Musst dir nichts vorwerfen, das ist hier mittlerweile leider fast „normal Zustand“
Das ist nicht falsch. Eine Mischung aus AC und DC halte ich für die bessere Lösung aber ich habe damals auch mit DC angefangen und später mit AC erweitert.
Musst dir nichts vorwerfen, das ist hier mittlerweile leider fast „normal Zustand“
Das ist nicht falsch. Eine Mischung aus AC und DC halte ich für die bessere Lösung aber ich habe damals auch mit DC angefangen und später mit AC erweitert.
Ic habe umgekehrt angefangen, mit einem einfachen 600 W Balkonkraftwerk. Das läuft natürlich auch jetzt noch weiter, aber alle zusätzlich dazu gekommene PV läuft über Smartsolar MPPTs.
Beim Anbinden eines MPII, der den Strom einer AC-geführten PV in den Akku speisen soll, hat man ja schon mal die Grenze durch die “1:1-Regel”, und muss schon deshalb größere Geräte kaufen, als man sonst für die 230V-Versorgung benötigt.
Die DC-geführte PV hat dieses und andere Probleme nicht. Den MPII möglichst klein und den Akku möglichst groß zu gestalten, erlaubt sogar ohne weitere Umbauten, ein E-Auto über Nacht zu laden. Der große Akku hilft auch in der Übergangszeit, die Eigenverbrauchsquote zu erhöhen.
Mein Motto heisst ist “keep it small and simple”.
meines ist: jeder soll machen wie er will. Ob ein Auto mehr als 80kW haben muss oder nicht stellt auch kaum einer in Frage. Und wenn ihm der Inselbetrieb wichtig ist red ich ihm auch nicht rein.
Das wird hier auch niemandem verwehrt. Aber wenn man die individuellen Konfigurationen mit ihren Vor- und Nachteilen nicht diskutieren dürfte, dann bräuchte man dieses Forum nicht. Es existiert aber, und zwar u.a. genau auch dafür.
Deshalb nochmals: Mein Motto bei der Konfiguration lautet “keep it small and simple”. Damit verbiete ich anderen Leuten in absolut keiner Weise, das anders zu halten. Und ich verbiete auch niemandem, eventuelle Schwächen meiner Konfiguration in Hinsicht auf genau dieses “small and simple” in Frage zu stellen.
Ganz im Gegenteil: nur dadurch, dass die jeweiligen Vor- und Nachteile und Schwächen und Stärken der individuellen Konfigurationen offen diskutiert werden, können wir alle dazu lernen. Ich hoffe doch sehr, dass Du diesen Lernprozess nicht abwürgen willst.
Das verstehe ich jetzt nicht so schnell. Einen weiteren Wechselrichter, also 4 Stück? Der 4. wofür? Um die 30KwH allein zu laden? Und noch einen weiteren auf der AC OUT Seite? Auch das verstehe ich nicht, dachte die Leistung von 3x 5000er für das ganze Haus würde reichen?
Sicher, ja…… aber bitte miteinander und nicht gegeneinander. Nur so ein Gefühl… aber ich finde es wird zu oft zu persönlich. Und der Fragesteller wird dabei ausgeblendet.
OK. Ich habe mich durch das ESS mal grob durchgearbeitet. Weiter bin ich dadurch aber auch nicht, warum ein zusätzlicher WR und ein zusätzlicher auf der AC OUT Seite?
Ist es denn nicht so, dass ich mit meiner Konfiguration den Strom tagsüber in den Batterien speichere (bzw. wenn ich in den MPII es so einstelle, dass teilweise die Last vom Akku/PV kommt und wenn nicht ausreicht eben AC dazu)? Und nachts dann generell der Akku zuerst verbraucht wird?
So hatte ich mir das eigentlich gedacht?
Dieses Gefühl teile ich durchaus. Aber ich finde, dass ich hier, anders als Forist @kr0815, in jeder Hinsicht rein auf der Sachebene geblieben bin.
