Ich bin gerade dabei mein System von einem Phoenix 1600 auf einen Phoenix 3000 umzurüsten. Hierzu will ich auch alle Leitungen von 1,5mm² auf 2,5mm² tauschen. Somit habe ich auch mal wieder den FILAX aufgeschraubt.
Jedes mal stehe ich vor der Frage ob ich die beiden Brücken für HIGH POWER setzen soll. In der Anleitung des FILAX steht dazu leider nicht all zu viel.
“Wenn die Wechselstromlast weniger als 850 W beträgt, entfernen Sie die Kabelverbindungen LINK+HIGH POWER: L und N.”
Na ja die Last schwankt von 50W über Nacht bis hin über 2000W, wenn z.B. die Waschmaschine läuft. Ich habe also wechselnde Lasten. Da aber nirgendwo steht wofür die Brücken sind, kann ich auch nicht abschätzen ob ich sie lieber setze oder weg lasse.
Bisher hatte ich eher geringe Lasten, so bis 400-500W maximal. Lediglich wenn ich meinen Drucker startet, habe ich kurzzeitig über 1000W gehabt. Somit hatte ich die Brücken nicht gesetzt, und es hat gut funktioniert.
Weiß jemand wozu diese Brücken gut sind? Was wird damit verändert?
@M_Lange Hast du Informationen zu den besagten Brücken, oder kannst du da mal bei @Victron nachfragen? Vielleicht können sie ja auch die Anleitung mit ein paar Informationen erweitern, was die Brücke bewirkt, und wie man sich verhalten soll, wenn die Last unter als auch über den 850W liegt.
In dem Gerät sind parallel zwei Relais, evtl. sogar unterschiedlich große. Wenn die Brücke offen ist, schaltet nur eines und die Last liegt komplett auf dessen Kontakten. Wenn die Brücke zu ist, schalten beide Relais und die Last teil sich auf mehrere Kontakte auf. Mit dem Nachteil, dass zwei permanent angezogene Relais auch mehr Leistung für die Spulen brauchen und ggf. höhere Verlustleistung an den Schaltkontakten auftritt. Das würde auch erklären, dass es bei Nutzung nur eines Relais und kurzzeitiger “Überlast >850W” trotzdem funktioniert. Bei langer Last >850W würde es den schwächeren Kontakten ggf. irgendwann zu warm.
Richtig ist, das im FILAX 4 Relais (Finder 40.61.9.012.0000) verbaut sind. Sie haben jeweils einen Wechselkontak, welcher für 16A Dauerbelastung ausgelegt ist. Als maximaler Einschaltstrom sind 30A angegeben. Da jeweils ein Wechselkontakt für L und N benötigt, würden eigentlich 2 Relais ausreichen. Selbst für die beim FILAX angegebene Maximalbelastung (16A) sollte ein Relais ausreichen.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, sind hier ziemlich große Widerstände verbaut. Der untere hat 39Ohm, der obere 68Ohm. Ich könnte mir vorstellen, das die Widerstände was mit den Brücken zu tun haben, als so eine Art Einschaltstrombegrenzung, aber dazu wären sie zu groß vom Wert her.
Außerdem erklärt das nicht, warum 4 Relais verbaut sind. Es kann natürlich sein, das für den Primären und den Sekundären Pfad jeweils ein Relais für L und N vorhanden sind. Damit könne man sicherstellen, das der Wechselkontakt nicht Öffner und Schließer gleichzeitig verbindet (durch einen Fehler), und so primär mit Sekundär verbunden wird. Anders herum kann aber auch nur ein Relais schalten, und dann haben wir ggf. auch wieder die Verbindung von P und S.
Ich denke nicht, das man durch die Brücke die Relais parallel schaltet, das würde keinen Sinn ergeben, da die Relais auf der Ansteuerungsseite 0,5W benötigen.
Ja klar das würde gehen. Aber einerseits ist der FILAX schon wieder verbaut und in Betrieb, zum anderen muss man die LP von den Haltern nehmen um die Unterseite zu sehen.
Nach FOTOS im Netz hab ich schon gesucht, aber die meisten zeigen ihn von Außen, oder eben das oben gezeigte Bild, oder das mit dem Jumper für 50/60Hz. Von der Ganzen Platine gibt es keines, und von unten schon gar nicht.
Ich muss mal schauen, ob ich da demnächst noch mal ran muss, dann mache ich Fotos von beiden Seiten. Das Problem ist, da ich jedes mal das Ganze Netzwerkgedöhnst runter fahren muss, welches meine Nachbarin auch noch mit I-Net versorgt.