60% Regel mit MPPTs bei bestehender Altanlage [Deutschland]

Hallo allerseits,

Ich habe bereits eine 16kwp Ost-West-PV mit Fronius Symo, die ganz normal AC-seitig als Überschusseinspeiser läuft.

Nun möchte ich ein Ess mit weiteren Modulen dazubauen, das einen recht einfachen Aufbau hat. MPII mit Pylontech Akku und etwa 5Kwp, die über Victron MPPTs angeschlossen sind.

Der Symo soll vorerst ohne ModBus Steuerung weiterlaufen.

Meine Frage ist nun, wie ich die 60% Regel sinnvoll umsetzen.

  1. Alle Mppts stumpf auf 60% der maximalen Modulleistung deckeln?
  2. Einen weiteren Leistungsmesser installieren, der nur den AC Ausgang des MPII misst und bei Überschreiten der 60% runterregelt.
  3. Ein Vorschlag war auch, eine Gesamtsumme am Netzübergabepubkt zu definieren. Hier 100% x 16Kw+ 60% x 5 Kw = 19 Kw maximale Einspeiseleistung. Den Wert würde ich nie erreichen, da die Altanlage maximal 12,5 Kw liefert.
  4. Besserer Vorschlag, der mir selbst nicht einfällt?

Und gibt es schon Erfahrungen, wie die Netzbetreiber bei solchen Erweiterungen handeln?

Viele Grüße

What 60% Rule?
The main Rule for Victron inverter sysatems is that any AC generation on the AC out of the inverter is <= (less than or equal to) the inverter power rating (continuous).

Bekommst Du für die alte Anlage noch eine erhöhte Vergütung für die Einspeisung? Dann nichts ändern… außer dein Versorger zahlt weiter..

Und dann zusätzlich ein Speichersystem aufbauen und anmelden… da es nichts erzeugt. gilt keine 60% Regelung. Wenn es sich denn lohnt.

Wenn der Speicher (ESS) angemeldet ist, kannst Du dann selber eine Solaranlage aufbauen… die aber mit MPPT DIREKT den Akku lädt… da sie dann keine direkte Anbindung ans Netz hat… kann man das selber machen.. (so ging es jedenfalls bei mir)

So weit ich weiß, bezieht sich die 60% Regel nur auf die NETZEINSPEISUNG in Relation zur nstallierten kWp-Solarleistung. Der Wechselrichter darf aber sehr wohl mehr als diese 60% an leistung in Dein Hausnetz einspeisen, solange Du das, was zu viel ist, eben auch selbst verbrauchst.

Deshalb wäre es Unsinn, die MPPTs zu drosseln. Die sollen den Akku, den Du nicht zu klein planen solltest, schon immer so voll wie möglich machen.

Du brauchst im Grunde nur den MPII so einzustellen, dass er nicht mehr als die 60% der installierten kWp ins Netz einspeisen kann.

Ich bin aber etwas skeptisch, ob diese neue Anlage dann vom Netzbetreiber völlig unabhängig von der Altanlage betrachtet wird. Die beiden Anlagen hängen ja vermutlich am gleichen Zähler, so dass die Einhaltung der 60% Regel durch die neue Anlage gar nicht gemessen werden kann. Ich vermute, dass dann die 60% Regel auf die Kombi von Alt- und Neuanlage anzuwenden ist.

Viele Sorgen musst Du Dir über die Einhaltung der 60% Regel dann aber auch nicht mehr machen, denn Du bist mit beiden Anlagen dann ja deutlich über der Grenze von 7 kWp, ab der ein fernsteuerbarer Smartmeter zur Pflicht wird. Nur in der Übergangszeit bis zur Installation dieses Smartmeters bist Du auf die 60% beschränkt.

@MikeD

The 60% rule is specific to Germany. If network is overloaded, PV inverters and other producers need to reduced power, solar to 60% of panel kWp.

Eg. with 10kWp panels you need to limit the inverter to 6kW power.

Doesn’t this statutory regulation specifically limit grid feed-in to 60%? The inverter is permitted to generate more power to meet on-site demand, but the amount fed into the grid must not exceed that limit.

I simplified the rule.

It depends on using direct remote control or home energy management system with variants FNN two bit coding or EEBUS.

The Cerbo has a modbus server, with a register that sets the feed in point. Simply writing the required value to this register will limit the feed in. This can also be done through the DBus service.