BKW mit US3000C und 150/35 Laderegler - Überspannung - interner Kurzschluss?

Aber bitte ein Video davon machen :grinning:

Schön das Du das mal gezeigt hast …
Gibt ja genug Leute … siehe diverse Einträge im Forum … die meinen, ein Anschluss vom BMS ins MP II System wäre nicht erforderlich!

Hallo Ihr Lieben,
ich denke die Kombination der 3 Komponenten (Laderegler, Akku, Wechselrichter) ist äußerst ungünstig. Es arbeiten da drei Regelsysteme gegeneinander. Ich hab nicht herauslesen können, welche Type von Hoymiles Wechselrichter in Verwendung ist, aber der HMS-800W hat einen MPPT-Eingang der zwischen 34V und 48V auf maximale Leistung regelt. Ich gehe davon aus, das dieser Eingang mit dem Akku verbunden ist. Das bedeutet aber, der Wechselrichter entlädt den Akku immer vollends bis dieser abschaltet.
Ich nehme an, dass der Akku schon defekt ist, wie könnten sonst solche Spannungssprünge entstehen. Ohne Victron-Wechselrichter samt CCG wird so ein System nicht richtig funktionieren.
Mit elektrische Grüßen.
Geri

Hallo @Geri2480,
es ist ein Microwechelrichter aus der HMS Serie. Die Eingänge sind direkt mit dem Akku verbunden, aber es wird natürlich nicht bis zur maximal niedrigen Mppt Spannungsschwelle des WR entladen.
In der OpenDTU ist ein unteres Spannunglevel eingestellt, welches die Leistungsabgabe des WR beendet. Erst wenn ein zweiter höherer Wert wieder überschritten wurde, beginnt die Einspeisung wieder. Sollte die untere Softwaregrenze aus welchem Grund auch immer nicht funktionieren, ist ein Relais vorhanden welches die AC Seite des WR trennt. Diese Schaltschwelle liegt 1V niedriger als die Softwareschwelle der OpenDTU.
Als dritte Stufe für den Akkuschutz ist das interne BMS des Pylontech vorhanden. Diese Spannung liegt noch einmal 0,5V niedriger.

Ansonsten befinde ich mich aktuell noch im Schriftverkehr mit dem Verkäufer.

Habe auch noch mal das gesamte Victron Handbuch zum 150/35 gelesen. Dies hat mich zumindest dahingehend beruhigt, dass ich im Vorfeld nicht einfach die Stelle bzgl. der Kommunikation zwischen Laderegler und BMS überlesen habe.
Es ist im Handbuch (Rev 7 aus 8-2024) an keiner Stelle die zwingend erforderliche Kommunikation erwähnt. Der Can-Bus an Akkus wird nur im Kapitel 6.2 erwähnt und dort auch nur in einem Nebensatz unter “Standardmethode… Blei-Säure-Batterien”.
Auch aus den anderen in Handbuch befindlichen Grafiken geht an keiner Stelle hervor, dass eine (zwingende) Kommunikation zwischen Laderegler und BMS erforderlich ist.
Das von Matthias verlinkte Dokument ist da natürlich eindeutiger. Dies hatte ich allerdings erst über dieses Forum zu lesen bekommen, auch wenn im Vorfeld natürlich durchaus Google mit Kombinationen aus den Suchbegriffen wie Victron, Pylontech, Laderegler etc. gefüttert wurde. Inzwischen zeigt es mir, nach dem mehrmaligen anschauen, der Google Algorithmus auch relativ weit oben an…

Auch um die Beantwortung der Frage, wie die Cerbo GX den defekten Laderegler abgeschaltet hätte, habe ich gebeten. Dieser Laderegler hat ja selbst die Abweichung erkannt und trotzdem nicht abgeregelt.

Ich werde berichten.

Je nach Ausgang mit dem Verkäufer werden dann evtl. neue Laderegler beschafft. War dann vielleicht Lehrgeld…
Ansonsten wird nach den Feiertagen das Setup um eine CerboGX erweitert.
Der vorhandene Raspberry Pi ist weit entfernt im Keller und hat auch noch einige weitere Aufgaben. (PIhole, Docker, Mqtt Broker, InfluxDB, NoteRed, Grafana, NAS,…) Leistungsmäßig würde der PI die zusätzlichen Aufgaben bestimmen noch schaffen, aber einerseits bekomme ich bis dorthin kein Netzwerkkabel mehr und auch ist VenosOS (soweit ich es herausfinden konnte) nur als eigenes Betriebssystem verfügbar, welches dann das Neuaufsetzen der anderen Anwendungen bedeuten würde.

Wünsche euch weiterhin schöne Feiertage

In der Anleitung des MPPTs geht es um die grundsätzliche Funktion/Installation/Inbetriebnahme, da kann man unmöglich auf alle möglichen Systeme eingehen.
Aber ich werde das mit Victron mal besprechen, ob man in die Richtung vielleicht noch einen Hinweis in die Anleitung bringen kann.

Wie eine Kommunikation das hätte verhindern können, habe ich weiter oben schon mal erwähnt.
Der Akku hätte dem Cerbo gesagt, das der Ladestrom und/oder die Spannung reduziert bzw. abgeschaltet werden soll.
Das Cerbo hätte diese Befehle an die MPPTs weitergeleitet und diese hätte entsprechend reagiert.
So wäre es nie zu einer harten Abschaltung gekommen.

So ein Befehl zur Drosselung kann auch schon weit vor der Ladeschussspannung kommen, wenn der Akku längere Zeit nicht auf 100% war und so der Zelldrift relativ groß ist.
Da kann es nämlich passieren, dass die Gesamtspannung zwar erst bei 51,5V ist, aber eine Zell eben schon über 3,6V ist und da wird es dann langsam kritisch für die Zelle.

Das wäre super, wenn du deine Kontakte zu Victron dafür nutzen könntest :+1:

Das hatte ich bereits im deiner obigen Ausführungen verstanden, wie es im Normalfall ablaufen würde. Der Hinweis auf die unterschiedlichen Zellspannungen als möglichen Auslösefall ist noch mal sehr gut!

In meinem Fall hat allerdings der Laderegler ja bereits deutlich vor dem harten Abschalten durch das BMS die Leistung nicht mehr messen können. Ob das Trennen/Reduzieren der Ausgangsleistung erst seit der Überspannung oder bereits vorher nicht mehr funktioniert hat, wird sich wohl nicht mehr klären lassen…