heute hat mir ein elektriker erzaehlt, dass die abrechnung fuer jede phase getrennt erfolgen soll, sobald die smartmeter installiert sind. ab wann das genau erfolgen soll, wusste er aber auch nicht oder ob das erst gilt, wenn alle einen smartmeter haben oder bei besitzern mit smartmetern damit bereits frueher begonnen wird.
auch fuer hoehere leistungen soll man dann zusaetzlich bezahlen!
hat von euch auch schon mal jemand davon gehoert, dass sowas geplant ist?
Ich habe davon bisher nichts gehört…. Eigentlich entscheidet ja auch der Netzbetreiber bei der Netzverträglichkeitsprüfung auf welcher Phase einphasig eingespeist werden soll, das Netz wird mMn dadurch nicht entlastet.
Aber möglich ist alles. Wenigsten kann das ein 3 phasiges Victron System ohne weiteres.
Habe davon auch noch nix gehört, wüsste auch nicht, was das bringen soll.
Das nicht alle 1-phasigen Anlagen auf der gleichen Phase hängen, dafür sollte der Netzbetreiber sorgen, indem er zum einen beim Trafo die Phasen ab und zu mal dreht und zum anderen kann der Netzbetreiber bei der Anmeldung der Anlage ja auch vorgeben, auf welcher Phase diese angeschlossen werden soll.
Größere Erzeuger bzw. Verbraucher sind sowieso 3-phasig und belasten das Netz somit gleichmäßig.
Bei den normalen Verbrauchern im Haus, sollte der Elektriker bei der Installation der Anlage darauf achten, das nicht alle großen Verbraucher (Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler usw.) auf der gleichen Phase hängen.
Das es hier in einer Verbraucheranlage u.U. dennoch mal zu einer größeren Schieflast kommt, lässt sich ja nicht komplett vermeiden bzw. wird evtl. durch eine Schieflast auf einer andern Phase in einer anderen Anlage ausgeglichen.
Bei den kleinen Balkonanlagen ist es mehr oder weniger Zufall auf welcher Phase diese landet und auf ein größeres Gebiet gesehen, wird das vermutlich mehr oder weniger gleichmäßig sein.
Wenn es dazu kommen sollte, wollen die Netzbetreiber damit doch nur wieder ihre Versäumnisse beim Netzausbau der vergangenen Jahre vertuschen.
das vermute ich auch. wenn sie verlangen, dass alle phasen gleichmaessig belastet werden und man ansonsten extra zur kasse gebeten wird, hoert jedenfalls der spass auf. es ist definitiv unmoeglich, dafuer zu sorgen, dass alle phasen gleich belastet sind, egal wie man die verbraucher verteilt. das geht im prinzip nur durch 2 vorgehensweise:
ein victron-3-phasen-system mit eingangstrombegrenzung, so dass auf allen phasen der gleiche strom fliesst
einen eigenen trafo, der so verschaltet ist, dass er die last einer phase auf 3 phasen verteilt, allerdings geht das nicht zu 100% gleichmaessig (verhaeltnis 2:1:1) und die phasenverschiebung spielt auch noch eine rolle. allerdings koennte man die trafos anders auslegen, so dass bei cos phi von 1 auch eine gleichmaessige aufteilung erfolgt.
mehr digitalisierung im stromnetz bedeutet also nicht auch mehr gerechtigkeit und man kann damit prima diejenigen bestrafen, die dafuer sorgen, dass der netzbetreiber sein netz ausbauen muss! eine belohnung fuer die anderen wird natuerlich nicht geaehrt, denn das wuerde ja die gewinne schmaelern.
Naja, die pro-Phase zählweise ist auch weit verbreitet. Von einer geplanten Umstellung habe ich auch noch nichts gehört, aber es wäre jetzt kein Weltuntergang.
