Nulleinspeisung mit Victron und Hoymiles Micro-WR

@JG_embedded

wie hast Du die dynamische Limittierung realisiert, würdest Du Deinen Code teilen?

eigentlich wäre OpenDTUonBattery dafür doch genau das richtige? da ist das Meiste schon ferig implementiert?

habe jetzt noch das offiziielle Schreiben bekommen:

Ein Anschluss Ihrer Anlage und eine Einspeisung des darin erzeugten Stroms in das Netz übersteigt die Kapazität dieses Netzbereichs und würde zu einem Überschreiten der nach dem technischen Regelwerk (hier: VDE AR N 4105) zulässigen Grenzwerte führen. Dadurch wird die Stabilität des Netzbereichs sowie des vorgelagerten Verteilnetzes gefährdet.
Alternativ kann Ihre angefragte Anlage unter Anwendung einer sogenannten Nulleinspeisung an das Stromnetz der FairNetz GmbH angeschlossen werden. Das bedeutet, dass Sie ihre Anlage in Betrieb nehmen und zur Eigenversorgung nutzen können. Die Einspeisung von Strom in das Netz wird jedoch durch einen Energieflussrichtungssensor verhindert.

wird durch den Energieflusssensor verhindert finde ich ja besonders lustig…

Also den direkten Code möchte ich ungern teilen, aber ich kann hier einmal meinen Ansatz darstellen, wie ich es realisiert habe.
Aber wie so oft, es gibt viele Wege nach Rom und es gibt sicherlich hier auch andere Möglichkeiten.
Zum groben Ablauf:

  1. Ich ermittle aus dem EM540(mein Gridmeter im System) ob PV Überschuss(über alle Phasen) in das Netz eingespeist wird.
  2. Falls die Einspeisung 500W(den Wert kann man im Code per Konstante jederzeit anpassen) übersteigt, dekrementiere ich eine Hoymiles Set Limit Variable(min= 5%), wenn die Einspeisung wieder unter den Wert fällt wird die Hoymiles Set Limit Variable wieder inkrementiert.
    Der Wert wird dann zwischengespeichert und bei jede Aufruf übertragen bis über eine weitere Laufvariable die maximale Anzahl der Hoymiles WR erreicht ist. Erst danach wird dann wieder ein neues Limit übernommen, damit die Limits möglichst auf allen Hoymiles WR identisch sind.
    3.Hier wird dann aus dem Index dann die Seriennummern der einzelnen Hoymiles WR zugeordet(ich habe derzeit 4 Stück Hoymiles WR und die Seriennummern sind fix im Code hinterlegt und daraus die Payload für die einzelnen Hoymiles WR erstellt, bei mir so
    Hoymiles_SNR0 =“123xxxx”; //hier jeweils die richtige Hoymiles Seriennummer eintragen
    Hoymiles_SNR1 =“456xxxx”;
    var inData = msg.payload;
    var Hoymiles_WR_No = msg.Hoymiles_index;
    var Hoymiles_Limit = inData;

switch(Hoymiles_WR_No)
{
case 0:
msg.payload=[{serial:Hoymiles_SNR0,
limit_type:1,
limit_value:Hoymiles_Limit}];

break;

case 1:

….

4.Umwandlung in JSON Objekt
5.Aufbau des Hoymiles http POST Headers(z.B. IP Adresse der OPEN DTU + Pfades etc. sowie den Daten JSON Objekt
6.Senden per http Request

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letzter SW Stand bei OPEN DTU on Battery war, als ich mal reingeschaut hatte, dass nur ein Hoymiles WR bei der Nulleinspeisung unterstützt wird. Vielleicht werden da jetzt auch mehr unterstützt, dann braucht man nicht den Node Red Umweg.

Wenn man nicht einspeisen darf, wieso baut man nicht dann an den Hausverbrauch angepasste ESS Anlage mit der kann man über das Jahr gesehen auf eine Autarkie von 70 - 80% kommen! Habe ich auch so gemacht, da ich keine Einspeisung habe und auch nicht darf! Damit hat mein Netzbetreiben kein Problem und bisschen was wir immer ins Netz gehen, sonst dürften auch keine BKW gemacht werden, da geht mehr ins Netz als mit dem ESS System

Wnn Dein Netzbetreiber kein Problem damit hat, dann hast Du das große Glück, auf eine äußerst seltene Ausnahme gestoßen zu sein. Dabei dürften so gut wie alle Netzbetreiber absolut kein Problem mit dem Betrieb einer Nulleinspeiseanlage haben, aber so gut wie alle, deren Netze schon bis zum Rand mit PV-Strom gefüllt sind, haben definitiv ein Problem auch mit deren unvermeidlichen geringen Einspeisemengen.

Mit der Einspeisung durch ein BKW ist das aber nicht ansatzweise vergleichbar. Da ist die (unvergütete) Einspeisung beabsichtigt und geschieht planmäßig. Die geringe Leistung sorgt dafür, dass das keine nennenswerte Auswirkung auf’s Stromnetz haben kann.

