Abweichende SoC-Werte zwischen Robur BMS und Victron SmartShunt 300A

Hallo zusammen,

ich wende mich erneut mit einem Problem an euch, das ich leider doch noch nicht dauerhaft lösen konnte. Es geht um stark abweichende Ladestandsanzeigen (SoC) zwischen meinem Batterie-BMS und meinem Victron-System.

Zwar dachte ich nach einem kurzen Erfolg, das Thema sei erledigt, doch die Werte laufen beim Entladen sofort wieder massiv auseinander. Ein direkter Support seitens Victron ist bekanntlich unmöglich, und die eigentlichen Lieferanten sind mit dem Thema leider komplett überfordert und haben keine Ahnung. Daher hoffe ich auf eure Schwarmintelligenz.

Wichtige Bitte vorab: Ich möchte hier keine Diskussionen darüber führen, warum ich einen 50A-Ladebooster nutze oder ob meine Lichtmaschine das schafft. Das tut hier nichts zur Sache. Ich möchte bitte rein beim Thema bleiben, um dieses verdammte Problem endlich zu lösen.

Das Fehlerbild:

  • Massive Abweichung: Nach einer vollständigen Entladung der Batterie schaltete das BMS ab, während das Victron-System noch über 50 % SoC anzeigte.

  • Umgekehrtes Verhalten nach Synchronisation: Ich habe die Batterie voll geladen und den SmartShunt manuell auf 100 % synchronisiert. Seitdem sinkt der Prozentwert im Victron-System deutlich schneller als im BMS (Victron zeigt weniger % als das BMS).

Mein Setup (alles Neugeräte, per VE.Direct verbunden):

  • Batterie: Robur LiFePO4 176 Ah

  • Steuerung: Victron Ekrano GX

  • Messung: Victron SmartShunt 300 A

  • Ladegeräte: Victron Orion-Tr Smart 12/50A DC-DC Ladebooster & Victron SmartSolar MPPT 75/15

Anbei findet ihr auch meinen aktuellen Anschlussplan als Bild. Meine einzige verbleibende Vermutung ist die räumliche Trennung: Der SmartShunt sitzt ca. 2,5 Meter von der Wohnraumbatterie entfernt. Als Verbindung habe ich einen Kabelquerschnitt von 25 mm² verwendet. Ich bin allerdings kein Elektriker und kann schwer einschätzen, ob es dadurch zu dieser Abweichung kommt.

Habt ihr noch eine Idee, woran es liegen könnte? Für sachdienliche Hinweise und Tipps zu den korrekten Einstellungen wäre ich euch sehr dankbar!


Vielen Dank für eure Hilfe!

Wie sicher bist du dass der Shunt so wie gezeichnet angeschlossen ist? Batterie meldet 5.3A ladestrom, MPPT meldet 84W was bei 13.3V ca. 6.3A sind, dann blieben etwa 1A verbrauch übrig.

Der shunt meldet -0.5A, was entladen heisst, zusammen mit dem MPPT Strom von ca. 6.3A kommen die berechneten 6.7A DC last zustande welche das GX anzeigt.

Beides zusammen, plus die anderen Probleme mit dem SOC, heisst für mich dass der Shunt sehr wahrscheinlich falsch misst. Ich vermute es besteht eine parallele Verbindung von Wohnbatterie minus zum Chassis, welche Strom am Shunt vorbei fliessen lässt.

Hallo danke zunächst für die schnelle Antwort.

Den Plan habe ich exakt so umgesetzt mit den Kabelquerschnitten siehe Zeichnung. Aber das Problem ist das dies jeder sagen würde wenn er sich seines Fehlers nicht bewusst ist. Ich sehe keine Abweichung zw. Praxis und Plan. Wo genau müsste ich hinschauen wenn ich deinen beschriebenen Fehler bei mir kontrollieren möchte?

p.s. die Batteriewerte habe ich lt. Anleitung auch geändert. Schweifstron usw.

