Für die 1. Ladung einer neuen LFP Batterie habe ich am
Blue Smart IP65s Charger 12/5 eine Ladespannung von 14,6 V eingestellt. Allerdings wurde der Ladevorgang bei 100 % SOC , 14,1 V gestoppt.
Laut Batteriehersteller sollte aber jede Zelle 3,6 Volt erreichen, Gesamt also 14,4 Volt bei augeglichenen bzw. ausbalancierten Zellen.
Das Ladeprofil habe ich von der Voreinstellung Li-Io nicht benutzt, da es nur bis 14,2 V lädt sowie als Erhaltungsladung 13,5 V angibt, aber für die Batterie 13,8 V angegeben wird.
Es geht um eine SUPERVOLT-Batterie.
Wie kann ich den Lader “überreden” die restlichen Zehntel noch in die Batterie zu bringen ?
Ich würde den Lader nicht „überreden“, sondern erst trennen, ob der Charger wirklich beendet oder ob die Batterie/BMS den Ladestrom wegnimmt.
Ein paar praktische Checks:
In VictronConnect unter Verlauf/Status schauen: stand der Charger wirklich schon auf Float/Erhaltung oder war er noch in Absorption/Bulk?
Spannung direkt an den Batterieklemmen messen, nicht nur die App-Anzeige nehmen. Bei 5 A können Kabel/Übergänge zwar nicht riesig viel, aber genug Unterschied für Fehlinterpretation machen.
Wenn der Strom gegen 0 geht, bevor 14,4 V erreicht sind, ist sehr oft das Batterie-BMS oder ein Zell-Drift der begrenzende Faktor. Dann kann der Victron-Lader keine „restlichen Zehntel“ hineindrücken.
Prüfen, ob im benutzerdefinierten Profil neben der Absorptionsspannung auch Absorptionszeit/Schweifstrom sinnvoll gesetzt sind. Bei sehr kurzer Absorptionszeit bzw. niedrigem Reststrom kann er früher in Erhaltung gehen.
Und als Bauchgefühl: 14,6 V ist für LiFePO4 eher die obere Kante. Zum Balancieren einmalig nach Herstellervorgabe ok, aber für normalen Betrieb würde ich eher bei den Batteriehersteller-Werten bleiben und Float/Erhaltung bei LFP nicht unnötig hoch setzen.
Vielen Dank, für die Hinweise, welche ich auf alle Fälle speichern werde.
Batterie-Ladetechnik ist bald eine Wissenschaft für sich.
Warum können sich die Hersteller nicht auf einen Standart einigen?
Bei den AGM gab es auch schon 2 unterschiedliche Spannungen usw., usf. Aber das gehört sicherlich in ein anderes Thema.
Ich hatte bereits den Lader getrennt um den Ladevorgang nochmals zu starten, bereits gefühlte 5 Minuten später, wurde der Vorgang mit dem gleichen Ergebnis wieder beendet.
Dazu werde ich beim nächsten Ladevorgang, noch einige Screenshots erstellen.
Bei meiner Vorgänger-LFP erreichte die Spannung 14,2 V (Victron Smart Solar-Lader), aber die Spannung der einzelnen Zellen konnten nicht angezeigt werden.
Die Zellspannung auf 3,6 V zu bringen ist nur bei der 1. Inbetriebnahme des Akkus nötig, wenn ich die Anleitung des Herstellers richtig verstanden habe.
Insgesamt bin ich aber mit den Victron-Ladern recht zufrieden (Nutzungsdauer tlw. schon über 10 Jahre), das soll schon etwas heißen.
Die Batterietechnik beruht auf der Physik welche nicht “Wünsch Dir was” ist, sondern “So isses”.
Die Spannung ist sehr hoch (ich lade meine Batterien bis 3.370V/cell und Ladestrom 0A, das sind annähernd 100%)
Dein Problem ist, daß Du nicht die Einstelldaten des BMS kennst (wenn der Hersteller hier einen Bock geschossen hat, wirst Du immer etwas Probleme haben, auch Kontaktprobleme im Akku können Disbalance verursachen).
Wenn das BMS schon bei 3,4 V balanciert, probiere mal den Ladestrom zurückzunehmen oder auf kleineren Schritten die Ladespannung zu erhöhen.