Plane meine aktuelle PV um einen Speicher und einer kleinen PV Anlage zu erweitern.
Folgende Ausgangslage:
12kWp auf dem Dach mit Fronius Symo WR. Als Überschusseinspeisung (später angeschlossen an AC-in)
Balkonkraftwerk 1000Wp mit 800W WR
OpenWB Wallbox 11kW (wird demnächst von Owb umgebaut auf 2 Ladepunkte, es bleiben aber insgesamt. 11kW)
2x EV (E-Up & E-Tourneo Custom)
Keine Wärmepumpe und bis auf Herd oder Backofen auch keine weiteren größeren Stromverbraucher
Geplant:
3x Multiplus, das ganze Haus auf Critical Load Ausgänge
Speicher hab ich bereits da: 3x Dyness DL5.0C Pro. Vorgesehen hab ich noch eine Erweiterung auf 20kWh, mehr sollen es aber nicht werden
3kWp Module auf dem Terrassendach (bereits vorhanden) gehen auf MPPT von Victron
Im Falle eines Stromausfalls, wird die Ladung an der Wallbox unterbunden, ich will grundsätzlich nicht aus dem Speicher laden, dieser dient nur fürs Haus. In jedem Fall kommt das ganze Haus auf den Notstromausgang, dass hab ich im Verteilerschrank schon entsprechend vorgesehen, auch ein “Wartungsschalter” (Bypass) ist bereits da.
Ich rätsel aktuell noch, ob ich 3x 3000er oder 3x 5000er nehmen soll. Höher als 32A kann Ichs sowieso nicht absichern, und wie geschrieben, die Speichergröße soll bei 15kWh, notfalls 20kWh maximal bleiben. Was würdet ihr mir raten?
Ach, ja- stimmt. Komme aus dem nördlichen Ba-Wü. Stromausfälle sind nicht häufig, aber häufiger als früher. Warum ich das ganze Haus drauf legen will? Weils von der Verdrahtung her einfacher ist. Das mit dem Standby Stromverbrauch hab ich noch nicht so recht auf dem Schirm.
sei ehrlich - was passiert beim Stromausfall? DIe ganze Familie rennt hin und her, der Vater passt nervös auf das keiner den Herd oder Föhn einschaltet,…
Man weiss ja bei so einem Stromausfall erst mal nicht - dauert er 20min oder 3 Tage
Man will ja auch nicht in 2 Stunden den Akku fröhlich mit Herd mit 4 Platten gleichzeitig leeren wenn man nicht weiss wie es weiter geht
bei uns ist bei Stromausfall erst mal alles aus - es gibt eine einzige Steckdose am MP2 die Notstrom hat
Sollte ich irgendwann an den Punkt kommen, jetzt brauchen wir wirklich die Heizung - oder die Gefriertruhen brauchen dringend Strom:
Es gibt eine CEE16A-Dose , ich würde da auf VDE usw . schei… - gibts halt ein Stecker-Stecker-Adapterkabel - vorher aber Hauptsicherung raus
Ich denke bei uns wird keiner wild herumrennen wenn der Strom ausfällt.
Aber zwischen den Zeilen lese ich, für ne gute Notstromfähigkeit (und jetzt lasst uns nicht mehr drüber diskutieren ob ich das brauch oder nicht. Wenns möglich ist, solls mir recht sein) brauchts die 5000er mit mehr Speicher und mehr PV.
Die 3000er schließt man lieber so an und in meinem Fall würde ein einzelner 3000er reichen. Wobei mir ein 3P System lieber wäre
Wenn das nicht grad im tiefsten Winter mit Schneebedeckten Panels passiert, ist das ziemlich egal. Wenn der Akku nur die Nacht überbrücken muss (tut er im grid-tie ESS betrieb ja auch) braucht man nichts am Verhalten ändern.
Auch wenn der Akku das kapazitätsmäßig nicht schafft, wäre es nicht wild. Dann geht halt nachts um 3 der Strom aus, dann schlafen eh alle - der Kühlschrankinhalt verdirbt nicht, weil er von 3 bis 8 Uhr morgens nicht nachkühlen kann. (Klar, es gibt gesonderte Ausnahmen, z.b. Gartenteichheizung, wo man gar keinen Ausfall brauchen kann, weil die Kois - aber wenn das so ist, hat man da trotz ESS eine passende USV oder alternative Heizmöglichkeit dafür)
Wenn alles korrekt verkabelt und konfiguriert ist, starten etwaige MPPTs am Morgen das ganze System neu und gut is.
