bei mir, mit hohen Lasten (2x WP und 2x BEV und 5-Platten Induktionskochfeld), machte der Wechsel vom EM24 zum EM540 etwa 1-1,5kWh pro Tag “verbesserter Netzbezug” aus.
Wir kochen allerdings nicht sooo of zuhause.
Am Ende des Tages ist die Höhe der “technischen Verluste”, verursacht durch den Regelkreis entscheidend.
Ich kann nun mit 0,1kWh/Tag (Sommer) bis 0,35kWh/Tag (Winter) gut leben.
Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Wie hast Du das denn gemessen?
Tatsache ist, dass Du unerwünschten NetzBEZUG infolge Regelverzögerungen nur mit extrem hohem Aufwand messen kannst. Unerwünschte Netzeinspeisung hingegen kann man sehr leicht messen. Wie hoch sind denn die Werte für unerwünschte Netzeinspeisung bei Dir in den letzten sonnenarmen Monaten gewesen?
Der Elefant im Raum ist der MP2 selbst. Der verursacht schätzungsweise 90% der Regelverluste. Alles andere ist dagegen absolut marginal.
…die Werte bekommst Du doch jeden Tag aus dem VRM…zusätzlich bekomme ich über mqtt die “Rohdaten” und speicher parallel mit.
Es gab ein VenusOS-Update bei dem die Regelschleife auch für den EM24 beschleunigt wurde.
Hier sah man schon deutliche Verbesserungen…dieses Update wurde später wieder zurückgezogen, weshalb ich auf den EM540 gewechselt habe.
Das VRM liefert diese Daten doch gar nicht, und es unterliegt genau der gleichen Verzögerung. Und “Rohdaten” kannst Du nur mit extrem hohem Aufwand erheben. Du kannst gar nicht wissen, wie hoch der unerwünschte Netzbezug wg Regelverzögerungen ist.
Nochmals, denn das ist IMO die einzige Möglichkeit, hierzu vertrauensvolle Daten zu bekommen: Wie hoch war Deine Netzeinspeisung während der Wintermonate, in denen Dein Akku niemals 100% SOC erreicht hat, und niemals mehr PV-Leistung gegeben war, als Dein System in Ladeleistung umsetzen konnte?
Das ist der Wert für die Folgen der Regelverzögerung bei der Netzeinspeisung, und symmetrisch genau so hoch dürfte der von uns nicht ermittelbare Wert des unerwünschten Netzbezugs sein.
Bei mir liegt der Wert zwischen 0 und 1 kWh pro Monat, wovon der allergrößte Teil auf den MP2 zurück geht. Wie sind die Werte bei Dir?
…das ist doch viel zu komplex.
es ist vereinfacht genau anders herum.
In Phasen wo stets PV-Überschuss vorhanden ist, die Batterie stets ausreichend gefüllt ist und der Grid-Setpoint mit 0W definiert ist, ist jeder Netzbezug unerwünscht…das betrifft bei mir quasi den Bereich Mitte-März bis Mitte Oktober.
Mit EM24 und Standard-Regelgeschwindigkeit im VenusOS kam immer 1-2kWh/Tag an Netzbezug zustande.
Mit EM24 und beschleunigtem Regelkreis, als auch mit EM540, kommen 0,1-0,7kWh/Tag - im Mittel etwa 1kWh/Tag weniger heraus…ergo ist der EM540 von Vorteil und macht sich nach ca. 2 Jahren bezahlt (bei 35ct/kWh - damals).
Das ist (m)eine einfach Rechnung.
Naja, unerünscht ist jeder Netzbezug, aber wenn Deine Last im Haus höher ist als die maximale leistung Deines Wechelrichters, dann ist der Netzbezug unvermeidlich. Und weil Du das nicht messen kannst, ohne an jeden einzelnen Verbraucher ein Messgerät anzuschließen, und für jedes einzelne Messgerät die Kommunikationsverzögerung zu messen, ist das ohne Aussage.
Genau deshalb ist die Messung der hier diskutierten unerwünschten Netzeinspeisung im Winter so einfach: Du kannst den Wert ganz einfach am Zweirichtungszähler Deines VNB ablesen.
Nochmals: Unerwünschten Netzbezug kannst Du mit vertretbarem Aufwand nicht messen. Deine Aussage von 1 bis 2 kWh Netzbezug ist irrelevant. Sag’ doch einfach, welche Netzeinspeisung Du in den Wintermonaten hattest.
sorry, wir reden hier wohl von Äpfeln und Birnen.
Den Netzbezug während der Wintermonate pauschal als unerwünscht zu bezeichenn, macht nur Sinn, wenn Du auf 100% Autarkie aus bist.
