Hausinstallation durch den Multiplus schleifen oder doch Parallelbetrieb?

Das du darauf anspringst war mir klar.

SAIDI, ist nicht alles was zählt. Erstens gibt es nur Werte bis 2024 bei der BNA, und ich rede ja davon, das sich das Stromnetz in den letzten Jahren verschlechtert hat. Zweitens ist es nur ein statistischer Wert, der fast gar nichts aussagt. Frag doch Mal die Berliner, welche mehrere Tage im Winter kein Strom hatten, wo ihr Problem ist, denn statistisch hatten sie ja nur 11 Minuten Stromausfall.

Du kannst ja Mal hier reinschauen:

Vielleicht ist “Verschlechterung” nicht das richtige Wort, es müssen neue Herausforderungen (E-Mobilität, Währempumpen, volatile Stromerzeugung) gemeistert werden. Nur leider ist der Netzausbau zu langsam.

Daher bin ich der Meinung das wir uns Zukünftig mit öfteren Stromausfällen abfinden müssen. Aber das ist nur meine Meinung.

Das ist Propaganda der Gegner der Energiewende. Redispatchmaßnahmen destabilisieren das Stromnetz nicht, sondern stabilisieren es. Die Anzahl der Redispatchmaßnahmen hat in keinester Weise etwas mit der Stabilität eines Stromnetzes zu tun. Diese misst man ganz zurecht nach Anzahl und Dauer der tatsächlichen Stromausfälle!

Und ja: Weil unser Stromnetz infolge der Energiewende immer stärker dezentralisiert wird, steigt zwingend logisch die Anzahl der notwendigen Redispatchmaßnahmen. Aber schon alleine die Dezentralisierung trägt zu einer höheren Stabilität bei.

Naja, Deine Meinung darfst Du frei äußern, auch wenn sie durch die Faktenlage klar widerlegt wird.

Das (Redispatch) ist keine Propaganda der Gegner sondern das sind offene Zahlen der notwendigen Netzeingriffe um die Grenzparameter nicht zu verlassen und eine Notabschaltung zu verhindern!!

Früher aufgrund der damaligen Top-Down Struktur waren deshalb kaum Eingriffe notwendig, aufgrund der Zappelkraftwerke Wind- und PV-Strom sind immer öfter immer größere Eingriffe notwendig die teils sogar hart an der technischen Regelgrenze erfolgt sind (Reserveregelenergie reichte knapp zur Stabilisierung aus!).

Irgendwann wird ein Eingriff notwendig der aber nicht mehr schnell oder leistungsmäßig genug ausreicht und dann kommt es zu Kettenreaktionen hinsichtlich Auftrennung und Abschaltung von Netzsegmenten um einen Totalzusammenbruch zu verhindern.
Falls dieser dann noch verhindert werden kann. Das Wiederanfahren in diesem Fall wird dann spannend!!

Liebe Leute,

wollen wir uns nicht doch lieber drauf konzentrieren dem Autor dieser Diskussion zu helfen.

Die anderen Themen können ja gerne in einer andere Diskussion erörtert werden.

Ich selber bin auch mit vielen Themen um die Energieverteilung und -abrechnung, sowie TABs und Prozesse in DE nicht zu frieden. Ist aber nicht Kernthema dieser Diskussion :wink:

Da geb ich dir Recht, das ist nicht Kernthema. Ich hatte die Netzstabilität auch nur angesprochen, da es für die 3 phasige Version in meinen Augen der entscheidende Punkt ist.

Möchte man sich auf ein ggf in der Zukunft anfälligeres Netz vorbereiten, dann ist es in meinen Augen die richtige Lösung. Der einphasige Notstrom käme für mich nur in Frage wenn Ausfälle im Bereich des SAIDI Wertes erwartbar sind. Aber ich persönlich befürchte da längere Ausfallszeiten, und das auch Wiederhohlend. Und für so einen Fall möchte ich nicht andauernd die Verlängerungsschnur raus holen.

Stimmt und wenn man hier im Forum die Berichte aus den Niederlanden anschaut und z.T. aus ländlichen Gebieten in Frankreich haben sie erheblich mehr Probleme mit der Spannung bis hin zur Zerstörung von Geräten.
Dann benötigt man jedoch eine Insel, welche aus Netz nach geladen werden kann. Das sind „extreme“ Szenarien und können mit entsprechenden Wandlungsverlusten mit Victron realisiert werden.
Das war aber nicht angefragt.

@Niederbayer
Evtl kannst Du uns Dein Ziel nennen.
Von „Günstig“ bis „sicher“ :slight_smile:
Dann können wir Lösungsoptionen nennen.

Die Behauptung, dass die Anzahl der Redispatch-Maßnahmen ein Maß für die Stabilität eines Stromnetzes darstelle, ist reinste Desinformationspropaganda der Energiewende-Gegner.

