ECO Worthy 51,2V 314Ah Akku (mit extrem dummen BMS) am Victron

Hallo
Mit der aktuellen Firmware wird das Victron Protokoll unterstützt.
Ich muss sagen, das BMS ist einfach nur Dumm.
Mir ist schon klar, das die Batterie den Lade- / Entladestrom selber nicht regeln kann, aber dafür kann es ja die Daten an den WR senden.
Bei den Pylontech Akkus, hat das BMS je nach Ladezustand und Temperatur wenigstens die Ströme reduziert,
wenn es aus meiner Sicht auch mehr hätte sein können.
Warum zum Teufel reduzier der Worthy nicht den Ladestrom je nach SOC oder sogar bei Zelldrift?
Da kommt dann eine Warnung, die viele sogar ignorieren und sich dann wundern, warum die Zellen Dick werden. (Ob Pylontech daraus gelernt hat?)
Nun stehe ich auch wieder vor der Frage, wie stelle ich die Werte richtig ein.
Nicht mal der Hersteller ist in der Lage, einheitliche Werte anzugeben.
Angeblich sollen max 57.6V normal sein. Da driftet jetzt schon eine Zelle mit 0,2V.
Ich habe die Spannung nun auf 55,2V begrenzt. (16 Zellen). Mal schauen ob er dann noch auf 100% kommt
Mich regt das dermaßen auf, das ich am liebsten selber die Software fürs BMS schreiben möchte, was ich (natürlich) nicht kann.
Da ich alles auch im HA habe, bin ich am überlegen, die Steuerung dort zu übernehmen.
Abfrage der Batterie-Spannung, Zelltemperatur, Zelldrift.
Dann könnte man hier die Werte für den Lade-/ Entladestrom im Victron WR entsprechend “manipulieren”.
Hat das schon jemand gemacht, übertreibe ich oder gibt es eine andere Lösung?
Tatsächlich wäre es mir lieber, wenn man direkt was in die Datenleitung klemmen könnte, und man hier die Werte einstellen kann. Dazu fehlern mir aber die Programierkentnisse. Oder gibt es da was fertiges…
Wäre ein Assistent im Victron denkbar? Er kennt die Werte dank BMS ja alle.
Vielen Dank für Infos!!!

If you feel up to some low level programming, then if the batteries report a product ID, like Pylontech does (B009), then, inside Venus OS DVCC scripts, based on/for that ID, implement a “particular” handling algorithm for changing voltages and current according with the battery status.
See here, the battery “quirks”: dbus-systemcalc-py/delegates/dvcc.py at master · victronenergy/dbus-systemcalc-py · GitHub

Warum bringst Du das gleiche Thema nochmals? Haben Dir die Antworten auf Deinen gleichartigen früheren Thread nicht gefallen?

Hier meine Antwort in Deinem früheren Thread:

Beides ist ohne Bedeutung. Es gibt auch nagelneue Akkus, die das Marktsegment der preisgünstigen Akkus abdecken sollen. Und da gibt’s keinerlei finanziellen Spielraum für ein gutes BMS mit einem aktiven Balancer. Und die Aussage, dass der Akku so und so lange halten soll, ist ohne Angabe der dafür notwendigen Betriebsumstände völlig sinnfrei. Bei meinen EVE 280K Zellen wird die erreichbare Zyklenzahl von 8000 eingeschränkt auf Einhaltung von max 0,5C Lade- und Entladerate bei hinreichend hohen Temperaturen, und bei Einhaltung einer Druckspannung von soundsoviel Nm auf die Zelle. Aber selbst dann gibt’s keine Garantie von EVE auf die 8000 Zyklen. Im Grunde also ein wertloses Versprechen.

Das sind zwei Aspekte: Voller Strom, bis das Teil voll ist. Das BMS sollte in Kommunikation mit dem Ladegerät den Ladestrom am oberen Ende abregeln. Das geschieht in Victron Systemen mit normaler Kommunnikation zum Akku eigentlich immer sehr zuverlässig. Dabei ist bei einem 280 Ah Akku ein voller Ladestrom von z.B. 80A und auch mehr bis z.B. 55,2V Akkuspannung problemlos machbar, solange die Spannungsdifferenz zwischen den Zellen klein bleibt. Bei einem guten Akku mit regelmäßigem Balancieren ist das meistens auch der Fall.