Du hast ja mit Deiner geplanten Anlage einen bestimmt doppelt oder gar drei mal so hohen Jahresertrag, wie Du an Strom pro Jahr verbrauchst. Mir erschließt sich dann nicht, warum Du nicht auch den Strom für Deine E-Autos aus dem Akku ziehen willst. Ich würde an Deiner Stelle deshalb einen 32 kWh Akku in Betracht ziehen, beispielsweise zu 3.000 € von NKON.nl.
Wenn Du Dein ganzes Haus notstromfähig machen willst, wird die Wirtschaftlichkeit Deiner Anlage stark leiden. Nötig ist das in DE IMO nicht. Du wärst auch mit kleinerer Notstromfähigkeit ohne Zusatzkosten auf der sicheren Seite, und könntest Deine PV kostensparend 1phasig aufbauen. Das reicht idR auch zum nächtlichen Laden von 2 E-Autos.
Irgendwie passt IMO der Wunsch nach Notstromfähigkeit für’s ganze Haus nicht so recht zum Wunsch, nur einen kleinen Akku zu verwenden.
Stromausfälle gehn meist nicht lang. In erster Linie geht es ums Licht. Der 3000er kann dauerhaft 2400W. Das reicht auch wenn noch der Trockner oder die Waschmaschine an ist. Allerdings kann ich auch diese bei sowas abschalten lassen. Grob überschlagen sollten die 3000er 3Phasig auch gehn
Ich versuch ein Kompromiss zu finden. Die Autos kann ich durch meine Schichtarbeit eigentlich immer am Tag laden. Es sei denn, das Wetter ist trüb. Dann lade ich Börsenpreisgeführt. So der jetzige Stand. Aus dem Speicher raus das Auto laden hat derart viele Verluste. Da rechnet sich auch der extra Preis für den größeren Speicher nicht.
Ich bezweifle seeeehr stark, dass diese Verluste auch nur annähernd in der Größenordnung der Differenz aus Deinem Netzstrompreis und der Einspeisevergütung liegen. Jede kWh, die irgendwie direkt oder indirekt aus Deiner PV in ein E-Auto geladen wird, bringt Dir bares Geld.
Du solltest aufgrund des Dir bekannten Stromverbrauchs Deiner E-Autos sehr gut ermitteln können, wie schnell Du den Aufpreis auf einen größeren Akku refinanzieren kannst. Ich wette, dass das deutlich weniger als 5 Jahre sind.
Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Rechne doch mal vor, wie das bei Dir aussehen würde.
Das Hauptauto zieht im Jahr ca 2500kWh. Das zweite hab ich zu kurz um da Werte abzuleiten. Aber könnte mir vorstellen, dass es ähnlich viel ist. Verbrauch ist höher aber ich fahr damit deutlich weniger. In jedem Fall werd ich aber die 5000er dann benötigen, da nur diese die Leistung durchsetzen können. Nkon kenn ich. Habe da meine Dyness her. Sind aber grad wieder leergekauft.
Gehen wir vom gleichen Verbrauch aus. Du könntest dann mit der PV und einem größeren Akku von Anfang März bis Ende Oktober Deinen Haushalt und die E-Autos komplett versorgen. Bei den E-Autos könntest Du also ca 3.300 kWh pro Jahr an Netzbezug einsparen. Bei angenommenem 27,7 ct/kWh Strompreis und 7,7 kWh Einspeisevergütung sind das dann 670 € Einsparung pro Jahr. Der Mehrpreis von 32 kWh Akku anstatt 16 kWh kostet bei NKON.nl ca 1.500 €. Du hättest diese Mehrkosten also nach weniger als 3 Jahren wieder drin. Übrigens tun’s 2 x 16kWh genau so gut wie 1 x 32kWh, und die 16 kWh Akkus sind bei NKON lieferbar.
Dazu hast Du mit den 32 kWh natürlich auch noch mehr Absicherung gegenüber langen Netzausfällen, und wirst auch bei langen Schlechtwetterphasen etwas mehr Stromertrag nutzen können. Das kommt also auch noch Deiner Veranlagung zum Prepper (nicht pejorativ gemeint!) etwas entgegen.
