Vielen Dank fĂŒr die Klarstellung.
Die von Ihnen getĂ€tigte Aussage impliziert eine gewisse EndgĂŒltigkeit; angesichts Ihrer Position hier in diesem Forum erscheint es nachvollziehbar, wie eine solche Schlussfolgerung zustande kommen konnte. In der von Ihnen bereitgestellten Liste erkenne ich mindestens drei Elemente, fĂŒr die Victron gesetzlich dazu verpflichtet wĂ€re, Zugang zur Firmware sowie Ersatzteile bereitzustellen.
Ich komme zurĂŒck auf meine ursprĂŒngliche Bitte um abschlieĂende KlĂ€rung darĂŒber, was Victron mir zu dokumentieren erlaubt â wobei Sie in diesem Fall als Nicht-Angestellter nicht befugt sind, im Namen des Unternehmens zu sprechen (bitte korrigieren Sie mich, sollten Sie tatsĂ€chlich ĂŒber ein entsprechendes Mandat verfĂŒgen). Ihre ĂuĂerung lieĂe darauf schlieĂen, dass dies der endgĂŒltige öffentliche Standpunkt von Victron ist, wie Sie es formulierten.
Sie stĂŒtzen Ihre Argumentation auf die Notwendigkeit, geistiges Eigentum zu schĂŒtzen und den Nutzern das Reverse Engineering des Codes basierend auf dieser Notwendigkeit zu verweigern. Erneut impliziert die PrĂ€misse Ihrer vorangegangenen Aussage, dass Victron als industrieller Anbieter aufgrund dieses Status ein besonderer Schutz zugesprochen wird. Mein Argument hingegen besagt eindeutig â entsprechend meiner persönlichen Auffassung und der Intention der einschlĂ€gigen Richtlinien â, dass Systeme unter 48V nicht als industrielles Risiko fĂŒr den Anwender bei Reparaturen einzustufen sind.
Zudem ist der Hersteller nach der DurchfĂŒhrung eines simplen Firmware-Updates nicht fĂŒr etwaige auftretende SchĂ€den haftbar zu machen. Da die Verantwortung fĂŒr die FunktionalitĂ€t ab diesem Zeitpunkt beim Nutzer liegt, liegt es auch in dessen Verantwortung, mit dem GerĂ€t kommunizieren und es warten zu können. Das Gesetz definiert ausdrĂŒcklich das Recht des Nutzers auf Reverse Engineering der Firmware fĂŒr genau diesen Zweck.
Daraus ergibt sich folgendes logisches Fazit: Da ca. 80 % der Nutzer Firmware-Updates selbst durchgefĂŒhrt haben, haben sie Victron von der GewĂ€hrleistungspflicht entbunden. Diese Erkenntnis, verknĂŒpft mit Ihrer Aussage, dass dies âauf keines der Victron-Produkte zutrifftâ, lĂ€sst den logischen Schluss zu, dass es den Nutzern freisteht, ihre Systeme zu modifizieren. Es ist ihr Recht â wenn nicht gar ihre Pflicht â, sicherzustellen, dass ihr GerĂ€t so funktioniert, wie es die rechtlichen Rahmenbedingungen in vollem Umfang vorsehen.
Des Weiteren gilt es unmissverstĂ€ndlich festzuhalten: Wenn das Gesetz ein solches Vorgehen als Recht vorschreibt, erwĂ€chst daraus fĂŒr mich auch die Verpflichtung, diesem Recht nachzugehen. Nur so kann ich mich umfassend informieren und mit Gewissheit sicherstellen, dass mein Handeln und der Betrieb des Systems vollumfĂ€nglich gesetzeskonform sind.