Das andere Problem ist, dass eine einzelne Zelle zu schnell auf Überspannung ist. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einfachste Ursache: der Akkuhersteller hat die Zellen vor Einbau nicht auf annähernd gleichen Innenwiderstand geprüft. Ich vermute, dass Hersteller von Billigakkus aus Kostengründen auf diesen Schritt verzichten. Wer billig kauft, muss eben mit gewissen Einschränkungen leben. Andere Ursache: das BMS hat nur einen passiven Balancer, und kann die Unterschiede zwischen den Zellen nicht schnell genug ausgleichen. Typisch erreichen passive Balancer nur ca 100 bis 150 mA Ausgleichsströme, und genau genommen sind das noch nicht mal Ausgleichsströme, weil die Zelle mit höchster Spannung dann nicht entladen wird, sondern nur um ca 100 bis 150 mA weniger stark geladen wird. Das reicht natürlich nicht bei den heute üblichen Kapazitäten der Zellen.

Nur mit einem gut gebauten Akku mit einem aktiven Balancer kannst Du die Probleme vermeiden, die Du ansprichst. Deine Kaufentscheidung war vermutlich nicht ganz optimal.

Installieren Sie ein anderes bms in der batterie; die von jk (v19) sind trotz gegenteiliger meinungen definitiv empfehlenswert, ich personlich finde dass der active balancer im jk bms sehr gut funktioniert.

Dem wird niemand widersprechen. Auch sonst erfüllt das JK Inverter BMS so ziemlich alle Aufgaben, die man von einem BMS erwartet. Aber die SOC-Ermittlung ist schon sehr bescheiden. Man kann damit aber gut leben, wenn man darum weiß, und wenn man den SOC nicht zur Grundlage weiterer Steuerungen (z.B. per NodeRed) macht.

Es ist halt ein Mittelklasse-BMS, und bei dem kostengünstigen Preis darf man nicht mehr erwarten. Ich werde, weil ich via NodeRed den SOC für weitere Steuerungen auswerte, jedoch einen Victron SmartShunt dazu installieren, und hoffe mir davon eine bessere SOC-Ermittlung. Jedenfalls ist der Preis für das JK Inverter BMS auch inkl eines SmartShunts weitaus günstiger als ein High-End-BMS, von dem man vor dem Kauf auch nicht weiß, ob es den SOC besser ermittelt.

Hallo,
möchte Mich für den Doppelpost entschuldigen. Wollte den anderen eigentlich löschen, weil er etwas unpassend dort plaziert war.

Ich sage mal so. Wenn man schon in einen Akku in der Größe, einen sehr günstiges BMS mit passiven Balancer einbaut, sollte der Programmierer vllt mal 1h mehr investieren. Bei den Pylontech (US2000C) wurde durch die kommunikation mit dem WR wenigstens der Strom zum Ledeende reduziert und auch die Temperaturen berücksichtigt.
Bei dem Worthy sehe ich das mehr als Notabschaltung.
Mir ist bewust, das ich günstig gekauft habe. An die maximalen Ströme, komme ich durch die 2 Stück auch so gut wie nicht ran.
Aber schön ist anders.

Der Ansatz aus dem Kommentar von Alex Pescaru scheint als Ersatz zu einem teuren BMS ja nicht schlecht zu sein.
Dummerweise kenne ich mich mit dieser Programmiersprache nicht wirklich aus. Das lerne ich vermutlich auch nicht mehr. :o(
Ich bin noch mit Basic groß geworden und habe nie weiter gemacht.
In HA bekomme ich mit den Standard Funktionen nur einfache Sachen hin. Ich will es aber auch verstehen, wie was funktioniert oder eben nicht.

Gruß MArio