Nein machst du nicht. Die Abschaltbedingungen gelten für den Erdschluss also letztlich den Personenschutz. Wenn der Kurzschlussstrom zu gering ist muss ein FI in den Stromkreis. Wenn ich jetzt den TO frage um das wieviel Fache der IK zum Nennstrom des LS sein muss auch wenn ein FI verbaut ist klingelt es hoffentlich bei Ihm .
Die Impedanz ist quasi der Widerstand des Trafos, das ist natürlich viel höher als beim öffentlichen Netz.
Bei einem Kurzschluss bricht die Spannung aber auf unter 50V zusammen und die Anlage schaltet nach 1-2s ab, was meines Wissens nach auch wieder zulässig ist.
Mit dem Heizlüfter hat man einen weiteren Widerstand parallel und dadurch geht der Gesamtwiderstand runter und das Messgerät zeigt einen höheren Kurzschlussstrom an.
Absorption hat normalerweise mit der Akkuladung zu tun.
Ich vermute, das der Multi durch die Messung denkt, es würde eine Erzeugungsleistung anstehen und will den Akku laden.
Dann ist das etwas für ein separates Thema und da muss man ganz genau schauen, was da gerade im System passiert.
Also von wo kommt Strom, wo wird Strom gebraucht, wird der Akku geladen oder entladen, welchen Ladezustand hat der Akku usw.
Absorption tritt ein, wenn die Bulk Ladephase (CC Phase) abgeschlossen ist (also die Normale Ladung) und der Akku bei gleicher Spannung nurnoch etwas Strom aufnimmt (CV Phase). Was das mit dem Ausgangsstrom zu tun haben soll, ist mir aber ein Rätsel.
Meist gibt es in einem Inselnetz keinen nennenswerten Unterschied zwischen der Schleifenimpedanz und des Netzinnenwiderstandes, da sowohl die N-PE Trennstelle als auch der Trafosternpunkt relativ nahe sind. Sehr oft ist dabei auch der PE vollständig über den PE-Leiter geführt, statt über ein Erdungssystem zwischen Gebäude und Trafostation. Somit sollte der PE den selben Widerstand aufweisen wie die aktiven Leiter.
Der MP hat einen Ringkerntrafo, der eine bestimmte Impedanz aufweist. Diese Impedanz ergibt schlussendlich den Kurzschlusstrom.
Eine Last am Ausgang des MP senkt die Impedanz des Systems nur (ein weiterer Widerstand wird parallel geschaltet), somit wird der rechnerische Kurzschlusstrom hinauf gehen.
In deinem Inselnetz hast du nur zwei relativ kleine Trafos parallel, die beiden MPs einer Phase, wenn nun eine Last dazu kommt, wird sich die Impedanz dadurch im Verhältnis enorm verändern. Das Messgerät selbst, durch seinen Prüfstrom, beinflusst das System ebenfalls.
Dies ist bei einer Kurzschlusstrommessung am öffentlichen Netz theoretisch genau gleich, nur dass da das Verhältnis von Netzimpedanz zu angeschlossener Last im Gebäude um ein vielfaches grösser (kleiner?) ist. Das Netz hat einen vielfach höheren Einfluss auf das Messergebnis als eine etwaige Last es tut. Meist sieht man hier dann auch einen Unterschied zwischen der Schleifen- und der Netzimpedanz (weil der PE nicht auf die selbe Art und Weise ausgeführt ist wie die Aktiven, z.B. reduzierter Querschnitt oder Verbindung über die Erde).
Bei Messungen mit Notstromgeneratoren führt dies häufig zu Diskussionen. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Messgeräten von unterschiedlichen Herstellern, oder auch schon nur unterschiedlichen Geräten. Nach meiner Erfahrung zeigen vor allem Schleifenimpedanzmessungen ohne RCD Auslösung (no-trip) eine breite Streuung an Messergebnissen.
Das Inselsystem muss zudem auf den Prüfstrom selbst reagieren, heisst diese zusätzliche Belastung muss vom Generator/Inverter auch erzeugt werden. Schlussendlich kann ich aber leider auch keine definitive Antwort zu einem “optimalen Inselmessgerät” liefern.
Der „Widerstand“ wird nicht direkt gemessen. Das Messgerät belastet den Aussenleiter in kurzen Impulsen und berechnet aus dem „Spannungsfall“ die Impedanz. Wäre mir neu dass Verbraucher das positiv beeinflussen.
Kenne mich da ehrlich gesagt nicht so gut aus, aber ich glaube schon, das das in einem Offgrid-System einen Einfluss hat bzw. zeigt Thomas’ Test ja, das es offensichtlich so ist.
Am Netz wird das sicher anders sein.
Du vermischt da Dinge. Der Basisschutz ist der der verhindert die aktiven Teile überhaupt berühren zu können. Die automatische Abschaltung im Fehlerfall ist der Fehlerschutz. Ein FI (RCD) kann diesen Fehlerschutz normgerecht gewährleisten auch wenn der B16 wegen eines zu geringen Kurzschlussstroms (z. B. Ik = 60 A) die Abschaltbedingung von 0,4 s nicht einhalten würde. Der Zusatzschutz ist die zusätzliche Schutzmaßnahme durch einen ≤30-mA-RCD.
Der Prüfstrom ist meines Wissens zumindest für Typ A FI nicht geringer als ohne FI, der FI wird bei der Messung mit Gleichstrom betäubt. Aber genau hier hatte ich auch sehr große Abweichungen mit meinem einfachen Fluke Messgerät, das neue Benning IT200 macht das deutlich besser.