Guten Abend,
bis Juni soll der Rohbau meines Bruders stehen. Da alle Solarfirmen in unserer Region maßlos überteuert sind, obwohl zudem das Gerüst durch den Bau bauseits vorhanden ist (6 kWP Anlage mit 5 kWh Speicher 14.700 €), möchte ich die Anlage selbst zusammenstellen. Hinweis - ich betreibe selbst 8 einphasige Mikrowechselrichter (auf allen 3 Phasen gleichmäßig verteilt) sowie einen dreiphasigen Wechselrichter. Diese sind entsprechend AC angeschlossen (alles selbst erledigt). Neben dem Zählerschrank ist ein Victron MP II 5000, den ich selber programmiert und installiert habe. Ich bin kein Elektriker, habe aber Hilfe und wir haben die gesamte Hausinstallation selbst erledigt. Am Ende hat mein Elektriker nur den Anmeldeantrag unterschrieben und nochmals sich die Anschlüsse angeschaut (seit über 3 Jahren nichts abgebrannt
)…
Aus diesen Gründen traue ich mir zu, die Anlage in Eigenleistung mit Abnahme eines Elektrikers durchzuführen. Vorrüstung für die PV ist eingeplant (Kabelkanal zum Dachboden, Halterung im Dach im Abstand für 1757 × 1134 × 30 mm Module - Dazu passt wahrscheinlich das K2 System und es muss nicht im Kreuzverbund mit den Profilen gearbeitet werden. Im Anhang befindet sich die Dachfläche. Das Dach ist komplett Richtung Süden gerichtet, Dachneigung 45 °. In der Mitte des Daches befindet sich eine Gaube. Somit passen links und rechts neben die Gaube je 6 Platten. Auf das Garagendach, welches 2 Meter neben dem Wohngebäude steht, nochmals vermutlich 6 Platten.
Da auf dem umliegenden Objekt Denkmalschutz ist, musste die Dachfarbe schwarz bzw. anthrazit sein. Aus diesem Grund sind full black Module gewünscht. Ich verwende bei mir teils die AIKO Solar 465W Glas-Glas Full Black Modul AIKO-A-MAH54Db Neostar 2S+. Die kosten aktuell um die 75 €/Stk. Die neueren AIKO Solar 470W Dual Glass Full Black Modul AIKO-A470-MCE54Db Neostar 3S+ sind ca. 10 €/Stk. teurer. Sollte man auf 3S+ gehen oder würdet ihr komplett andere Module empfehlen? Ich finde die 2S+ bei mir im System rundum gelungen, weshalb ich bei den 3S+ bin…
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| Zellentyp | N-Typ ABC (All Back Contact) |
| Pmax [W] (Peakleistung) | 470 W |
| Voc [V] | 40,70 V |
| Vmp [V] | 34,30 V |
| Isc [A] | 14,72 A |
| Imp [A] | 13,71 A |
Ich würde 2 Strings vorsehen, da auf der rechten Dachseite ein wenig eher die Sonne ist als auf der linken durch die Gaube. Dafür werde ich 6 mm² Solarleitung nutzen. jeweils 2 Stränge werden somit vom Dach zum HWR geführt. Ein String hat somit eine Länge von ca. 13 Metern. Würdet ihr das ebenso machen? Ein dritter String ist der zum Garagendach.
Wechselrichter und Batterie:
Da ich die Flexibilität Von Victron gut finde, dachte ich an den MP II 5000 oder den neueren 6,5 K. Dazu entsprechende Laderegl(er). und mind. ca. 15 kWh LFP 48 V Akku. Ich nutze hier die Pytes. Ich habe aber gesehen, dass es mittlerweile fertige Packs von 15 - 20 kWh gibt. Aufgrund des Platzes wäre ich eher dafür. Mit den Ladereglern kenn ich mich aufgrund der bei meiner Anlage durchgeführten AC Anbindung überhaupt nicht aus. Es gibt auf der Victron-Seite einen Rechner. Der Rechner sagt nach meiner (hoffentlich falschen Eingabe), dass es keine passenden Regler gibt. Erst wenn ich die 6 Platten auf einen String lege, kommt der SmartSolar MPPT RS 450/100-MC4 in die Anzeige. Aber wenn ich von den Kisten 3 benötige + den MP, wäre das geldlicher Wahnsinn. Gibt es irgendwo eine gute Einführung, wie die MPPT funktionieren und wie deren Auslegung ist? 2x die Victron SmartSolar MPPT 250/100 müssten doch für das Dach reichen, wobei ich bei Youtube auch eine Anlage gesehen habe, die 12x 430 Platten an einem 250/100 nutzt.
Daher auch hier die Frage, ob man aufgrund der Ausführungen eher ein anderes System nutzen sollte. Ein Hochvoltakku ist allerdings um ein vielfaches teuer und auch nicht eben nachrüstbar…
AC-seitig soll der Elektriker im neuen Zählerschrank direkt von der Klemmbrücke einen FI/LS mit 25A vorsehen, woran man direkt den MP anschließen kann.
Dazu noch eine Frage: Das Haus wird eine Wärmepumpe besitzen. Es ist kein separater Zähler vorgesehen. Ich hätte jetzt dem Elektriker aufgetragen, dass er so anschließt, dass wenn er von der Hauptabzweigklemme kommt, er wie ein T aufbaut: An dem einen Abgang hängt die Wärmepumpe, an dem anderen das gesamte restliche Haus, damit der Akku nicht von der Wärmepumpe leergezogen wird. Wo sollte der EM540 Energiezähler eingebunden werden? Sollte man hier den neuen blauen von Victron nehmen? Der hat aber nur Stromabgriffszangen und ist nicht mehr in den Stromfluss direkt eingebunden. Daher denke ich, dass doch der EM540 weiterhin besser sein sollte? Ansonsten wüsste ich nicht, wie die Wärmepumpe den Akku nicht leer zieht…
Vielen Dank für Eure Hilfe und einen schönen Restsonntag!