Wenn du irgendwelche Bilder von Einstellungen o.ä. sehen möchtest, sehr gern wenn es hilfreich ist.

Gruß Sascha

Den Shunt verkehrt herum angeschossen…das kann ich nochmal kontrollieren ; )

Die Einstellungen vom Shunt wären noch interessant.

Du wirst aber immer eine gewisse Abweichungen haben, da SmartShunt und Akku unterschiedliche Genauigkeit haben und die Berechnungen des SOC leicht unterschiedlich ist.

wenn das BMS wegen leerem Akku abschaltet aber der Shunt sagt noch 50% voll gibt es folgende Möglichkeiten:

  • irgendwas falsch angeschlossen
  • Shunt falsch konfiguriert
  • Das BMS schaltet wegen zu niederer Zellspannung ab, evtl. hat die Batterie keine 176Ah

Ich würde es pragmatisch angehen :

  • Bekannte Last, z.B. 5 parallel geschaltete 21W-Glühbirnen an den Akku, dann warten, messen, beobachten, nachrechnen

Hallo Matthias, es ist keine geringe Abweichung!

Heute hatte ich beim fahren 100% und habe den Wert synchronisiert. Und selbst seit meinem Bild vorhin, was recht aktuell fotografiert worden ist zum Bild jetzt, siehe hier im Chat ist die Abweichung schon weiter gegangen 1:3 hat es sich verändert. Gern morgen ein neues Bild.

Tatsächlich hatte ich das nur 1x das die Batterie alle war und der Shunt 50% angezeigt hatte. Seit dem laden danach und dem synchronisieren habe ich nun immer den Fall wie hier beschrieben. Victron zeigt weniger als BMS.

Das BMS zeigt mir die 176Ah der Batterie, das ist nicht einstellbar und original an der Batterie, also kann ich eine falsche konfig am BMS ausschließen. Ich verwende die Batterie auch seit Jahren, sie hat immer plausieble und zuverlässige Werte angezeigt!

Hey, ich habe den Shunt nochmal kontrolliert.

A geht auf meinen Masseverteiler an dem meine Fahrezeugmasse, Ladebooster, EBL und alle Wohnwraummassen gehen

B geht mit 25mm² auf die Wohnraumbatterie

Das Brett ist exakt das was du auf dem Plan siehst

Mir fällt da was ein,

Ist es weil mein Solarladeregler woanders liegt, kann es damit zu tun haben? Dieser geht nicht über den Shunt sondern ist danach angeklemmt.

Hier der Anschlussplan von dem Stauraum in dem die Wohnraumbatterie liegt (2,5m entfernt)

Auch hier ein fachlich perfekt gezeichneter Plan ; )

ALLES(!!!) muss hinter dem Shunt angeschlossen sein, sonst kann der das ja nicht messen und in die Berechnung einbeziehen.

Oh verdammt.

reicht es die Masse vom Solarladeregler vor auf den GND Verteiler 2 (siehe erstes Bild) zu legen?

Aber ja das ist es, in dem gemeinsamen Gespräch kommt man auf den Gedanken!

Der Minus, der zu dem Verteiler geht, muss hinter den Shunt.
Da hängt ja noch das Ekrano und die Clesana dran, die werden so auch nicht erfasst.

Außer dem Shunt darf NICHTS am Minus der Batterie angeschlossen sein.

Das ist leider der häufigste Fehler, wenn der Shunt “Probleme” macht.

Dann muss ich den Shunt da hin legen

Wenn ich das richtig Verstanden habe ist der Shunt relativ weit von der Batterie weg. Sollte dieser Verteiler in der nähe der Wohnbatterie sein, ist es das einfachste den Minus des Verteilers direkt auf die Karosserie zu Verbinden, statt noch mals ein weiteres Minuskabel bis zum Shunt zu ziehen

Wie geschrieben wird es für mich einfacher den Shunt zur Batterie zu führen als jeden Minus punkt zum Fahrersitz.

Eine Frage noch

@M_Lange passen meine eingestellten Werte?

Gruß Sascha