Ich kann die Aussage, dass die Videoaktualisierungsrate unter einer Sekunde beträgt, nicht teilen. Mit einer im Hintergrund tickenden Uhr ist es für mich eine Sekunde. Die gleich bleibenden Werte können viele Ursachen haben. Von einer gleichbleibenden Leistung bis hin zu einer stockenden Websocket-Verbindung vom Browser zur Konsole.
In vielen Skripten für die Datenübermittlung gibt es die Möglichkeit, den Loglevel auf info zu stellen. Da bekommst du aussagekräftigere Daten als ein Video.
Aber das ist doch trivial. Du siehst im Video ja, dass sich die angezeigten Messwerte oft mehrfach hintereinander im Abstand von ca 0,5 bis 0,8 Sekunden ändern (genau messen kannst Du das durch Analyse des Films). Das wäre völlig unmöglich, wenn der Shelly seine Messwerte langsamer als mit dieser Frequenz ermittelt.
Ja, hab’ ich ja geschrieben: daraus können wir nichts ableiten.
Aber aus den sich schnell hintereinander verändert angezeigten Werten können wir auf eine maximale Messfrequenz des Shelly schließen, und die liegt mit absoluter Gewissheit unter 1 Sekunde. Bei einer Messfrequenz von genau 1 Sekunde wäre es nicht möglich, binnen ca 2 Sekunden drei verschiedene Messwerte anzuzeigen.
Du kannst keine völlig offenliegenden, klar und nachvollziehbar belegten Fakten widerlegen. Du kannst bestenfalls zeigen, dass bei Dir die Messfrequenz anders ist als bei mir.
Aber weil das alles sowieso ein völlig unsinniger Streit darüber ist, wie viele Engel auf eine Nadelspitze passen, darfst Du gerne glauben, was immer Du willst.
Ich will darauf hinaus, dass es wenig Sinn ergibt, einen Abfrageintervall zu wählen, der der nicht zu der einsekündlichen Wertermittlung des Shelly passt. Ein Intervall von 750ms ist da eher als unglücklich anzusehen, da dadurch die Werte ständig unterschiedlich alt (möglich von 0 bis 1499ms) sind und man es der Regelung nicht einfacher macht, was sich in Schwingungen äußern kann (wohl bemerkt kann).
Wenn aber ein System stabil und zufriedenstellend läuft, don’t touch.
der max. Fehler sind 750ms - aber man gibt meist auch den Mittelwert an, wären hier dann 375ms
Bei einer größeren PV-Anlage stellt man meist keine Nulleinspeisung ein, eher z.B im Winter +50W, im Sommer -50W, somit geht das eh unter
Problem sind große Verbraucher wie Herdplatte, WaMa usw
Beispiel: Heizstab der WP schaltet zu, 3000W - merkt die Steuerung dann 0,75s zu spät
Das sind dann im schlimmsten Fall 0,000625kWh die man aus dem Netz statt Akku holt
rechnen wir mit einem Strompreis von 30 Cent, einer Vergütung von 7 Cent - es entgehen uns somit 0,000625kWh x 0,23€ = 0,014375 Cent
Nach 7000 solcher Zyklen hat man also gegenüber dem “idealen” Verbrauchswertgeber ca. 1€ gespart
Jetzt das große Aber: Victron regelt bei ESS eh nur mit max ca. 500W pro Sekunde nach, dauert dann also ca. 6 Sekunden bis der Heizstab komplett aus dem Akku versorgt wird
Sorry, aber damit stellst Du irgendeine Hausfrauenästhetik über die Physik. Es ist völlig irrelevant, wie weit Abfrage und Wertermittlung auseinander liegen, solange das System das macht, was es soll. Vielleicht erläuterst Du erst mal, aus welchen technischen Gründen alles “ordentlich” im gleichen Takt laufen soll.
Ich weiß jetzt nicht so recht, ob Du das ironisch meinst oder ganz real. Da hilft mir auch der Smiley nicht weiter.
Aber falls das ein ernst gemeintes Argument ist: Ja, ganz allgemein stimmt das: mit höherer Abtast- und Kommunikationsrate kann man die Verluste in Form unerwünschter Netzeinspeisung von vielleicht 1% auf vielleicht 0,5% verringern. Die Frage ist hier aber: Wen interessiert das? Die Verluste sind so oder anders völlig marginal, und keines noch so kleinen Aufwands zur Beseitigung würdig.
… war sachlich und freundlich gemeint.
(Das smiley nur wg. Deiner Formulierung “Hausfrauenästhetik”…)
Ich möchte auch hier daran erinnern, um was es dem Themenersteller eigentlich ging. Zitat: “Allerdings ist das Update interval viel zu langsam.” Post 1, Satz 3.
Und. Was Aufwand und Nutzen des Regelsystems (Victron Inverter - EnFluRi Sensor) angeht, war und bleibt mein Vorschlag, ein VM3 einzusetzen.
Aufwand: ~130 Eur,
Nutzen: nicht messbar, aber enorm, weil es funktioniert
u. entspricht den rechtlichen Vorgaben (Abtastrate 100ms, also doppelt so schnell wie gefordert)