt habe ich auch als Batteriemonitor im Einsatz um die Starterbatterie zu überwachen, da diese keine Bluetooth zur Überwachung hat. Ist natürlich eine Spielerei meinerseits. :blush:

Hallo Matthias, ich habe mir noch mal angeschaut wie der Smart Shunt angeschlossen worden ist. Systemminus des Shunts hat die Werkstatt direkt an die Karosse angeschlossen. An Batterie Minus wurden die Lasten sowie der Minuspol der Batterie angeschlossen. Habe mir mal die Dokumentation zum Victron Shunt angezeigt. Da wird eigentlich beschrieben, dass die Lasten direkt an dem Systemminus Anschluss angeschlossen werden. An Batterieminus wird dann eigentlich nur eine Verbindung zum Minuspol der Batterie angeschlossen. Dann vermutlich wird der Minuspol der Batterie auch noch an die Karosse angeschlossen. Wurde der Shunt evtl. falsch angeschlossen?