Die Anschlusskosten wenn ich über den ACout ins Haus gehe sind bei mir nicht relevant. Bei mir ist bereits alles so vorbereitet, dass ich sowohl ACin und ACout anschließe (mit Bypass- Wartungsschalter) als auch nur ACin
Weniger Prepper sondern mehr Technikaffin. Ich hab oft genug den Fehler gemacht, für den Moment zu wenig zu machen und später ärgere ich mich halt. Als ich vor 10 Jahren das Haus gebaut hab, war ich entschieden gegen PV. Sowas braucht man nicht, rechnet sich nie, usw. Ein wenig ist der Gedanke noch da, wie man rausliest, aber ich befass mich damit und will dazu lernen. Daher überleg ich grad hin und her. Für den Moment würde das kleine System reichen. Aber reicht (mir) das später noch- aus welchen Gründen auch immer.
Wird zwar etwas offtopic, aber ich möchte doch klar stellen, dass ich einen anderen Begriff von Technik und Technikaffinität habe als Du. Ich verstehe mich selbst als äußerst technikaffin, und ich sehe dort die beste Technik am Werk, wo sie am effektivsten und nachhaltigsten werkelt.
Bei mir hier gab’s in den 10 Jahren, die ich hier lebe, noch keinen einzigen Stromausfall, und zuvor in 60 Jahren habe ich vielleicht 5 mal spürbare (also länger als 10 Minuten) Stromausfälle erlebt.
Ja, ich bin trotz der extrem kleinen Einstrittswahrscheinlichkeit eines Stromausfalls froh darüber, jederzeit vom AC-OUT meines MP-2-3000 ein Kabel in die Wohnung legen zu können, über das ich dann die nötigsten Verbraucher versorgen kann. Damit steht meine existentielle Strom-Infrastruktur auch dauerhaft. In einer Totalabsicherung meines Hauses sehe ich keinen Sinn, sie wäre, ohne Zusatznutzen bieten zu können, sehr viel teurer, und v.a. wäre das dann keine optimale Technik, und würde meine Technikaffinität konterkarieren.
Offtopic ist das nicht. Es sind diese Denkanstöße. Dafür bin ich dankbar
Ich denk ich hab für mich jetzt ne Lösung gefunden. Ich bleib beim 3000er. Schleif den aber nicht ein und nutze ACout1 im Fall der Fälle. Wenns irgendwann nicht mehr reicht, ich hab ja n System dass ich recht einfach ummodeln kann
Dann mach es, es kostet dich vielleicht 900Euro mehr du hast etwas Leistungsreserve, wenn du das Auto aus dem Akku laden möchtest ist ein 3000er knapp mit dem Haushalt. Du hast ein vollwertiges Ersatznetz und du musst dich später nicht ärgern. Einphasig würde ich den 5000er empfehlen aber 3x3000er kosten nicht viel mehr und die Vorteile liegen auf der Hand. Wenn du später DC Seitig erweitern solltest hast du auch genug Reserve die Leistung ins Netz zu bekommen und nach 10Jahren sind auch 90€ im Jahr 900Euro.
So, das ist meine Meinung. Wer einmal mit dem Gedanken spielt das Haus autark versorgen zu können wird fluchen wenn es mal relevant wird…
Wenn das Haus für vollen Ersatzstrom vorbereitet ist, würde ich es auch so anschließen. Hier in Berlin häufen sich die Stromausfälle, vom letzten großen Ausfall im Januar war ich Luftlinie 2000 m entfernt und hätte 4 Tage ohne Strom auskommen müssen.
Ein 3000er zieht 96 kwh pro Jahr an Strom, ein 5000er 148 kwh. 3-phasig dann mal 3. Ich habe auch überlegt, ob 3K oder 5K. Habe mich dann für den 5er entschieden, obwohl rechnerisch überdimensioniert. Das ist aber meinen örtlichen Gegebenheiten geschuldet, im Home Office sitze ich in Hörweite und wo ein 3000er lärmt und dicke Backen macht, steckt der 5000er die gleiche Leistung noch gut weg.
alles im Sommer nicht tragisch - aber im Winter wo jede kWh knapp ist…
wenn eh schon alles vorbereitet ist - man könnte ja auch einen einzigen 3000er oder 5000er anschließen, im Normalzustand ist der Transferschalter halt auf Netz, im Notbetrieb dann umschalten auf den MP2 der alle 3 Phasen versorgt?