Unterstützung Ladebooster, Smart Charger mit Nordelectronica Technik

Guten Tag zusammen und vielen Dank für die Aufnahme,

ich habe mich hier angemeldet, um die letzten Feinheiten zu erfahren, damit meine Umrüstung auf deine LiFePo Batterie in meinem EuraMobil Profila nicht schief geht.

Das WoMo war ab Werk (Bj 2023) mit den üblichen Nordelectronica Komponenten und einem Büttner Solarregler ausgerüstet. Das ganze geht aktuell noch auf eine 80Ah Gel Batterie.

Vor ein paar Wochen habe ich schon den Solarregler gegen einen MTTP 100/30 von Victron ausgetauscht (und natürlich passend Konfiguriert), damit man überhaupt mal ein Gefühl dafür bekommt, ob die PV Anlage vernünftig arbeitet. Da der Büttner Regler einen zweiten Abgang für die Erhaltungsladung der Fahrbatterie hatte, habe ich diesen Zweig über einen Voltronic Standby Charger Modul ebenfalls “nachgebaut”. Das läuft jetzt sein ein paar Wochen stabil und ich kann die Daten über die App von Victron betrachten.

Nun ist der Wunsch nach einer LiFePo Batterie aufgekommen, was aber jede Menge weitere Komponenten und umbauten nach sich zieht. So kann ich mit dem 21A Nordelectronica Landstromladegerät in der neuen Konstellation nicht mehr viel anfangen. Es hat zwar einen DIP Switch um die Ladekurve auf LiFePo anzupassen, aber es wäre blöd, wenn man bei so vielen Victron Komponenten, ein einziges Fremdgerät im System übrig lässt.

Also kommt noch ein Smart Charger und auch ein Smart Shunt dazu. Da der Smart Charger (1+1) ebenfalls einen 3A Abgang für die Erhaltungsladung der Fahrbatterie besitzt, kann ich den ganzen Kram von Voltronic wieder raus werfen.

Ich habe viel recherchiert und hoffe das ich die richtigen Schaltungspläne im Web gefunden habe. Wenn jemand etwas ähnliches aufgebaut hat - OHNE Wechselrichter - würde ich mich freuen, wenn er seinen Plan einmal teilen könnte.

Des weiteren habe ich die Informationen im Web gefunden, das man am Nordelectronica Baustein in der Elektro Hauptverteilung, eine Brücke stecken muss, wenn man einen externen Ladebooster einsetzt. Den Zusammenhang verstehe ich noch nicht so ganz. Warum muss dieses Trennrelais auf der Nordelectronica Platine überbrückt werden?

Außerdem soll wohl die Nordelectronica Platine auf Blei/Gel Batterien ausgelegt sein, was dazu führt, das am EuraMobil Anzeigedisplay im Fahrzeug die LiFePo Aufbau Batterie immer 100% anzeigen wird - auch wenn diese leer. Dies hat wohl etwas mit der Spannungslage der LiFePo Batterie zu tun. Weiß jemand, ob man an dieser Platine von Nordelectronica etwas “tunen” kann, sprich Widerstand ändern, das am Anzeigedisplay wieder Sinnvolle Werte raus kommen?

Grundsätzlich ist das nicht dramatisch, da ich auch einen Cerbo GX verbaut habe der die Daten Richtung Industrie PC nach io Broker schicken wird. Die gesamte Visualisierung wird dann auf einem iPad-Mini durch ioBroker erfolgen (u.a. auch Füllstände Gas, Wasser, Toilette und Temperaturen über einen Victron Tank 140 bzw. BT). Trotzdem wäre es Nice to Have wenn am original Display auch passende Wert auftauchen würden.

Ich glaube ich habe mein Vorhaben ganz gut geschildert. Wie gesagt, ich habe viel gelesen, bin aber für jeden Hinweis Dankbar, der mich vor einer teuren Fehlschaltung bewahrt. Darum - BITTE - textet mich mit Ratschlägen und Hinweisen gerne zu. Vielleicht weiß ich das andere ja schon, aber als Verifizierung ist jeder Kommentar hilfreich.

In diesem Sinne, vielen Dank für Eure Unterstützung.

Sully

Sehe zu daß die Batterie einen Battery Can mit Victron Protokoll besitzt. Bulltron, Victron haben fertige brauchbare Lösungen.

Kann sein daß Du einen smartshunt zusammen mit einem BMS einsetzen mußt (geringe Ströme werden von einigen BMS-Sensoren nicht erkannt)

Dann würde ich gleich einen Multiplus verbauen, Du kaufst jetzt einen smart charger, später noch einen WR extra.