Eben! Es sind Maßnahmen, die für einen stabilen Netzbetrieb nötig sind, aber eben kein Maß für die (In)Stabilität eines Netzes. Genau so gut könntest Du die Anzahl der Inanspruchnahme eines Pumpspeichers als Maß für die Instabilität verwenden.

Nein, es ist grotesker Unsinn, ausgerechnet Maßnahmen FÜR die Stabilität des Netzes als Argument GEGEN die faktisch existierende Stabilität zu verwenden.

Ohne Eingriffe wird/ist das Netz instabil, das ist Fakt! PV kann großflächig durch Wolken in der Leistung schwanken, das muß ständig ausgeglichen werden können!

Wind ist ähnlich volatil, es gibt im Süden weniger Wind und häufigere Windstille wie an der Küste.

All das muß ständig nachgeregelt werden (fahre mal ein Auto wo jeder im Fz. nach Belieben Gas geben und bremsen kann).
Sind wenige schwache Eingriffe notwendig, ist das Netz stabiler als wenn man häufig und mit hoher Leistung nachsteuern muß.

Daran ändert auch Schönsaufen nichts.

Zurück zum eigentlichen Thema!!

AC out 2 kann programmiert werden.

Bspw. könnte AC out 2 bei Netzausfall abschalten, aber mit einem Overrideschalter oder -taster über den MP oder Cerbo am Signalkontakt bedarfsweise aktiviert werden (ob zeitlich begrenzt ist eine Frage der Programmierung)

Ja, natürlich. Das ist schon so, seit es das allererste Stromnetz gibt. Ohne regelnde Eingriffe kann kein Stromnetz bestehen.

Die Regeleingriffe dienen also der Stabilität, und sind KEIN Ausdruck von Instabilität. Je dezentraler ein Stromnetz ist, um so mehr Regeleingriffe braucht es. Um so mehr volatile Erzeugungsleistung es gibt, um so mehr Regeleingriffe braucht es.

Die Anzahl der Regeleingriffe ist also kein Maß für die Instabilität eines Stromnetzes. Seit Beginn der Energiewende wurde und werden die deutschen Stromnetze dezentraler und wird die Stromerzeugung volatiler, und deshalb musste und muss zwingend logisch die Zahl der Regeleingriffe stark ansteigen. Und die deutschen Stromnetze wurden in dieser Zeit immer stabiler.

Daran ändert auch alle Desinformation der EE-Gegner nix.

Ein System sollte immer Eigenstabile sein. Das war es ja früher auch, was die wenigen Eingriffe damals ja zeigen.
Durch den Wandel in der Technik, weg von rotierenden Massen hin zu Wechselrichtern in PV und Windkraft, wurden die Regeleingriffe notwendig, da das System instabile wird

Somit ist die Häufung der Eingriffe schon ein Zeichen für ein instabiles System. Wohl gemerkt die Anzahl, nicht der Eingriff per se.
Das Problem ist, das ein Eingriff auch Mal schief gehen kann, und je mehr Eingriffe notwendig werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für ein Fehler.

Ich stehe nur noch kopfschüttelnd daneben. Nein, eine niedrige Zahl der Regeleingriffe ist definitiv kein Maß für die Stabilität eines Stromnetzes.

Du willst uns hier also weis machen, dass Frankreich oder die USA ein weit stabileres Stromnetz haben als wir, weil dort sehr viel weniger Regeleingriffe nötig sind? Ernsthaft?

Die Stabilität eines Stromnetzes bemisst man selbstverständlich nicht nach der Anzahl notwendiger Regeleingriffe, sondern nach Anzahl und Dauer tatsächlicher Stromausfälle. Deutschlands Stromnetz ist um Größenordnungen stabiler als das Frankreichs oder gar der USA.

Ist das selbe Netz, europaweit

Aktive regelung ist immer notwendig, egal ob die Leistung aus rotierenden oder statischen Maschinen kommt. Die kirchhoffschen Gesetze gelten auch bei einem System das über ganz Europa geht. Es muss immer so viel Leistung produziert werden wie gerade verbraucht wird. Hier gibts z.B. eine einfache Anzeige wie viel Primärleistung in Europa gerade fehlt, oder zu viel ist

Nun das Ziel meiner ursprünglichen Frage war einfach herauszufinden, ob es eine gute Idee ist das komplette Haus hinter den Multiplus zu hängen und was da im täglichen Betrieb schief gehen kann. Nicht mehr, nicht weniger.