Im konkreten Fall verhindert die weite Entfernung zwischen Solarmodulen und Akku/WR ein für bilanzielle Nulleinspeisung angepasstes ESS, und das wurde hier ja in aller Breite ausdiskutiert. Der Fragesteller muss deshalb Mikro-WR an seinen PV-Modulen betreiben, und muss diese durch sein ESS regeln lassen, um Netzeinspeisung durch diese zu verhindern.

Im Normalfall würde man den PV-Ertrag mittels MPPT-Ladereglern in den Akku laden, und hätte dadurch das Problem des Abregelns bei vollem Akku automatisch gelöst.

heisst dann halt aber auch

  • es braucht viele teure MPPTs
  • es reicht nicht ein MP2-3000 , eher dann 3 x MP2-5000, Haus an AC-Out angeschlossen, Transferschalter usw

Bedeutet Mehrkosten von ca. 2000€m die sich wohl nie amortisieren

Nöö, dafür entfallen ja die PV-Inverter. Kostenmäßig ist da kein Unterschied.

Und wie willst Du bei Netzausfall das Haus sonst versorgen? Nur bei Sonne mit den PV-Invertern?

Nöö, kostet nicht mehr. Aber geht hier halt wg der Entfernung nicht.

Ich habe hier auch locker 25m Strings bis zum MPPT durch KG Rohre gezogen, ist es denn so viel mehr?

IIRC hat er von 50 m geschrieben, aber es kommt dabei ja auch auf die Spannung an.

mit einem einzigen MP2-3000 oder 5000, das reicht aus

Ich bin zugegeben kein Freund von String-WR, halte ich für technisch überholt

Aber bei dem Projekt hier - nochmal darauf hingewiesen, nicht meins, ich berate nur - der o.g. Fronius-WR wäre doch sehr gut für die Hauptfläche mit 20 Panels geeignet?

Ich tendiere aktuell zum Ratschlag:

  • 20 Panels mit Fronius String-WR
  • MP2-5000 + Akku

Diese beiden Dinge anmelden, es findet sich so wohl auch ein Elektriker - und dann mit dem Rest mal schauen was man so ”bastelt”

Es gibt ja zum Glück kein Gesetz nachdem man keine PV-Panele an seien Hausfassade anschrauben darf

Wir haben hier auch PV-Panele auf dem Hühnerhaus - für 50€ für 2m² - ich bekomme kein anderes vernünftige Baumaterial billiger

Kann die Hauptfläche nicht mit einem RS 450 belegt werden? Oder zwei MPPT 250/100 mit String Combiner und je einem dicken Kabel vom GAK zu MPPT. Damit kann die Spitzenleistung in den Akku geladen werden.
Dazu ein MP2 6k5 oder ein MP2 5K.
Wenn‘s sein muss noch bis Mikrowechselrichter hinter Shellys. Die Shellys dann per NodeRed ab 90% SOC trennen oder über OpenDTU drosseln.

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OK, aber dann reicht der ja auch völlig aus, wenn Du den Akku über MPPTs lädst. Und wenn Du über Deinen Fronius lädst, wie kriegst Du dann mit nur einem einzigen MP2-3000 die PV-Leistung in den Akku?

Dein Argument kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen. Es trägt ganz einfach nicht.

Die Frage hatte ich mir auch schon oben im Text gestellt:

48V/35A sind rund 1700Watt, der MP2 3k gönnt sich dabei rund 2000Watt

**[quote=“kr0815, post:1, topic:53006”]
Ein Bekannter will eine “kleine” PV-Anlage bauen, ca. 12kWp
[/quote]

**

keine Ahnung was sich da nicht trägt

Ich habe hier nur einen einzigen MP2-3000 , unterstützt durch ein Huawei R4850, das reicht locker zum laden - und der kleine MP2-3000 reicht auch locker um das Haus zu unterstützen bis der Akku leer ist

In der heutigen Zeit würde ich wohl einen 5000er nehmen, gab es damals noch nicht

Oh, wo kommt jetzt dieser Huawei her? Deine Empfehlung war das hier:

Und mehrfach hast Du sowas behauptet:

Aber egal, ich will nicht kleinlich sein. Zusammen mit dem gerade aus irgendeinem finsteren Loch hervorgekramten Huawei kannst Du von den 12 kWp PV dann also ca 4,8 kW in den Akku laden. Und was machst Du mit dem Rest von 7,2 kW PV-Leistung?

Irgendwie wollen Deine Aussagen so ganz und gar nicht zusammenpassen, und Sinn machen sie erst recht keinen. Vielleicht guckst Du nochmals in diesem finsteren Loch nach, und findest doch noch ein paar andere Ladegeräte.

wie gesagt, geht im ein anderes Projekt, nicht meine Anlage

Das solltest Du besser nicht tun, wenn Du nichts von der Sache verstehst. Und das tust Du nicht, wenn Du vollkommen ignorierst, dass Deine “Beratung” dazu führt, dass jemand eine Anlage hat, die nur einen Bruchteil des PV-Ertrags im Akku speichern kann.

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Es geht nicht um die Akkugröße … mit einem MP II-3000 kannst DU MAXIMAL ca. 1700 W in den Akku schicken…

und das bei einer 12 kWp Anlage ??

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