"USV" für Homeserver mit Victron, oder doch eine fertig USV

Hallo rundherum,

seit einiger Zeit habe ich einen Homeserver bei mir im Heimgebrauch am laufen.

Das übliche Zeug halt. Proxmox, VMs mit zB Home Assistant, Immich,. Durchschnittsverbrauch ca. 21 Watt, ich gehe mal von 25 Watt im Schnitt aus. Zwischen 18 und 32 Watt wechselt er gerne. Peaks bis 45 Watt.
74 Watt AC DC Netzteil von Leike an einem picoPSU-160-XT DC/DC (160 Watt)

Nun habe ich aber keine USV.

Es gibt natürlich “richtige” USVs von… keine Ahnung. Liegen so um die 100 EUR und verbrauchen 5 - 15 Watt. oder auch 200 EUR. Verlässlichere Verbrauchswerte finde ich nicht..
APC Back-UPS BX750MI-GR ca. 90 EUR wäre wohl meine Wahl oder auch eher Eaton Ellipse PRO Tower ca. 180 EUR.
Je länger ich da aber herumlese, desto unsicherer werde ich mir da..

Oder…, da ich meinen Homeserver mit einer PicoPSU mit 12 Volt DC Anschluss betreibe..:
Victron.
Ladegerät
Victron Energy Blue Smart IP22 12/151
BPC121542002

lifepo4 Akku
ECO-WORTHY LiFePO4 Batterie 12V 50Ah oder Langzeit oder Werchtay aus Polen, echt keine Ahnung welche Hersteller. winnerbatteriende sieht wohl ganz gut aus.. :smiley:
/oder eine mit nur 30 ah

DC-DC Wandler
Victron Energy DC-DC Konverter isoliert Orion-Tr 12/12-9A (110W)

Verluste?

Gedacht: “Nachts” x Stunden mit ausgeschalteter Smarthome Steckdose betreiben, danach wieder mit Smarthome-Steckdose einschalten zum laden. Irgendwie an Sonnenutergang/aufgang orientiert. relativ plump. Habe keinen Bluetooth stick am Homeserver und auch sonst nichts von Victron.
Das AC DC Netzteil zur picoPSU würde entfallen.

Ist das eine Schnapsidee? Ich denke, das wäre overkill. Zumal ich mittlerweile einen AC Heimspeicher besitze.
Oder sind diese Heim USV doch eher so “naja”… denn diesen Eindruck habe ich. Bewerten in Geizhals sind eher ab 180 EUR vertreten.
Preislich:

  • APC Back-UPS BX750MI-GR ca. 90 EUR > :confused:
  • Eaton Ellipse PRO Tower, 650VA, DIN, USB ELP650DIN ca. 180 EUR > :slight_smile:
    Victron um die 250 EUR (30ah)- 320 EUR (50ah) > :slight_smile: :slight_smile: ?

Über Gedanken und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Möglich, finde ich einen brauchbaren Ansatz. Persönlich hätte ich in diesem Fall jetzt wohl eher auf eine Yuasa VRLA gesetzt, aber LiFePo geht sicher auch.

Wieso? Also, was ist der praktische Nutzen daraus, die Ladung auszuschalten, die Batterie zu entleeren und dann im Anschluss wieder vom Netz zu laden? Wenn jetzt noch ein MPPT dabei wäre, dann sähe das anders aus. Wenns nur darum geht den Verbrauch aus dem AC-Speicher decken zu können, dann sollte dieser das auch Nachts können.

Sinn einer USV ist doch, dass die Batterie geladen gehalten wird, und bei einem Stromausfall die Last weiterläuft. Das wird erreicht mit dem vorgeschlagenen System. Die Forcierung eines Ausfalles bringt keinen Mehrwert aus meiner Sicht.

Ich würde davon abraten ein Victron System als USV zu nutzen. Bei Updates oder Störungen hast du vermutlich mehr Ausfälle als das Netz.

Zudem ist der Sinn einer USV dass bei Netzausfall der Server kontrolliert runterfährt, ein entsprechender USB oder SMTP an der USV ist Vorraussetzung. Ohne automatisches Herunterfahren der IT verzögert man das Problem nur aber verhindert es nicht.

Würde dir eine dedizierte USV empfehlen, gibt es deutlich günstiger als ein Victron System - und bei dem kleinen Bedarf reichen die locker.

Vor dem Kauf ins Datenblatt schauen, “Always-ON” USVs haben ebenfalls einen dauerhaften Eigenverbrauch, Offline-USVs haben nur eine minimale Monitoring Aktivität um bei Bedarf auf Akku umzuschalten.

Falls du nicht an deine Hardware “gebunden” bist: besorg dir einen Laptop als Server, da hast eine USV eingebaut :wink:

Danke für Eure Kommentare.

Da ich vom Gedanken bei einer lifepo4 war, dass sie sich etwas bewegt und nicht permanent voll herum steht.

