DESS das richtige oder lieber externe Logik

Ich überlege ich gerade wie ich dem ESS (ein Multiplus 48/5000 und 16kWh Akku) am besten Vorgaben zum Laden und Entladen geben kann, ob das DESS was für mich ist oder ob ich lieber eine externe Logik einsetzte und über MQTT steuere.

Ich habe eine 10kWp Pv-Anlage, dynamischen Stromtarif (Tibber), hoffentlich bald dynamische Netzentgelte, Wärmepumpe und eine Wallbox.

Was ich möchte:

  • Im Sommer per PV einfach laden und bei Bedarf wieder entladen
  • Im Winter bei niedrigem Strompreis Akku laden
  • bei hohen Strompreisen entladen (nur wenn “rentabel hoch”)
  • im Winter KEIN entladen wenn Auto geladen wird
  • einbeziehen von Solar Forecast

Prinzipiell sieht das DESS interessant aus, aber im Augenblick kennt das System nur den Spot Markt Preis. Heißt, spätestens wenn ich variable Netzentgelte bekomme stehen dem System keine richtigen Preise mehr zur Verfügung.

Ich habe Homeassistant im Einsatz und auch EVCC. Ich tendiere gerade dazu, Automationen in HA zu erstellen die per MQTT das ESS ansteuern.

Hat jemand noch einen Denkanstoß für mich?

Hallo BernieUa,

ich stehe vor der gleichen Frage - teste gerade DESS - funktioniert soweit mit folgenden Einschränkungen:

  • der dynamische OctopusEnergy steht nicht zur Verfügung > falsche Werte > falsche Laderegelung der Batterie
  • Laden vom Auto trotzdem manuell > automatisches Laden nicht freigeschalten - nutze bisher auch EVCC (vor ich im Dez25 auf DESS umgestellt habe)
  • Teilweise Einspeisung ins Netz obwohl die Batterie noch nicht voll ist

Wie ist hier dein Stand nachdem hier niemand geantwortet hat?

Viele sonnige Grüße,

Georg

Dazu brauchst du nur dir die Formel von Octopus holen und die dann manuell eintragen! Habe ich mit meinem Anbieter genauso gemacht und die Werte stimmen!

Hab das nicht weiter verfolgt. Ab nächster Woche hab ich Octopus Heat. Da hab ich dann drei verschiedene Preise in fixen Zeitfenstern.

Muss ich mir noch anschauen, ob es dann noch einen sinnvollen Usecase für DESS gibt oder ob eich einfache Zeitpläne mache.

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Guter Punkt - vom Arbeitspreis kenne ich den Basispreis (ist auch verständlich mit der Formel zum eingeben) aber der dynamische Wert ändert sich alle 15min entsprechend der Börse…. wie machst Du das bei Dir im DESS mit der dynamischen Komponente?

Beim Basispreis würde ich dann die unterschiedlichen Zeitzonen bei dem Netzentgelte für Modul 3 über den Tagesverlauf auch eintragen. Spannend wird dann die Abrechnung von Octopus. Die Aussage war, das es nachträglich gutgeschrieben wird….. mal sehen.

Gruß, Georg

Sehe nicht das Problem.

Man kann sich doch einfach den Börsenpreis in die Formeln holen und alle anderen entsprechenden fixen Werte noch obendrauf addieren. Kann man mit Tibber mit Oktopus oder allen anderen dynamischen Anbietern machen…

Falls man seinen lokalen Verteilnetzbetreiber tatsächlich zu 14a Modul 3 bekommt, kann man ja noch die Zeit variable Netzentgelte eintragen, indem man die Formel einfach kopiert und für einen Tag die entsprechenden Stunden einträgt. Muss man für jedes Quartal aktualisieren, da es noch keine zentrale API dafür gibt..

Alles überhaupt kein Problem.

Du hast ja EVCC laufen, wenn du dort in die Doku schaust findet du auch die Daten für Octopus, die wirst du ja auch in EVCC eingetragen haben.
Wie das bei dem Anbieter läuft kann ich nicht sagen da ich auch nicht in DE bin. Was ich gesehen habe, müsste es eine API von Octopus geben, nur wie weit und welchen Daten dort man bekommt sieht man nur wenn man dort angemeldet ist!
Ich habe einfach mal die Standardformel genommen.
Börsenpreis (+ Zuschlag + Netzgebühr) * MwSt
Damit komme ich auf den Bruttopreis was ich bezahlen muss. Die Formel habe ich in DESS eingetragen und die verwende ich auch in EVCC.
Was DESS angeht, schaue ich mir gerade an was besser läuft DESS im VRM oder DESS unter Node Red. Zur Zeit tendiere ich mehr wieder zu Node Red aber das schaue ich mir noch einen längeren Zeitraum an, den das ganze braucht auch eine Zeit bis sich das ein läuft!