Wie funktioniert der Lastabwurf bei einer Victron NS Wallbox, die ja keinen Eingang für einen Rundsteuerempfänger bzw. Kontakt dafür hat? Die TAB des Netzbetreibers sind nicht aussagekräftig bzw. für die Vorbereitung zur Installation absolut ungeeignet um daraus eine passende Lösung abzuleiten. Ein kompletter Lastabwurf ist nicht mehr gefordert, aber zumindest eine Reduzierung der aufgenommenen Leistung.Das kann ich entsprechend einfach über Node Red umsetzen, daß sobald ein Lastabwurf oder Reduzierungssignal aktiv ist, die Leistung z.B. auf 6A reduziert wird. Die alternative wäre ein Schütz, daß die Wallbox hart vom Netz trennt. Leider will/kann der Netzbetreiber diesbezüglich keine greif/umsetzbare Antwort geben, ob gem. §14a EnWG eine smarte Steuerung über das Victron Ökosystem zulässig ist. Gibt es hier Erfahrungen?
Siehe Anleitung:
Das kabel von der Wallbox bis zum Zählerkasten musst Du halt selbst verlegen…
Und ob der Netzbetreiber dann was macht … das weiß keiner…
Einfach Anschluß zur Verfügung stellen, beim Netzbetreiber anmelden … und ab dann hast Du (eigentlch) Anspruch auf “Vergütung” nach $14a
Top! Vielen Dank! Aber nun kursieren bzgl. des zu wählenden Widerstands erneut mehrere Aussagen, was ist denn nun gültig? Beste Grüße!
Gültig ist das, was in der aktuellen offiziellen Anleitung steht/gezeigt ist.
Warum sollte man es nach einen anderen, ggf. veralteten, Schema machen, das man irgendwo gefunden hat?
(ich weiß, das ich selbst hier in der Community die alte Variante geteilt habe, aber das war eben die zu dem Zeitpunkt gültige)
Also die 3,3V über einen 10k Widerstand zusammen mit dem I/O auf GND…sehr gut!
Hallo, ich habe das bisher mit Node red umgesetzt. Es gibt ein Modbusregister an der EVCS mit der du die WB in den Zustand „externe Begrenzung“ setzen kannst, wird also auch genau so angezeigt wie es der Eingang 14a an der EVCS macht und kann nicht manuell überschrieben werden.
Ich bin der Meinung das ist so auch völlig in Ordnung zum jetzigen Zeitpunkt, da ich bisher auch keinerlei Anforderungen ausfindig machen konnte außer „funktionstüchtig“. Alle Steuerungen seitens Netzbetreiber sind so ausgelegt dass im Fehlfall nicht in die Kundenanlage eingegriffen wird.
Natürlich reden wir von kleinen Anlagen am Niederspannungsnetz.
Ja, das behagt mir deutlich mehr als das gefummel an der Platine, zumal ich an der Wallbox keinen zusätzlichen Kabeldurchbruch mehr habe und auch kein Loch reinbohren möchte.Auch wenn das EVU diese Möglichkeit vermutlich nicht nutzen wird, mir bringt die Reduktion auf 6A gar nix, da unser Smart unter 9A nicht mit dem laden anfängt. Mir reicht eine EnWG 14a verträgliche Lösung, obwohl reine WLAN Lösungen da durchaus beargwöhnt werden. Also muss es eine pseudo kabelgebundene werden. Der noch zu installierende Rundsteuerempfänger schließt über eine Leitung einen virtuellen Kontakt und die Wallbox geht in die externe Begrenzung.Der Elektriker sieht nur eine 2 polige Leitung die er auflegt und gut.
Das man das mit NodeRed oder Modbus machen kann… das ist bei vielen Anlagen möglich…
Aber, diese eigene “Bastelei” entspricht halt nicht den Vorgaben via § 14A..
umd ob das der Versorger dann akzeptiert ??
