Mit der VenusOS-Version 3.75 werden kurz vor erreichen des 100% SOC meine MPPTs auf 0 abgeregelt (ca. 10 Uhr) . Nach einer gewissen Wartezeit wird dann mit der Einspeisung begonnen. Das BMS meldet keine Zell-Überspannung, oder sonstige Alarme. Die µInverter sind am AC-IN und liefern natürlich weiterhin Energie.
Ist das jetzt ein neues Feature, oder tatsächlich ein Bug ?
In der Version 3.73 trat dieses Verhalten nicht ein.
Das System:
1 x MP II 3000 GX
2 x MP II 3000
2 x Seplos BMS 2.0 mit insges. 580Ah
1 x SmartSolar 250/100
2 x SmartSolar 250/60
1 x SmartSolar 100/20
4 x Hoymiles µWR am AC-In
Ich tippe auf ein Feature. Was passiert, wenn bei 100% SOC das Netz ausfällt? Der Multiplus erhöht die Frequenz, damit die Mikroinverter nicht zu viel Leistung erzeugen. Was passiert, wenn der SOC auf 100% bleibt und das Netz wieder kommt? Noch bevor der Multiplus eine Verbindung zum Netz schaltet, muss er auf 50 Hz gehen und warten bis die Phasenlage genau und stabil stimmt. Dabei speisen die Mikroinverter mit voller Leistung ein und der Multiplus kann die Leistung nicht zur Batterie leiten. Folglich ist es sinnvoll, die Ladung vorausschauend abzuschalten wenn fast 100% SOC erreicht sind.
stell doch einmal die ladespannung etwas niedriger ein, denn die bestimmt, ab wann dc-ueberschuss eingespeist wird und wenn die mppt-abgeregelt werden, weil die noch nicht erreicht ist, aber der ladestrom schon begrenzt wird, erfolgt eben keine einspeisung!
Ich würde das zuerst sauber auseinanderziehen: BMS/DVCC-Limit, ESS-Logik oder tatsächlicher Bug in 3.75.
In VRM Advanced genau um 10 Uhr würde ich mir parallel ansehen:
Battery charge current limit / DVCC-Ladelimit
vom BMS gemeldete Ladefreigabe bzw. CCL
MPPT-Status und Ziel-/Ladespannung
ESS-Einstellung “Feed-in excess solar charger power”
Wenn das BMS/DVCC den Ladestrom auf 0 A oder sehr klein setzt, ist das Verhalten eher eine Folge der Batterieführung kurz vor voll. Wenn CCL und Ladefreigabe weiter hoch bleiben, aber alle MPPTs trotzdem auf 0 gehen und erst später die DC-Überschusseinspeisung startet, wäre das ein guter Kandidat für einen 3.75-Regressionsbericht. Dann am besten Screenshot/CSV aus VRM mit SOC, Batteriespannung, CCL, MPPT-Leistung und Netzleistung anhängen.
Die Hoymiles am AC-IN würde ich dabei nicht als Erklärung über Frequenzshift nehmen; bei dauerhaft vorhandenem Netz passt das Argument eher nicht.
Ein Netz ist niemals dauerhaft da. Deshalb muss man für dessen Wiederkehr Vorkehrungen schaffen. Und das wäre ein Ladezustand, der genügend Reserve für die Energie der Mikrowechselrichter in der Übergangsphase bereitstellt.
Aktuell, mit der 3.73er verhält sich das so, wie ich es gewohnt war. Ladestrom geht runter und die Einspeisung hoch.
Zellunterschied war wieder 77mV, allerdings über 2 x Seplos 2.0 mit unterschiedlichen Zellen (280Ah und 308Ah) Pro BMS liegen die Zellunterschiede bei Ladeschluss unter 40mV.
Wenn ich die Ladeschlussspannung auf 55,4V senke, verringert sich mein CCL nicht. Somit ist das Verhalten genauso wie bei 3.73. Es scheint mir fast so, als ob das erste mal dieser Wert vom Seplos BMS kommend, im VenusOS auch tatsächlich verarbeitet wird.
Ich lasse jetzt die Schlussspannung einfach 0,2V niedriger. Die wenigen Ah machen den Braten auch nicht fett.