Wenn ich aber schon weiss, dass meine PV dafür viel zu klein ist, macht es Sinn die dynamischen Aspekte der Ausregelung zu betrachten. Wir sind hier beim Induktionskochfeld gestartet - was bei mir auch mit nem EM24 keine Regelproblem verursacht und auf die Taktung der Ablesung des Grid-Setpoint gekommen.
Für mich machen EM24 und EM540 einen Unterschied, den ich auch an einzeln gemessenen grossen Lasten sehe. Für knapp 75% des Jahres habe ich genug PV und/oder Batterie-Ladung um den gewünschen Grid-Setpoint theoretisch zu halten…der Regelkreis bekommt das - je nach Abtastrate des Grid-Meter - besser oder schlechter hin.
Das ist meine Beobachtung.
Sorry aber Du liest nicht richtig. Ich rede nicht von NetzBEZUG, sondern von NetzEINSPEISUNG!
Wenn im Winter Dein Akku nie voll wird, und wenn die PV-Leistung in dieser Zeit niemals höher ist als das, was Dein System an Ladeleistung umsetzen kann, dann muss zwingender Logik folgend jede Netzeinspeisung alleine durch Regelverzögerungen verursacht werden. Bei perfekter Regelung könnte es in diesen Zeiten ja keine Einspeisung geben, oder?
Du kannst dann also ganz einfach am Zweirichtungszähler Deines VNB ablesen, welche Folgen die Regelverzögerungen haben. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Ja, macht für mich keinen Sinn.
…schau mal, hier die Daten vom 01.11.24 bis 31.01.25:
Die VNB-Zähler sind die Werte oben (Z1, Z2, Z1-Z2 in rot Obis 1.8.0) und Netzeinspeisung (grün, Z1 2.8.0)
was sagt dir das?
Dass Du in diesen 3 Monaten 52,95 kWh Netzeinspeisung hattest, die, weil Dein Akku nie voll wurde, wohl auf Regelverzögerungen zurück zu führen sind.
Dein Stromverbrauch ist vier mal so hoch wie meiner, und Deine Anlage ist offenbar auch genau 4 mal so groß wie meine. Warum Du bezogen auf die Leistung und Verbrauch aber 6,6 mal so hohe Regelverluste hast wie ich, kann ich Dir nicht sagen.
Ich hatte vom 1.11. bis 31.1. einen Stromverbrauch von nur 0,827 MWh, eine Solarerzeugung von 0,129 MWh, und mein Akku-SOC bewegte sich in dieser Zeit nur zwischen 50 (Mindest-SOC-Einstellung) und 70%. Einspeisung hatte ich in dieser Zeit nur 2 kWh.
Bei vierfach höherem Verbrauch wäre bei Dir eine Netzeinspeisung von nur ca 8 kWh zu erwarten, warum hast Du 52,95 kWh?
hallo,
es kann zwar sein, dass du den netzbezug durch die regelverzoegerung nicht messen kannst, da der zaehler des versorgers hier das mass der dinge ist, aber ob du eine unerwuenschte einspeisung und bezug hast, kannst du sehr wohl feststellen.
wenn deine einspeisung hoeher ist, als dein bezug oder umgekehrt, abhanegig von der jahreszeit, kannst du auf jeden fall davon ausgehen, dass du den teil, den du kaufen musstest, zuviel eingespeist hast, ausser dein system ist nicht in der lage, alle lasten gleichzeitig komplett zu versorgen! die wechselrichterleistung also nicht ausreichend ist!
solange der bezug/einspeisung nicht durch eine hohe spitzenleistung erfolgt ist, kann man mit dem netzsollwert gegensteuern, sofern pv und akku das hergeben und den unerwuenschten bezug entsprechend reduzieren. in umgekehrter richtung mit der einspeisung ist es einfacher, da hat man sowieso immer einen bezug.
aber man muss immer den zaehler des anbieters fuer die auswertung benutzen!
tschuess
…schau mal unten im Bild die horzontalen Balken für die Battrerie.
Hier wurden im Zeitraum auch 562kWh vom Netz in die Batterie gepumpt (Tibber dyn. Tarif lässt grüssen)…und die Batterie wurde etwa 18x zu 100% voll.
10% “Versatz” als Netzeinspeisung sind verschmerzbar, wenn ich die anderen 90% jetzt zu >25% günstiger einkaufen kann (Verluste eingerechnet).
Die Autos werden im Winter immer zum WP-/Wärmetarif aus dem Netz beladen, da es sinnfrei ist eine Batterie aus ner Batterie zu laden.
…hier mal, in einem anderen Forum meine Aufzeichnung für die grosse Wärmepumpe.
Jeweils mit EM24 (normale Regel-loop), EM24 (schnelle, beta-Regel-loop) und EM540 (schnelle Regel-Loop) → Victron EM24 Ethernet oder EM540 ?
