Kann ein tracker kaputt gehen, wenn Module zu viel Strom liefern?

Hallo, liebe Experten,
Ihr habt mich schonmal sehr gut beraten.
Wir hatten ja an unserem Multi RS Solar 48/6000/100 7 Module mit einem Y-Stück an zwei trackern, da die 7 Module 15,14 A (Imp) bei 7x 33,7V=236V liefern, das sind 3,63 kW (ein Modul “maximum power” 510W) und somit mehr als die “maximale Umwandlungsleistung” (3kW) eines MPPT. Das mit dem Y-Stück war verkehrt, ein tracker ging dadurch kaputt. Nun hängen alle 7 Module an einem Tracker.
Lt. Datenblatt hat ein tracker eine “maximale Umwandlungsleistung” von 3 kW, eine “maximale betriebliche Eingangsstrombegrenzung” von 12A und einen “maximalen Kurzschlussstrom” von 16A.

Meine Frage: Regelt der mppt den Eingangsstrom herunter, wenn der 12A übersteigt? Können wir das System also so belassen, oder müssen wir 1 bis 2 Module aus dem string nehmen, weil sonst der tracker Schaden nehmen kann? Unser string könnte ja maximal 3,63kW liefern.

(Hab eh ein Verständnisproblem: Wenn schon ein Modul Imp von 15,14 A hat, dann übersteigt ja schon dieser Strom die ‘maximale betriebliche Eingangsstrombegrenzung’ des trackers.)

Vielen Dank erneut für Eure Hilfe!

Den Strom begrenzt er selber ;O))))

Nur die Solarspannung darf nicht überschritten werden.

Danke Holger! Ich verlass mich voll auf Deine Aussage!

Victron gibt i.d.R. einen zulässig höchsten Kurzschlussstrom an, der nicht überschritten werden darf.

Der Tracker kann den (Über-)strom regeln, es kann aber zu gewissen Situationen kommen, wo er das nicht schnell genug kann, dann darf der Strom am Eingang einfach die Grenzwerte nicht überschreiten.

Also ja, ein MPPT kann kaputt gehen wenn man ihn überlastet.

Danke Jetlag. Für den tracker steht im Datenblatt: Isc (ich denke das ist Kurzschlusstrom) 16A. Damit sehe ich mich auf der grünen Seite :wink:

Ja, der Isc (short circuit) ist die richtige Angabe.

Wenn du also keine parallel geschalteten Module (mehr) dran hast, dann sollte das passen.

Es geht ja hier um den EINGANGSSTROM … und det wird automatisch begrenzt..

den Ausgang sollte man schon “selbst” schützen ;O)))

Es gibt sehr wohl einen zulässigen max. Eingangsstrom. Es gibt in einem MPPT Bauteile, meistens MosFets, die bestimmte Parameter haben, die nicht überschritten werden dürfen. Da sind wir uns ja doch einig? :wink:

Und das so oft genannte “Wegregeln” eines zu hohen Stroms passiert in dem der Regler die Modulspannung so ändert, dass sich der Strom verringert. Jetzt überleg mal wie schnell das passiert…?

Das passiert nicht im Microsekunden, das dauert ein Weilchen.

Und wenn nun eine Grenzsituation entsteht, wenn, dann kann es problematisch werden.

Eine solche Grenzsitation entsteht, wenn die Beleuchtung schwach ist durch z.B. Wolken, womöglich noch Regen der die Module abkühlt, und dann zieht die Wolke ab und es kommt die volle Sonne auf die Module.

Dann übersteuern/über-performen Module gerne mal ganz ordentlich. Hast du bestimmt schon gesehen.

In so einer Situation versucht der Regler erstmal den höchsten Strom/Leistung zu erreichen, der Regler ist also “voll” auf, dann kommt die Sonne und der Strom schießt hoch und kann den Regler bzw. Die Eingangstransistoren überfordern.

Ich beobachtet in solchen Situationen dass eines meiner Modulfelder, mit 3,68kWp Nennleistung, bis zu >4,3kWp erzeugt.

Darum hat jeder Tracker auch eine solche Angabe, ob es ein DC MPPT ist, oder ein Modulwechselrichter.

Ich würde es jedenfalls nicht riskieren. :wink:

hallo,

der strom, den die module liefern koennen spielt keine rolle, nur die maximale eingangsspannung ist gefaehrlich. den strom den der mppt verarbeiten kann, wird er nie ueberschreiten. ich habe 2 mppt 150/100 mit dem pv-eingang an einem akku haengen, nach deiner meinung, muessten die dann ja sofort wegen ueberstrom durchbrennen!

abgesehen davon, dass ein mppt 150/35 auch mal kurzeitig ueber 40A liefern kann, bevor er dann auf 35A dauerstrom runter geht!

und der maximale eingangsstrom ist auch nur bei verpolung von bedeutung, ansonsten ist das nur eine bedeutungslose zahl! bei mir koennte der mppt 150/100 problemlos mehrere 100A am eingang ziehen, was aber weder die sicherung noch die steuerung zulassen. er arbeitet dann aber nicht im mppt-modus, sondern immer nur im limit-modus, weil entweder die ausgangsspannung oder der -strom begrenzt werden!

auch wenn die sonne ploetzlich rauskommt, dann ist das nicht wie bei einem blitz und der mppt braucht mit sicherheit weniger als 1 ms um sich neu einzuregeln, so schnell ist die sonne bzw. die wolken aber nicht!

wie schnell der mppt regeln kann, ist abhaengig von der schaltfrequenz der leistungshalbleiter und je hoeher die ist, desto schneller kann er nachregeln. normalerweise sollte er da nicht mehr als 3 takte brauchen ausser er steuert das nur ueber die cpu und der ad-wandler ist zu langsam!

tschuess