Wahrscheinlich gibt es gar keine Float-Phase bei deinen LiFePo. Diese Bezeichnungen für Ladephasen stammen noch aus Zeiten von Bleibatterien, die diese benötigten. Einen LiFePo bedarf dieser Phasen nicht unbedingt. Meist wird hier die Ladung durch das BMS vorgegeben, und dies bestimmt, mit welcher Spannung der Akku wann geladen wird. Dies passiert dann alles in der sogenannten Bulk-Phase. Auf Float gehen meinen MPPT-Regler nur wenn sie die Verbindung zum BMS verlieren, das ist dann so eine Art Schutzfunktion, andernfalls sind sie dauerhaft in Bulk, bis sie abschalten.
Zu deinem eigentlichen Problem, die Aktivierung des Heizstabes für das Warmwasser, um den Überschuss zu verheizen. Hier gibt es viele Lösungen, in Abhängigkeit, was für einen Heizstab du hast, und wie du ihn ansteuern kannst. Auch wie groß die Heizleistung im Vergleich zur max. erzeugbaren Leistung deiner PV ist, kann einen Rolle spielen.
Das einfachste ist, du aktivierst den Stab, wenn du einen bestimmten SOC erreicht hast (z.B.95%), und deaktivierst ihn wenn ein tiefer SOC unterschritten wird (z.B. 90%). Die Werte musst du in Abhängigkeit deines Akkukapazität anpassen. Damit erreicht man dann recht gute Ergebnisse, auch wenn du mal ein Tag hast, an dem immer mal wieder Wolken durchziehen. Hilfreich ist es wenn die PV mehr erzeugen kann, als der Heizstab verbraucht, dann kannst du immer noch eine 100% Ladung zur Syncronisierung des SOC erreichen, ohne entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Das Ganz kann dann immer mehr eskalieren, über Regelung einer Phase des Heizstabes und schrittweise Zuschaltung der anderen Beiden Phasen, somit kannst du dann einen genauen Verbrauch des Überschusses (Regelung über Einspeisung = 0) erreichen.
Für den Fall das dein Heizstab nicht den kompletten Überschuss verbrauchen kann, so gibt es die Möglichkeit den Heizstab schon vor erreichen eines bestimmten SOC (z.B 80%) auf einer Phase zu aktivieren. Somit verbrauchst du dann schon Überschuss, der noch gar nicht da ist, so zu sagen auf Kredit, aber verringerst auf der anderen Seite schon die Ladung der Batterie, so das diese später voll wird, wenn der Ertrag wieder sinkt, und der Heizstab dann den gesamten Überschuss verbraten kann.
Ich habe in meinem System einen DC-Heizstab, den ich in 3 Stufen a 400W schalten kann. Da mein System so 2,5kWp bis 3kWp produzieren kann, muss ich schon frühzeitig damit beginnen möglichen Überschuss zu verheizen, bevor es zum Überschuss kommt. Da meine Anlage nicht einspeisen kann, ist der Heizstab auch die einzige Möglichkeit Energie gesteuert zu verbrauchen. Ich habe mir dazu in NodeRed einen Algorithmus geschrieben, welcher vom aktuellen SOC und von dem bisherigen Stundenertrags (Gesamtertrag der PV dividiert durch die Laufzeit der PV) des Tages den Heizstab steuert. Je nach SOC möchte ich eine bestimmte Ladeleistung in den Akku haben (geringer SOC = höhere Ladung, hoher SOC = geringe Ladung). Wenn genug Ertrag da ist das die Landeleistung erreicht werden kann, aktiviere ich die nächste Heizstufe. Die Heizstufe wird wieder verringert, wenn die Landeleistung unter einen bestimmten Wert wieder sinkt. Das Ganze System beruht darauf, das die Sonne über den Tag gleichmäßig scheint, was ja leider nicht immer so ist, aber an Vorhersagemodelle hab ich mich noch nicht ran getraut, da das Verhalten meiner 5 Anlagen über den Tag und die Jahreszeit recht unterschiedlich ist (Abschattungen, Ostseite, ect)