Wenn günstig die alleinige treibende Kraft gewesen wäre, würde jetzt wahrscheinlich irgend ein Chinabomber im Keller hängen und ich wär auch zufrieden. Ich hab irgendwann vor 9-10 Jahren mal mit nem Victron MPPT 100-20 angefangen und dann ist es halt bei Victron geblieben und wurde über die Jahre immer mehr und größer. Es ist halt ein Hobby, ob mans versteht oder nicht. Natürlich spielt es auch eine Rolle, dass wir mittlerweile einen erheblichen Teil der jährlichen Strom sowie Heizkosten (und jetzt auch Spritkosten) durch die Sonne decken können.

Nach deiner Meinung ist also ein System welches unendlich viele Eingriffe hat stabiler als eines was welches weniger hat. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

Vielleicht kann ein Admin ja Mal den Teil der Diskussion in einen separaten Thred verlagern. Dort könnte man dann Mal drüber Diskutieren, welcher Wert was über die Stabilität aussagt.

Der oft erwähnte SAIDI ist auch kein Maß für die Stabilität, da er sich Hauptsächlich auf die unterste Ebene des Netzes bezieht. Und wenn der Mechaniker länger braucht um den Schaden zu beheben, dann steigt der SAIDI und das Netz ist unsicher?
Außerdem sind dort viele Parameter enthalten, wie z.B. Leitungsbeschädigungen durch Bagger welche ja überhaupt nichts mit Netzstabilität zu tun haben.

Da würdest Du zurecht den Kopf schütteln, denn so eine dumme Aussage habe ich nicht gemacht.

Ein Stromnetz gilt als um so stabiler, je weniger und je kürzere Stromausfälle es hat. Punkt. Ein Stromnetz braucht immer genau so viele Regeleingriffe, wie für den stabilen Betrieb des Stromnetzes nötig. Banal eigentlich.

Aber natürlich ist er das, denn er wurde genau zu dem Zweck des Vergleichs der Stabilität von Stromnetzen geschaffen. Die KI sagt “Der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) ist eine internationale Kennzahl zur Messung der Versorgungssicherheit in Energienetzen

@Niederbayer

Hallo Markus,

da Du es auch als Hobby siehst, wie ich, mach es wie ich.
1-0-2-Umschalter mit voreilendem Neutral vor die Lasten/das Haus setzten. Bei dem Umschalter bitte genau prüfen. Der Hager soll nicht sicher voreilen.

Dann kannst Du das Haus entweder auf Netz oder MP2 (ACout1) umschalten.

Wenn das Haus auf Netz steht, sind die MP2s Netz-parallel. Es muss einmal im Venus OS geändert werden wo Lasten und ggf AC-PV sind.

Du wirst Freude dran haben. Ich habe sie täglich und manchmal öffne ich den SLS und alles läuft weiter…

In den Wintermonaten schalte ich tatsächlich meine 3x MP2 ab, da der PV-Ertrag niedriger als der Verbrauch der MP2s ist. Bzw. ich schalte sie alle paar Wochen ein, wenn der MPPT die Batterie (56kWh) voll geladen hat. Dann mach ich die Batterie leer und beginne von Neuem.
3x MP2 5000 verbrauchen rund 1,5-2 kWh/

BTW bei Umbau/Ersatz der Verteilung für PV/Speicher gilt auch für den Verteiler der Null-Steuersatz.


zum einen: Hager hat umgestellt und auch eine Rückrufaktion z.B. für den HIM 63 Notstromumschalter. Die haben mir neue N-Module zugeschickt, die voreilend sind und es dürften inzwischen nur noch die “neuen” im Handel sein. Auf den “richtigen” Hager Umschaltern ist dann ein “N” auf den außen angeklickten N Modulen aufgedruckt.

Zur Hauptfrage:
Nein es ist nicht wirtschaftlich. Aber geil schon ^^
Habe auch mein ganzes Haus mit den Victrons USV gesichert, hängt alles am AC-Out 1. Durchlauferhitzer und Wallbox sind allerdings außerhalb der Insel und werden somit bei Netzausfall automatisch abgeworfen.Der Akkutisch sieht a bissl komisch aus, weil ich neulich von 30 kWh auf 60 aufgestockt habe und er dafür nicht geplant war (ein Tisch darf 400 kg). E-Auto im Anmarsch und Überschußladen habe ich angesichts des Victron Systems für sinnlos befunden.

HAllo Markus,
Bekannter von mir der hat ein System aus 3x4k5 Multiplus und schleift sein Haus durch die Multiplus und seine Wallbox ist zwischen dem EM540 und ACin der MP angeschlossen. jetzt hat ein in Kusterdingen letztens als einziger in der Straße Strom im Haus gehabt weis so Idioten meinten ein Umspannwerk anzuzünden

Gruß auch´ein Markus

@x170 Respekt, damit bist du für alle Weltuntergangsscenarien bestens vorbereitet. :wink:

Wie lange hattest du die 30kWh am laufen bevor du aufgerüstet hast? Gibts da Probleme wenn man ältere und neue Akkus zamhängt?