Pylontech Battery lädt nur noch bis exakt 52V (also Absorbition Voltage) trotz höherer Anforderung

Hallo,
ich betreibe seit c.a 3 Jahren eine Victron Anlage 3x MP II 5000VA, 1x MPPT RS450/200 und 16 Stück Pylontech Akkus (12x US3000C mit Firmware 2.4 und 4x US5000 mit Firmware 2.0) einer der US5000 ist der Master, gefolgt von den 3 weiteren US5000 und anschließend kommen die US3000C.

Cerbo Version v3.67
Multiplus, MPPT,… alles aktuell

Wie hier beschrieben ( Victron & Pylontech UP2500, US2000, US3000, US2000C, US3000C, US5000, US5000B, UF5000, Pelio-L, UP5000, Phantom-S, Force-L1 & L2 [Victron Energy] ) habe ich Absorption voltage: 52.0 V und Float voltage: 51.0 V eingestellt.

Per Battery Paramter sieht man auch, dass 53,2V von der Battery angefordert werden.
Per DVCC limitiere (überschreibe) ich diese Wert mit 52,4V .

Leider wird allerdings nicht höher als 52V geladen und wenn es auch nur ein wenig darüber geht, wird wieder entladen auf ca. 52V.
Das Verhalten gab es früher nicht.

Kann mir jemand erklären warum das so ist bzw. wie ich das wieder ändern kann?
Wenn ich DVCC deaktiviere steigt die Spannung übrigens trotzdem nicht weiter an sodass meine Pylontech nicht korrekt balancen. :frowning:

Ich bitte um eure Meinung und Hilfe, DANKE!
LG

Moin moin und hallo hier im Forum … :high_voltage:

Victron hat hier im Hintergrund ein kleines Failsave eingebaut. Es gab in der Zeit vor der “neuen FW” … und das schon vor einiger Zeit … im GX sehr oft “High Voltage” Alarme und Ärger mit zu hohen Ladespannungen. Um das zu verhindern kannst du hier OHNE externe Maßnahmen nichts unternehmen.
Da du sehr viele Module hast, kann ich das schon verstehen … aber 52V reichen im Grunde völlig aus … und stresst die Module nicht so sehr. Die Probleme mit den Pouch Zellen älterer 2000er Modelle kommen auch nicht von ungefähr …

Dazu kommt die Anhebung der DC Seitigen Spannung bei der Überschuss Einspeisung von DC … Diese 0,4V wären auch noch obendrauf gekommen … Hallo “High Voltage Alarm” …
Bisher gab es mit der Begrenzung der Ladespannung keinerlei Probleme … auch wenn jetzt die Sonnige Zeit eindeutig vorbei ist und eine Überschusseinspeisung wohl Mangelware ist.

hallo,

eine deiner zellen hat schon 3,5V, der balancer muss also auch arbeiten. warte einfach einmal ein paar stunden, bis sich die zellspannungen angeglichen haben.

tschuess

Hallo, ich kann bestätigen was Netrange schreibt. Prinzipiell ist das Ladeverhalten aber deutlich besser geworden dadurch. Der Ladestrom wird zum Schluss hin langsam gesenkt usw. Ich bin sehr glücklich über das Verhalten das einzige was mich etwas stört ist dass die 100% nicht angezeigt werden.

Der Balancer macht hier seine Arbeit, man munkelt so ab 51,5V, hängt aber sicher auch von den einzelnen Zellspannungen ab.

Danke für eure Antworten.
Ah,… ja da kam ja die neue Funktion mit Cerbo Version v3.50

Ich schätze mal das das kann man nicht irgendwie ändern? (trotz Konsolenzugang?)

Weil eine Zelle aus der Reihe Tanzt und immer wieder über 3,5V geht wird der komplette Speicher entladen,… und das leider mit bis zu 1,5kW :frowning:
Als Folge ist der Akku seit gestern Nachmittag nicht mehr zu 99% sondern 91% geladen obwohl ich aktuell “Batterie aufgeladern halten” aktiviert habe.

Wie ist eure Erfahrung? Balencen die Pylontech trotzdem? - Auch wenn alle die Batterie alle 1-2 Minuten zwischen Entladen und Laden wechselt?
Wenn das so weitergeht und die Batterie nochmal 10% entladen wird, dann sind wir ja eh schon in Bereich der flachen Spannungskurrve und dann könnte es ja klappen.

Mein Fazit:
die Idee die Batterie über den Sommer nur auf 80% zu halten und monatlich auf 100% zu laden ist mit der neuen Limitierung von 3,5V zu gering, also zu wenig Zeit um zu balancen. Und eine große Batterie (so wie ich sie haben) ist nicht einfach und schnell wieder zu balancen :frowning:

Was haltet ihr davon ein externes Netzteil an den Akku anzuschließen und den auf 52,4V mit 1A zu laden? - hier ist aber meine Sorge, dass ich die Zellen dann nicht überwachen kann.

Danke für euren Input.
LG

Hallo, halte ich für eine ganz schlechte Idee.
Ich würde eher vorschlagen die CVL Spannung immer soweit zu redizieren das die höchste Zelle um 3.5 Volt (zumindest unter der Spannung bei der Victron die Notentladung startet) zu reduzieren und in 0.1 Volt Schritten zu erhöhen, bis die niedrigste Zelle über ~3.46 Volt ansteigt. dabei wäre es sinnvoll wenn die MPPTs konstante Leistung(=Spannung) bringen, bei wolkigem Wetter würd ich sie ganz abschalten.
Die Maximum 52 Volt scheinen von den Einstellungen im Multi Charger zu kommen.


Bei Sonnenschein sollte die Spannung schon auf 52.4 steigen außer du hast “DC Überschuß einspeisen” abgeschaltet.
LG Leopold

Hallo,
ich finde das die Anzeige 99% wesentlich mehr aussagt als die 100%. Bei 99% bin ich sicher das die Ladung ohne eine Zellenüberspannung und dem damit verbunden Sprung des SoCs auf 100% erfolgte. Habe Anlagen gesehen da springt der SoC von 80 auf 100% , ja die Leute sind glücklich , aber wie lange :grinning_face:
LG

Wenn man das weiß ist das auch OK. Aber Kunden die nicht so tief in der Materie stecken wundern sich. Kann man aber erklären und ist kein wirkliches Problem.

Wenn ich Entwickler wäre würde ich ein Darstellung von 0-100 anstreben. Damit kann ein Kunde am besten umgehen, was im Hintergrund geregelt wird ist dem Kunden Ja eher egal. Wie oft hört man das Systeme unter 10%SoC Probleme machen obwohl die Batterie noch nicht leer ist. Einfach den nutzbaren Bereich auf 0-100.

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Seh ich ganz genau so.
Das müßte die BMS, also der Akkuhersteller machen, birgt aber wieder das Risiko das Kunden lieber 5.12kWh kaufen als 4.6kWh bei 100Ah Zellen. Wie du sagst den Kunden die Sache erklären ist sicher ein guter Ansatz.
SolarEdge macht das auch so, verkauft 4.6kWh Blöcke, drinnen sind 16x100Ah Zellen (=5.12kWh)