Also aus Erfahrung mit über 200 VNB: das würden die wenigsten so akzeptieren. Viele maulen schon, wenn das Kabel nicht vorgezogen ist.
letztlich liegt da jetzt ein gezogenes Kabel, das beim brücken seiner beiden Adern ein Drosselungssignal an die Wallbox sendet und hier ein Schreiben für den Elektriker: 1. Technikneutralität des Gesetzes
Kernpassage aus §14a EnWG (Gesetze‑im‑Internet):
„Dabei kann die netzorientierte Steuerung über wirtschaftliche Anreize, über Vereinbarungen zu Netzanschlussleistungen und über die Steuerung einzelner steuerbarer Verbrauchseinrichtungenerfolgen.“gesetze-im-internet
Argumentation:
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Der Gesetzgeber beschreibt nur das Ziel („Steuerung … einzelner steuerbarer Verbrauchseinrichtungen“), aber kein technisches Mittel.
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Es gibt keine Einschränkung auf „Relaiskontakte“ oder „Rundsteuerempfänger“.
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Eine Steuerung über Modbus (oder OCPP, EEBUS etc.) ist damit von der Formulierung umfasst, solange sie faktisch die Leistungsaufnahme steuert.
2. Kopplung an Smart‑Meter‑Gateway, nicht an ein bestimmtes Protokoll
Weitere wichtige Passage:
„Sobald die Messstelle mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet wurde, hat die Steuerung […] über ein Smart‑Meter‑Gateway […] zu erfolgen.“gesetze-im-internet
Argumentation:
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Vorgeschrieben ist die Einbindung in ein intelligentes Messsystem / Smart‑Meter‑Gateway, nicht die interne Technik, mit der das Gateway oder die Steuerbox mit der Wallbox kommuniziert.
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Das SMGW / die Steuerbox gibt ein Steuersignal aus; wie dieses Signal im Haus weiterverarbeitet wird (Relais, SPS, Modbus‑TCP auf eine Wallbox) bleibt offen, solange die Vorgaben der BNetzA eingehalten werden.
Damit ist eine Kette „Steuerbox → SPS → Modbus → Wallbox“ vom Gesetz gedeckt, wenn der Netzbetreiber darüber verlässlich die Ladeleistung reduzieren kann.library.e.abb+1
3. Bestätigung der Praxis: Modbus ausdrücklich als zulässiger Weg
Hersteller und Fachdokumente nehmen genau diese Technikneutralität auf und nennen Modbus ausdrücklich als zulässigen Weg:
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go‑e beschreibt in seiner §14a‑Konformitätsinfo:
„Verbinde die Ladestation über eine der folgenden Möglichkeiten mit dem Steuersignal des Netzbetreibers: […] Steuerung über Modbus TCP mittels SPS […] OCPP Schnittstelle des Netzbetreibers.“go-e
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DEFA erläutert §14a und nennt als Varianten:
„1. Steuerung über FNN (Rundsteuerempfänger) […] 2. Verwendung von Modbus TCP […] 3. Verwendung von OCPP 2.0.1 (Cloud-basiert).“
Natürlich geht modbus … aber .. dann brauchst Du ein "fernsteuerbares " Modbusgerät … das auch eine entsprechende Zulassung hat…
und der Versorger muß es auch unterstützen…
Vorgaben von meinem Versorger =>>>>
>Die zur Steuerung notwendige Signalübertragung kann mittels einer digitalen Datenleitung (digitale Schnittstelle) oder einer analogen Steuerleitung (Relais) umgesetzt werden. Die Wahl der Übertragungsmethode richtet sich nach den technischen Möglichkeiten der steuerbaren Verbrauchseinrichtung. Wenn die steuerbare Verbrauchseinrichtung technisch in der Lage ist, sowohl eine digitale EEBUS Datenverbindung als auch eine Interpretation der Relaiskontakte zu verwenden, ist stets die EEBUS Datenverbindung zu bevorzugen. Bei Vorhandensein mehrerer steuerbarer Verbrauchseinrichtungen oder einer Erzeugungsanlage wird der Einsatz einen (Heim-)Energiemanagementsystems [kurz: (H)EMS] empfohlen.<
Welche Zulassung? Es obliegt dem Anschein nach alleine dem Netzbetreiber was er akzeptiert und was nicht. Oder welche „Zulassung“ meinst du genau?
