US5000 Absicherung aktueller Stand Mega-Fuse, Class-T oder andere Ideen

Hallo,

ein Kunde hat bei uns die Diskussion um die Durchschlagfestigkeit der Mega-Fuses entfacht.

Bisher habe ich bei US5000 zur Absicherung der Zuleitung immer 125A Mega-Sicherungen im Distributor verwendet, passend zum Rating der Amphenol-Konnektoren und der 25mm2 Leitung.

Ein Kunde will jetzt bei 6xUS5000 die Zuleitungen mit Class-T abgesichert haben. Leider passen die 125A Class-T nicht in den Class-T Power-In und Adler EF3 für den Distributor finde ich erst ab 150A. Hat hier jemand noch eine Alternative gefunden? Ich muss aber auch sagen, dass wir mit den Mega-Sicherungen noch keine Probleme hatten und die 2,5kA genau zu dem “maximum short circuit current for calculation of each module is 2500A” in der US5000 Dokumentation passen.

Mein Großhändler hat jetzt auch gesagt, dass MEGA Sicherungen sind nicht für LIfepo4 Zuleitungen geeignet sind und sie Pytes und Pylontech Zuleitungen nicht absichern, da diese intern Hardware und Software seitig pro Batterie abgesichert sind.

Wie ist der Stand im Forum?

Hallo Jens, ich hatte mich auch mit dem Thema auseinander gesetzt. Im Forum hatte ich die Lösung Adler AB1 Level Mount mit M8 Bohrung als Alternative bei kleineren Stromstärken entdeckt.

VG

Habe auch die Adler AB1 mit M8 Bohrung in Verwendung, allerdings sind diese für den normalen Lynx Distributor/Power In gedacht, nicht für den Class-T!

Das hört sich gut an, die AB1 hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Bei einem Shop kam der Hinweis, dass es eventuell Platzprobleme mit bestimmten Kabelschuhen gibt, könnt Ihr das bestätigen? Wenn ja, was war die Lösung?

Bei mir haben die Klauke Kabelschuhe trotz Hinweis knapp aber doch gepasst. Ich hätte zur Not die Rundung oben ein bisschen nachgefeilt. Bei den Cembre Kabelschuhen ist das Befestigungsloch z.B. etwas weiter außen, damit wäre mehr Abstand zur Sicherung.

16kWh-Blöcke wie aktuelle GobelPower, Panda… mit 50-70qmm-Kabeln können die 2000A der alten Mega-Sicherungen ggf. übersteigen. Daher habe ich Adler EF3 im normalen Lynx.

Jens Rehpöhler (Meine Energiewende) hat dazu mal eine Video gemacht.

Die Adler EF3 passen nicht mit normalen Klauke und Cembre 70qmm. Die SG-Variante passt auch mit 70qmm.

@BjoernK Danke, bei dem konkreten Beispiel geht es um US5000, die Pylontech Anschlusskabel und Konnektoren sind nur mit max. 120A angegeben. Als kleinste EF3 habe ich 150A gefunden, das passt m.E. in diesem Fall nicht.

Aber die Empfehlung EB1 mit M8 wird jetzt umgesetzt.

Mersen und SIBA haben diverse Sicherungen mit gewöhnlichen aber auch halbleiterschutz Kennlinien. Von Mersen gibts die Protistor als 27x60 Zylindersicherung mit aR Kennlinie, aber offiziell “nur” AC. Von SIBA hatten wir auch aR Sicherungseinsätze, finde sie aber grad nicht mehr auf deren Webseite. Inzwischen bieten sie aber auch gBat an.

Selbst habe ich grad letztens NH Einsätze von ETI mit gBat Kennlinie eingesetzt:

Sind leider alle nicht leicht zu bekommen auf dem freien Markt.

Hallo zusammen,

vorab: ich freue mich über den Austausch hier sehr wirklich ein informativer Beitrag, ich habe auch schon daüber nachgedacht andere Sicherungen als meine Megafuse zu verwenden, zu diesen Sicherungen gibt (oder gab) es noch nichteinmal eine Kennlinie aber….. als ich dieses Video im Netz (mit dem feurigen Bild der platzenden Megafuse und dem entsetzten Gesicht) gesehen habe war mir klar dass ich meine Megafuse behalte.

Die Megafuse mögen am lautesten „geplatzt“ sein und haben durch das gesprengte Gehäuse einen beeindruckenden Lichtblitz erzeugt, aber sie hat vernünftig und zuverlässig (glaube 4-5kA) getrennt. Das Ganze soweit ich mich erinnere mit den besten Widerstandswerten.

Wenn ich einen satten Kurzschluss hatte ist es mir egal wenn ich die Megafuse mit dem Besen zusammen fegen muss.

Allerdings hat meine Batterie nur 296Ah. Das mag bei größeren Batterien durchaus kritischer sein, aber die NH00 haben schon einen deutlich höheren Widerstand für ein „handelsübliches ESS“ meines Erachtens Overkill.