ESS - DVCC / Battmonitor - was stimmt denn nun?

Hallo zusammen,
ich seh mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Folgende Umgebung:

  • MPII, nur an AC In (AC gekoppelte PV)
  • Cerbo GX
  • SmartShunt
  • 48V LifePo4 Akku mit JK BMS (nicht am Cerbo angebunden)

Aktuell hab ich hin und wieder einen Low-Batt Alarm, der definitv auf falsche dynamic-cutoff Spannungen zurückzuführen ist.
Ich will die jetzt korrekt einstellen und hab mich da nun etwas eingelesen - da sist auch alles soweit erstmal klarer.

Allerdings an anderer Stelle bin ich nun verunsichert.

Im ESS Handbuch heißt es, man solle den internen Batteriemonitor des MPII aktiviert lassen.
Manch andere Quellen sagen aber, man solle bei SmartShunt den Batteriemonitor ausmachen.

Ja was denn nun…

Ähnliches bei DVCC…

Deshalb die Frage für og Konstallarion:

  • Batteriemonitor im VEconfigure: an oder aus? (meine Tendenz geht zu aus)
  • DVCC an oder aus? (meine Tendenz geht zu an)

Danke für jede Hilfe

S.

Ich würde hier zwei Dinge trennen, weil sie leicht gleich klingen, aber nicht dasselbe sind:

  1. GX/Cerbo Batteriemonitor: Wenn der SmartShunt sauber im System hängt und wirklich den kompletten Batterie-Strom misst, würde ich im Cerbo unter System-Setup den SmartShunt als Batteriemonitor verwenden. Dann kommen SOC/Strom/Leistung für die Systemanzeige vom Shunt.

  2. VEConfigure Batteriemonitor im MultiPlus: Den würde ich bei ESS nicht einfach abschalten, wenn das ESS-Handbuch ihn ausdrücklich aktiv lassen will. Er ist nicht zwingend der „führende“ SOC fürs GX, aber der Multi/ESS-Teil braucht seine interne Batterie-/Spannungslogik u.a. für Grenzwerte und Abschaltverhalten.

Zu DVCC: Mit einem JK-BMS, das nicht am Cerbo angebunden ist, bekommt Victron keine echten BMS-Limits wie CVL/CCL/DCL vom Akku. DVCC kann trotzdem sinnvoll sein, wenn du Ladegeräte zentral begrenzen willst, aber dann nur mit konservativ manuell gesetzten Spannungs-/Stromgrenzen. Die Zellschutz-Entscheidung bleibt in deinem Fall beim JK-BMS.

Für deinen konkreten Low-Batt-Alarm würde ich deshalb zuerst die Dynamic-Cutoff-Kurve in VEConfigure sauber passend zum 48V-LiFePO4-System einstellen und prüfen, ob die DC-Spannung am Multi unter Last plausibel ist. SmartShunt-SOC und DVCC lösen das nicht automatisch, wenn der Multi wegen seiner spannungs-/lastabhängigen Cutoff-Logik aussteigt.

Hi,
Danke für die Infos.​​​​​
Wie gesagt ist die LowBatt Geschichte da völlig losgelöst.

Im Cerbo den Smartshunt als Batteriemonitor ist klar.

Aber zum Thema “interner Batteiermonitor” und “DVCC” lese ich eben mal dies und mal das.

Und eben auch die Info “Wenn du den internen Batteriemonitor ausmachst bekommt der MPII die Daten des Shunts über den Cerbo”

Was für Quellen?

Das Handbuch ist ziemlich eindeutig diesbezüglich

  1. Registerkarte Allgemein: – Der ESS-Assistent aktiviert den integrierten Batteriemonitor des MultiPlus/Quattro. Lassen Sie ihn aktiviert (!), auch wenn eine BMV- oder eine über Smart CAN-bus angeschlossene Batterie im System vorhanden ist.

Wieso nicht?

Ohne Kommunikation fällt die Batterie in die normale Kategorie, somit ist es vom Ladealgorithmus her kein Unterschied ob DVCC aktiviert ist oder nicht, der MP übernimmt die Steuerung aller Ladegeräte.

Aber, zum Beispiel für die DC PV Einspeisung muss DVCC aktiviert sein. Siehe 12.6 im Handbuch oben

Ich hab DVCC erst auch völlig falsch interpretiert. Ich dachte immer, das Limit des Ladestroms würde mit dem Wert des Batteriemonitors abgeglichen werden. Dann wunderte ich mich, dass die Batterien entladen wurden wenn mit einem Fremdwechselrichter Strom entnommen wurde, der höher als in DVCC war. Später begriff ich, dass dem Cerbo alle gelieferten Ströme sowie alle Verbräuche der Komponentengemeldet werden. Die verbrauchenden Komponenten fordern den Strom sozusagen erst an. Das konnte der Fremdwechselrichter natürlich nicht. Das ging erst, als ich einen als Gleichstromzähler konfigurierten Shunt vor den Wechselrichter geschaltet habe. Wenn der Batteriemonitor im Multi abgeschaltet wird, fordert er vermutlich ebenfalls keinen Strom an.

CoPilot, GoogleKI, Akkudoktor.net

Sinngemäß:
“Ja, Sie sollten den internen Batteriemonitor im MultiPlus-II deaktivieren, wenn Sie einen SmartShunt und ESS (Energy Storage System) nutzen.”

Im ESS Handbuch wo diese Konfig angezogen wird, ist aber auch nie von einem Smartshunt die Rede.
Wenn also der interne BattMon aktiviert werden MUSS; warum gibt es denn dann diese Option:
In welchen Fällen macht man den dann aus ?

Weil ich noch keinen galvanischen Isolator gefunden habe und das mEn auch nicht entscheidend ist.