Hier steht ausdrücklich dass eine Ansteuerung über Modbus erwünscht ist, selbst das HEMS ist empfohlen. Das ist nichts anderes als ein Home Energie System dass die WB ansteuert über Modbus. Und ein HEMS hat auch keine „Zulassung“. Selbst Knx wird wortwörtlich vorgeschlagen.
Ich denke wir sind in einer Übergangsphase in der nichts wirklich Standardisiert ist.
@Meine_Energiewende ich müsste die Netzbetreiber suchen die überhaupt nachfragen wie das umgesetzt wurde. Deshalb könnte ich noch nichtmal beurteilen wieviel Netzbetreiber das nicht „akzeptieren“ würden.
Das Kabel zur Kommunikation oder Steuerkabel zur Wallbox ist auch ganz klar standardisiert und in der DIN verankert und wird in der TAB gefordert.
Dann wird das bei Euch komplett anders gehandhabt als bei uns. Die Leitungen müssen liegen. Von EE-Bus etc hat da sowieso noch niemand etwas gehört. Von einem HEMS in der Regel auch nicht. Man bekommt teilweise sogar eine Mägelrüge, wenn die Schrauben in einer HV nicht abgedeckt sind (und das sind sie dann schon 20 Jahr). Alle in Life und Farbe.
Theoretisch kann man vieles machen oder auch lassen. Praktisch ist man auf die Leute vom Versorger angewiesen. Wenn die das anders sehen, muss man Dinge ändern … ob das nun richtig ist oder nicht.
Problem ist jetzt gelöst. Hinter dem RSE hab ich freie Technologiewahl lt.sehr entspanntem Elektrikermeister und da findet sich jetzt das 2 polige SteuerKabel das einen GPIO eines EI-OT Triggermoduls auf gnd zieht, einen Topic im mqtt erzeugt, der “EVU Steuerung aktiv” heißt. in Node Red hole ich mir das über mqtt in rein und sende über einen modbus flow: erst aktiven Ladevorgang stoppen (falls aktiv), auf 6A reduzieren nach Beendigung der Reduzierung zurück auf normal. Etwas sperrig, zugegeben, aber läuft…mit folgender Node inject notification im Ekrano: “-WARNING- Wallbox §14a Netzbetreiber-Steuersignal aktiv: EVCS auf 6A begrenzt und Ladevorgang gestoppt” Vielen Dank noch mal in die Runde für die Inspiration! Die entspannte Fachkraft vor Ort ist vermutlich das A und O bei solchen Dingen!
Ja die Schrauben müssen abgedeckt sein wegen SKII und die Kabel müssen zur WB liegen etc. das ist ja aber auch alles korrekt was der Netzbetreiber da bemängelt. Aber wie oft wird die Umsetzung nach 14a hinterfragt bzw. bemängelt ? Darum geht es, nicht um Dinge die seit Jahrzehnten das Thema bei Abnahmen sind.
Perfekt… man muss halt auch signalisieren dass man es umsetzen möchte und zwar so dass es funktioniert. Schön dass es noch andere gibt die gute Erfahrungen mit den Netzbetreiber haben.
Jedes Mal (ist natürlich überspitzt - aber es kommt einem so vor) … natürlich müssen Abdeckungen da sein. Dummerweise haben wir die teilweise nicht und es gibt sie auch nicht mehr (und wir haben es nicht gebaut).
Jeder Netzbetreiber macht da seinen eigenen Mist … mal ist das richtig, und mal ist das richtig, was der andere gerade abgelehnt hat. Natürlich gibt es auch Netzbetreiber, bei denen es einfach läuft.
Stimmt, dieser ganze bürokratische Aufwand schlaucht total. Seitdem habe ich gelesen, dass standardisierte Protokolle die Ersatzteilsuche für Altanlagen massiv vereinfachen. Das erinnert mich an meine kleinen Geschenkprojekte: Ich habe meinen Kollegen personalisierte Schlüsselanhänger und gravierte Accessoires geschenkt, um unsere Erfolge bei schwierigen Projekten zu feiern. Eine kleine Aufmerksamkeit, die hilft, die Stimmung zu heben, wenn der Papierkram endlos wirkt.