Der Gedanke dahinter ist auch nicht verkehrt, für Verbraucher ohne ESS / Erzeugersystem ändert das rein gar nichts, Verbraucher mit einem ESS können durch phasen-individuelle Regelung weiterhin einen 0-Setpoint erreichen und zeitgleich Schieflast “vom Netz” nehmen und das gleich auf Zwei Arten:
Zum Einen würde das System in einem breiten Spektrum für “echte” Nullen pro Phase sorgen,
Zum Zweiten würde man Verbraucher damit auch dazu bewegen besser auf die Schieflast zu achten: Mit der Multiphasenregulierung könnte ich (grob, 3 MP 5000) 15 kW auf einer Phase '“konsumieren”, ohne für Netzbezug zu bezahlen. Mit individueller Regelung würde es mich ab 5kW (wenn ein Multi nicht mehr reicht) Geld kosten, die Differenz aus dem Netz zu beziehen.
Aber ob es die Situation tatsächlich verbessern würde? Schwierig zu sagen, dafür sind privat-Haushalte imho viel zu unberechenbar bzgl. Ihrer großen, 1-phasigen Verbraucher.
Auch mal die positiven Seiten bedenken: Wenn ich jetzt durch z.b. 5000/-2500/-2500 bei einer saldierten 0 operiere, zahle ich “nichts”, das Netz muss aber trotzdem kräftig was transportieren. Das schlägt sich natürlich in Kosten (Netzgebühren) nieder, die dann nur auf die saldierten Bezüge umgelegt werden können.
Sehr weit gedacht könnte das also die Netzgebühren senken, da Ausbau-Bedarf verringert wird, weil weit weniger “saldierter 0 Bezug” transportiert werden müsste.
Ja, vermutlich geht es rein um “monetäre” Gedanken: Im Moment einer saldierten 0, erhalte ich ja im Grunde eine Einspeisevergütung in höhe des aktuellen Bezugspreises + Netzgebühr, während ich bei einer realen Einspeisung nur 9 cent bekäme.
es waere absolute kein problem, die trafos zum verbraucher so auszulegen, dass sie die leistung bei einem powerfaktor von 1 absolut gleichmaessig auf die 3 phasen verteilen. das problem ist nur, wenn der powerfaktor sich aendert, aendert sich auch die leistungsverteilung zwischen den phasen. aber egal wie, eine phase koennte maximal 50% der last abbekommen und die anderen dann je 25% oder eben irgendetwas zwischen 25% und 50% der gesamtlast.
ich habe zwar noch nie nachgerechnet, wie sich dieses verhaeltnis veraendert, wenn sich der powerfaktor und damit die phasenverschiebung veraendert, aber das waere immer noch besser, als das schieflast problem.
mal abgesehen davon, der trafo, der im eingang im dreieck und im ausgang als stern geschaltet ist, verteilt schon mal die leistung von einer phase auf 2 phasen. aber auch hier bestimmt der powerfaktor das verhaeltnis. wenn also mehrere trafos so hintereinander verschaltet sind, kann es im hochspannungsnetz niemals zu einer grossen schieflast kommen!
Leute lasst euch doch nicht von ich habe gehört, der Nachbar hat erzählt, weil der Postbote heute auf der anderen Straßenseite gefahren ist ………….In wildesten Spekulationen verleiten. Phasensaldierende Zähler sind in Europa eigentlich der gesetzte Standard. Oder weiß jemand einen revolutionären Grund das zu ändern?
Das eine weiß ich aber ganz gewiss. Wenn es irgendwann soweit kommen sollte…….der Dieter weiß bestimmt eine Lösung für UNS ALLE ……..via Nodered
So anstrengend Dieters Node red Faible und seine manchmal kompliziertesten Lösungsansätze sein mögen…. Er verliert nie die Fassung und bleibt fair. Also bitte nicht grundsätzlich versuchen alles was Dieter schreibt ins lächerliche zu ziehen.
So abwegig ist das nicht, und es war ja auch eine Frage in die Runde ob auch andere davon gehört haben um sich rückzuversichern.
6 x mp2 5000 darfst du parallel am netz nicht als ess betreiben, die muessen schon als 3-phasen-system konfiguriert sein und dann kannst du einstellen, dass alle phasen gleich belastet werden soll.
das geht auch problemlos, wenn man von den schwankungen absieht, die dann aber im bereich <200W liegen. das ist aber auch systemabhaengig und netzabhaengig.