ESS Frequenzregelung von WR am AC-Out

hallo,
rs485 ist keine netzverbindung, sondern eine direkte verbindung! und wlan hat immer eine latenz von mindestens 5 ms abgesehen von der reaktionsgeschwindigkeit der steuerungskomponenten!

auf jeden fall duerften netzteile, die man ueber eine spannung steuern kann, einfacher zu bekommen sein, als netzteile mit einem lan-anschluess oder einer seriellen schnittstelle.

und grenzenlos ist dein offgrid auch nicht, es ist immer noch auf die leistung der wechselrichter limitiert!

und glaub mit, wenn du 3 x mp2 5000 hast und das ganze haus dahinter, musst du aufpassen, was du alles gleichzeitig einschaltest!

tschuess

Es freut mich, dass RS485 für dich neben spannungsgeregelten Netzteilen auch eine Option ist. Jede aussichtsreiche Variante erhöht die Wahrscheinlichkeit eine BMS-Abschaltung durch das rechtzeitige Erbringen einer Zuschussleistung vom Ladegerät erfolgreich zu verhindern.

Das smarte Offgrid-System ist dank Victron Modularität super skalierbar und damit nahezu grenzenlos, wenn du dann auch noch deine skalierbaren Drehstromlader zum Laufen bringen kannst.

Ich finde die Drehstromlader eine gute Idee von dir. Netzbetreiber sind 3-phasigen Verbrauchern gegenüber besonders wohl gesonnen. Es könnte sein, dass wir mal Besuch von neugierigen Netzbetreibern bekommen. Wir als PV-Enthusiasten könnten denen unser Know-How gegen kleines oder symbolisches Entgelt weitergeben. Sie könnten bei uns erfahren, wie sie sich Zeit-, Geld- und ressourcenzehrenden Netzausbau sparen können. In einer Zeit wo es an vielem mangelt (Trafos, Fachkräfte, …) könnte das auf offene Ohren stoßen.

Jetzt aber zurück zum Ladegerät. Ich möchte wie schon erwähnt erst Mal eine Nummer kleiner mit 25 oder 50 A Ladeleistung starten. Wenn ich meine kleine Variante dank kleinerer Umsetzungsprobleme schneller zum Laufen bringe, können dir dann meine ersten Praxiserfahrungen eine Hilfe sein, um deine Starkstromvariante für induktive Drehstromgroßverbraucher zum Laufen zu bringen.

Sorry, dass ich zur Auflockerung kurz etwas abgeschweift bin.

Das ist mir schon klar, war auch gar nicht so ernst gemeint. Bitte lass uns die Diskussion auf die technische Lösung beschränken. Danke!

Da hast du dich leider ganz schön verrechnet. Ich werde ein Vermögen sparen, wenn ich schrittweise immer weniger Netzstrom beziehe und eines Tages nur noch mit meinen Nachbarn vernetzt bin :grinning_face:

hallo,
ich kann dir gerne die einfachste loesung nennen, bei der du immer einen recht konstanten strom innerhalb von sekunden bekommen kannst. aber du musst dafuer das ganze selbst zusammenbauen. ob wechselstrom oder drehstrom spielt dabei keine rolle.

was ich dir allerdings nicht nennen kann, ist die perfekte spannung fuer den trafo!

dazu brauchst du folgende teile:

  • netztrafo mit entsprechend hohem ausgangsstrom oder 3 fuer drehstrom, da darf dann der nennstrom etwas niedriger sein, da sich die leistung auf 3 trafos verteilt
  • passenden gleichrichter und im falle eines einzelnen trafos ein paar dicke elkos
  • ein paar 12V gluehbirnen oder hochlastwiderstaende mit kuehlung fuer die strombegrenzung wieviele haengt vom strom ab
  • eine einschaltstrombegrenzung zu zwischenstecker oder du kannst die auch gleich mit einbauden, dazu brauchst du einen leistungswiderstand oder eine 240V gluehbirne und ein zeitrelais (alternativ geht das aber auch mit ein paar bauteilen) das den widerstand ueberbrueckt.