Meist wandert bei üblichen Installationen ein WR-Billiggerät unter die Bank mit allen Problemen (Erdung, Absicherung, Steuerung), warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen und ein sauber durchsteuerbares System haben.

Mit zukünftigen Softwaremods wird das System immer mächtiger (Womo als Balkonkraftwerk am Haus, Carport-PV über Womo steuern, Microgrid Funktion mglw. auf Campingplätzen nutzen wenn diese zukunftsfähige Anlagen installieren (Victron-Platzsystem))

schau Dir wiring unlimited an.

Es gibt eine gute Seite eines Yachtbauers (verlinkt in einigen Foren) mit einer Zusammenfassung über Li Technik (nordkyndesign, Featured articles, Li Battery systems)

doppelpost gelöscht

Das Trennrelais wir deaktiviert und nicht überbrückt. Genaugenommen wird der Transistor, der das Relais schaltet, durch die Brücke dauerhaft gesperrt.

Da es für die NE Geräte nur Blockschaltbilder gibt, wird das Anpassen der Spannungskurve wohl etwas kompliziert, wenn nicht sogar unmöglich werden. Warscheinlich müßte es dann aber auch im Panel erfolgen.

Die Batterie sollte von Supervolt (180 Ah) kommen. Aktuell ist der Mark ziemlich ausgedünnt was LiFePo Akkus in “normalen” Kapazitäten betrifft. Supervolt kann wohl noch liefern.

Es geht hier nicht um Autarkie. Ich möchte einfach nur ein bisschen Reserve haben, denn üblicherweise stehen wir auf Campingplätzen und nutzen Landstrom. Ich sehe in dem WR für mich keinen Mehrwert.

Da Server und Router für das Internet und ioBroker 24/7 laufen brauche ich ein bisschen Puffer - das ist der einzige Grund.

Wenn es bei dir wirklich nur um etwas mehr Puffer fuer Router/Server/ioBroker geht, finde ich den Plan ohne Wechselrichter erst einmal voellig nachvollziehbar. Dann muss das System nicht groesser werden als noetig.

Zu den zwei Nordelectronica-Punkten wuerde ich es so trennen:

  1. Das Nordelectronica-Panel wird den LiFePO4-SOC sehr wahrscheinlich nicht sinnvoll anzeigen. Viele dieser Anzeigen sind im Kern spannungsbasiert bzw. auf Blei/Gel-Kennlinien ausgelegt. Bei LiFePO4 ist die Spannung ueber weite Bereiche sehr flach, daher sieht das Panel dann lange “voll” aus. Ich wuerde den SOC dafuer konsequent vom SmartShunt nehmen und die alte Anzeige nur noch als grobe Spannungsanzeige betrachten.

  2. Beim Ladebooster geht es normalerweise nicht darum, Lastpfade wild zu bruecken, sondern das interne Trennrelais bzw. die bisherige Lichtmaschinen-Ladelogik der Elektroverteilung aus dem Spiel zu nehmen. Der Ladebooster soll die Verbindung Starterbatterie → Aufbaubatterie kontrolliert uebernehmen. Zwei parallele Ladewege/Relais, die gleichzeitig in die Aufbaubatterie arbeiten, sind bei LiFePO4 eher eine Fehlerquelle.

Die konkrete Bruecke/Steckposition wuerde ich aber wirklich nur nach dem passenden Nordelectronica-/EuraMobil-Schaltplan setzen. Da gibt es mehrere Varianten, und eine falsche Bruecke in der EBL kann sehr nervig werden. Fuer die Victron-Seite sind als Abgleich vor allem die SmartShunt-Anleitung und “Wiring Unlimited” hilfreich: Shunt wirklich als zentralen Messpunkt in den Minus der Aufbaubatterie, keine Verbraucher/Lader am Shunt vorbei, und Batterie-/Ladegeraeteinstellungen passend nach Batterieherstellerdatenblatt.

Welchen NE Verteiler hast du jetzt genau? Die Möglichkeit das Trennrelais durch eine Drahtbrücke zu deaktivieren, wurde erst ziemlich spät eingeführt und ist in älteren Geräten nicht vorhanden.

Da ich die beiden Nordelectronica Kisten noch nicht demontiert habe, kenne ich das genaue Plantinenlayout noch nicht. Laut Label handelt es sich um eine NE355 und eine NE317 EBL. Im Web habe ich dieses Bild gefunden, was wohl die angesprochene Brücke darstellen soll.

Quelle: Ducatoforum

Andere Frage zu der Thematik - arbeitet hier ggf. jemand mit Splan und hat die Victron Komponenten als SPlan Bibliothek umgesetzt?

Das NE355 ist das eigendliche EBL. Das NE317 ist nur eine Unterverteilung.