Moin!
Ich habe wo anders gelesen, dass der EM24 1600 Abtastungen und der EM340 hat 4096 Abtastungen pro Sekunde durchführt. Wieviel sind es den beim EM540?
Und was ist mit diesen Werten wirklich gemeint, wenn die Daten eh nur mit 10 Hz an den Cebro übertragen werden?
In diesem PDF wird der EM540 RS485 mit 100ms und der EM24 ETH mit 600ms angeben.
Wie würde es aber nun bei einem EM24 mit RS485 aussehen?
Die 180 bis 250ms Latenzzeiten bei GX gelten bei beiden Varianten?
Das würde den Faktor 6 Unterschied schon deutlich aufweichen.
Hauptsächlich würde mich es interessieren wie es beim EM24 und EM540 die Unterschiede in Genauigkeit und Auflösung aussehen. Dazu finde ich leider keine genauen Angaben, außer das beides “verbessert” wurde.
Ich hatte mir vor Monaten den EM24 gekauft und irgendwie ist die Empfehlung für den EM540 an mir vorbei gegangen. Bei mir schwankt der Netzbezug doch leider deutlich mit +/- 30 bis 40W rund um den Gridoffset. Ich überlege ob man mit einem Wechsel da etwas messbares Besseres hin bekommt.
Nein, das liegt nicht an an der Latenz. Trotz der unterschiedlichen Datenrate (Messungen pro Sekunde, Kommunikation pro Sekunde) gibt es keine relevanten Unterschiede, weil in einem Victron ESS v.a. die Regelgeschwindigkeit von maximal 400W/s die entscheidende Größe darstellt, und die ist nach Angabe mancher Webseiten durch Regeln der Netzbetreiber vorgegeben.
Man kann sehr gut messen, wie viel das ausmacht. Entweder im Winter, wenn der Akku sowieso ne voll wird, oder sonst durch Einstellen einer Nulleinspeisung, wird man dennoch am Zweirichtungszähler eine geringe Einspeisung ablesen können. Diese muss zwingend aus Regelverzögerungen kommen, weil das ESS nach Wegfall einer Last nicht schnell genug abregeln kann. Bei mir macht das etwa 1 kWh pro Woche aus, und ich gehe deshalb davon aus, dass ich spiegelbildlich auch ungefähr 1 kWh unerwünschten Netzbezug habe. Bei anderen Lastprofilen kann das aber durchaus anders aussehen.
Hallo,
ich kann auch mal ein wenig beisteuern. Ich habe einen EM24 mit RS485 an einem MPll/3000/48 mit Nulleinspeisung.
Anbei der Verlauf im April. Die Einspeisung sind reine ‘Regelverluste’, der Bezug setzt sich aus Regelverlusten und etwas tatsächlichem Bezug zusammen, weil der MPll für meinen Backofen etwas zu schmalbrüstig ist.
Laut Zähler vom EVU sind es sogar noch etwas mehr in beide Richtungen als das VRM Portal anzeigt.
Aber über die paar Kilowattstunden mache ich mir da echt keine Gedanken. Kein System arbeitet ohne Verluste. Ich würde meinen EM24 nicht tauschen.
Ich habe auch dem em24 rs485, allerdings würde ich wenn ich die Wahl hätte lieber den 540 nehmen.
In der Remote Konsole sieht man den Unterschied deutlich, was es unterm Strich ausmacht steht in der Sternen.
Tauschen tue ich in deswegen nicht.
Diese 400VA/s sind bekannt.
Ich meinte aber wirklich diese Schwankungen mit +/- im zweistelligen Bereich die bei fast jeder Messung auftreten. Ohne Vergleiche zu haben, empfinde ich die als relativ hoch. Ich habe zwar jetzt im Sommer schon das Target auf -30W gesetzt, habe so aber immer noch einen Bezug von mehrere kWh pro Woche, obwohl man im Mittel 5kWh/Woche verschenkt.
Da hätte mich der reale Unterschied beim EM540 schon interessiert.
Machen diese Ungenauigkeiten in der Praxis einen Unterschied wenn diese (Standby)Lasten auf alle Phasen verteilt sind oder möglichst auf nur einer sind?
Du hast ein Soll von 0W eingestellt?
Was genau meinst Du damit?
Die angezeigten Messwerte aktualisieren sich deutlich schneller beim EM540.
Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Nach dem Wechsel vom 3EM zum EM540 regelt er bedeutend schneller nach bei wechselten Lasten. Eine Einspeisung von genau 0 wird man nie hin bekommen. Aber alles was deutlich unter 1kw in 24h ist, ist doch völlig in Ordnung.