Bei einem 30AH Akku wären es ca. 12 Stunden Laufzeit. 5 Stunden könnte man in der Nacht verbraten bis wieder PV Strom da ist, 5 Stunden Reservelaufzeit bei Stromausfall. Ich dachte lifepo4 mögen das. Bin ja nur Laie.
Lässt sich sicher ganz gut als Automation in Home Assistant einstellen.

Lässt sich ja mit Smart Plug machen. Basiert dann halt auch eher auf Schätzung, als echte Messwerte.
Als Start für den 4 Stunden Timer wäre zB der Smartplug ohne Verbindung, oder die Spannungsmessung vom Plug, da diese immer geringfügig schwankt. oder oder

Ja, das sagt der Verstand.

hallo,

welchen akku du benutzte, spielt keine rolle, ich wuerde den server ueber einen isolierten dc/dc-wandler an einen oder 2 verschiedene akkus haengen, wegen der redundanz und und ladegeraet, das auf eine ladespannung von 3-3,2V pro zelle eingestellt ist, ab die akkus.

dann wird automatisch pv-strom verbraucht und der akku tagsueber geladen. nur im winter solltest du die ladespannung regelmaessig erhoehen, damit der akku mal wieder ausbalancieren kann.

ich habe inzwischen 3 akku-systeme und alles was ueber dc versorgt wird, haengt an mindestens 2 von den akkus!

brauche ich mehr dc-leistung, kommt einfach ein weiterer dc-wandler dazu. die kann man naemlich parallel schalten.

und meine 24V usvs kommen daemnaechst auch an den li-akku!

tschuess

Ich hatte jahrelang eine APC USV am Laufen, um den Homeserver und diversen Kleinkram bei Stromausfall zu versorgen. Allerdings hat das Teil die Bleiakkus totgekocht und wollte regelmäßig neue. Außerdem schmeckten dem Teil sehr kurze Netzeinbrüche nicht, sodass es sich dabei gerne auch mal aufgehängt hat. D.h. es hat dann nichts mehr geliefert, obwohl Netzstrom wieder da war. Und irgendwann war es kaputt.

Einige Komponenten habe ich auch mit Spannungswandlern an die Batteriegleichspannung gehängt, aber da die Dinger immer mehr wurden, habe ich sie der Einfachheit halber mit dem mitgelieferten Steckernetzteil an die 230V der USV gehängt.

Da das Runterfahren von Server etc. für mich keine Option war, habe ich einen Victron Filax installiert. Am Ausgang hängt das ganze IT-Equipment und an den beiden Eingängen Normal-Netz via Multiplus und ein extra Wechselrichter (Victron Phoenix). Die beiden sind an der 48V-Batterie angeschlossen. Das Ganze läuft seither störungsfrei, auch mit diversen (geplanten) Stromabschaltungen. Die Umschaltung erfolgt im Millisekundenbereich.

Da Du an sich ja noch keine Victron-Komponenten hast, würde ja der Filax, ein Wechselrichter, ein Akku und ein Ladegerät dafür reichen. Akku könntest Du einen beliebigen nehmen, es muss halt das Ladegerät darauf abgestimmt werden. Und wenn der Akku nur im Notstromfall zum Einsatz kommt, muss er halt regelmäßig auf seine Einsatzfähigkeit geprüft werden. Das Ganze wäre vergleichsweise unaufwendig.

Viel Spaß beim Basteln :grinning_face:

dem kann ich voll zustimmen.

Habe auch jahrelang eine APC USV gehabt um nicht immer den Home-Server bei Victron-Updates oder Netzumbauten runter fahren zu müssen.

Die beiden Akkus waren regelmäßig nach 1-2 Jahren erledigt. Selbst wenn man die günstig kauft, sind das jedes Mal 40-50€.

Einmal hat so ein Update Schwierigkeiten gemacht und etwas länger gedauert, die Akkus waren schon nicht mehr die Besten. Endergebnis: Shutdown und ein 10TB Raid zerschossen.

Ich würde das Problem mit einem justierbaren Industrie-Netzteil (z.B. https://www.ebay.de/itm/326429380001) und einem LiFePO4-Akku lösen. Das Netzteil wird auf eine Spannung von 13,8 V eingestellt und an den Akku angeschlossen. Weil die “picoPSU-160-XT DC/DC” nur mit maximal 13,0 V arbeiten soll müssen zwischen Akku und PSU noch zwei Gleichrichterdioden geschaltet werden, das reduziert die Spannung um etwa 1,2 V. Wegen der Ströme bis 6 A müssen die Dioden mindestens 7,5 W Verlustleistung abführen können. Einfach einen Brückengleichrichter im Metallgehäuse nehmen, die + - Anschlüsse verbinden und an den ~ Anschlüssen zwischenschalten. Da muss man nicht mehr auf die Stromrichtung achten und hat zwei Dioden in Durchlassrichtung zwischengeschaltet. Der Gleichrichter muss aber noch auf einen Kühlkörper (Kühlblech) geschraubt werden.