wenn du das teil dann einschaltest, fliesst der strom, fuer den du das system vorgesehen hast. bei zu niedrieger spannung zwar etwas mehr, aber das macht dann nichts. einziger nachteil ist die anfallende verlustleistung. den strom kannst du ueber die anzahl der begrenzungswiderstaende und deren groesse einstellen.

anstatt der gluehbirnen oder leistungswiderstaende kann man auch eine aktive schaltung benutzen, aber der aufbau wird dann deutlich komplizierter. wie hoch die anfallende verlustleistung ist, haengt davon ab, welche spannung das netzteil hinter dem gleichrichter hat.
aber die verlustleistung duerfte fuer dich ja uninteressant sein!

anstatt den eingang zu schalten, koenntest du natuerlich auch den ausgang schalten, dann steht die leistung noch etwas schneller zur verfuegung. wenn du einen sehr guten trafo hast, am besten fuer mindestens 250V am eingang, ist die leerlaufverlustleistung auch nicht so hoch!

ich koennte das problemlos mit meinem regeltrafo testen. aber du kannst es auch ausrechnen:
Udc = Uac * 1,41 - 1,5V (gleichrichter spannungsverlust)
Uac ist die ausgangsspannung des trafos!

tschuess

hallo,
vergiss es! im winter wirst du immer strom kaufen muessen und wenn es nur zum betrieb der waermepumpe oder der split-klima-anlage ist oder du bleibst zum heizen beim gas. ich habe meinen anschluss jedenfalls gekuendigt und werde die gasheizung abbauen, sobald ich zeit und lust dazu habe!

ich habe aktuell uber 70 kWp module und musste trotzdem noch ca. 3200 kWh im winter dazukaufen! mehr als ca. 20 kWh pro tag im durchschnitt bekomme ich da nicht und das koennen auch schon mal ueber laengere zeit auch weniger als 10 kWh sein! und das ganze system braucht auch energie zum laufen. da bleibt dann nicht mehr viel zum verbrauchen uebrig. ausser du sorgst dafuer, dass der winter absolut wolkenfrei ist!

tschuess

Danke für deine Mühe und deine einfachste Lösung.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich bin vielleicht etwas ängstlich veranlagt, insbesondere bei Dingen mit denen ich mich noch nicht so tiefgehend beschäftigt habe. Ich sehe etwas die Gefahr, dass ich mich mit eigenen Basteleien mit Glühbirnen und Hochlastwiderständen auf ein brandgefährliches Territorium begebe.

Ich würde jetzt dafür plädieren, erst Mal abzuwarten, ob Matthias noch etwas zur (Un-)Genauigkeit im Datenblatt des 24 Volt Ladegeräts sagen kann.

Wenn ich das richtig gelesen habe, wäre es funktionsmäßig genau das, was wir bräuchten, bei uns eben “nur” für 48 V und gängige BMS. Das Upgrade auf 48 V wäre bestimmt keine große Sache. Ich vermute, die gängigen BMS sind eine recht große Herausforderung. Gern würde ich Victron auch meine Hilfe bei der Umsetzung anbieten.

Vorher wäre es natürlich gut zu erfahren, ob mit dem 24 Volt Ladegerät genau das erreicht werden kann, was wir mit 48 Volt erreichen wollen. Das wäre schon mal der Beweis, dass Victron über das KnowHow für die technische Lösung verfügt, wenn auch vorerst nur mit VE.Can und noch nicht über VE.Bus (für die gängigen BMS).

Im Idealfall erteilt Victron grünes Licht zum 48 V Upgrade. Die Umsetzung ist in den Händen von Fachleuten mit entsprechenden Referenzen und wir brauchen nur noch kaufen. Die nötigen Euronen stehen durch die gesparte Akku-Kapazität im Überfluss zur Verfügung.

Wenn das 48 V Ladegerät auf den Markt kommt, wäre das ein Grund zur Freude und es kann die nächste Herausforderung angegangen werden.

Es gibt viele interessante Betätigungsfelder und ich sage erst das etwas nicht geht, wenn ich mich längere Zeit damit beschäftigt habe und keinen Silberstreif am Horizont sehe. Aktuell sehe ich genügend Silberstreife. Ich möchte mich nur auf eine Sache konzentrieren, um mich nicht zu verzetteln.