Du willst ja nach wie vor eine reine Inselanlage haben? Dann darfst Du keinen AC-Modulwechselrichter haben, der (über die 800 W für ein BKW hinaus) direkt ins Netz einspeist, von wo der MPII diesen PV-Ertrag dann wieder aus dem Netz holt und in den Akku speist. Damit hättest Du eine vollwertige Verbindung zum öffentlichen Stromnetz, und kannst ganz simpel durch Änderung eines einzigen Einstellungswerts in der Victron Konsole auf Netzeinspeisung umschalten.
Deshalb also ohne Belegung des AC-IN den AC-PV-Wechselrichter an AC-OUT anschließen. Der MPII baut ein eigenes Netz auf, und der AC-PV-Wechselrichter trägt dazu bei. Der darf dann aber nicht mehr Leistung liefern, als der MPII in den Akku laden kann (1:1-Regel). Der AC-PV-Wechselrichter erhöht bei Sonnenschein die nutzbare AC-Leistung über den Wert hinausm den der MPII liefern kann. Aber das ist nicht sehr verlässlich, weil bei viel Last und einer Wolke am Himmel der MPII schnell in Überlast gehen kann.
Alle über diese 1:1 Leistung hinaus gehende PV-Leistung muss dann also über DC in den Akku geladen werden bzw direkt vom MPII wechselgerichtet an den AC-OUT ausgegeben werden.
Desahalb von Anfang an meine Empfehlung: Verzichte auf die Insel, und hänge den MPII über AC-IN ans öffentliche Stromnetz. Dann kannst Du die Überschüsse auch einspeisen, denn prüfen und anmelden lassen musst Du das System dann sowieso. Aber das kostet nicht die Welt und lohnt sich allemal.
OK, so habe ich das verstanden.
Aber ich bin mittlerweile von reiner Insel ab, da ich das mit der jetzigen Anzahl an Batterien und Solar Elementen kaum ordentlich gelöst bekomme. Daher nun 3x48/5000 und AC IN. Das was nicht ausreicht, soll eben über AC IN hinzugefügt werden. Daher wird alles über AC OUT laufen. Das gesamte Haus wird auf AC OUT aufgeschaltet (am zweiten AC OUT als Notstrom wird noch überlegt, eine einfache Steckdosenleiste anzuschließen für Kühlschränke etc. im Notfall mit Kabeltrommel), da ich keine extra Leitungen verlegen möchte.
Tagsüber wenn AKKU voll solange von Akku und Netz das Haus versorgen um Strom zu sparen und Nachts eben nur aus Akku - wenn leer dann eben aus Netz?
Ist das System dann so einigermaßen OK?
Das ist das, was ein ESS macht. Und das würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen. Aber das ist eben keine Inselanlage.
Für die Planung brauchst Du einige Daten vorab. Wie viel Stromverbrauch hast Du? Welche Spitzenlast hast Du, und für wie lange Zeit? Welche Grundlast?
Dann: wie viel Platz hast Du für PV-Module? Wo findest Du Platz für Akku, Ladegeräte, Wechselrichter? Ist dieser Platz leicht für die Verkabelung zugänglich?
Als allererstes würde ich deshalb einen GridMeter installieren, mit dem Du Deine Verbrauchsdaten gut erheben kannst.
In den allermeisten Haushalten kommt es nur sehr selten vor, dass die Hauslast über 3 kW liegt. Bei mir im Sinmgle-Haushalt hätte sich noch nicht mal ein MPII-5000 anstelle des MPII-3000 gelohnt, denn die geschätzten 50 kWh mehr Eigenverbrauch pro Jahr hätten die Mehrkosten nie amortisieren können. Bei den meisten Familien dürfte ein 1phasig angeschlossener MPII-4,5k dicke ausreichen, um bis zu 80% des Jahresstromverbrauchs abdecken zu können. Das reicht übrigens auch für ein E-Auto oder sogar für zwei, wenn diese nur in den Nachtstunden geladen werden. Voraussetzung ist dann nur ein hinreichend dicker Akku.
Wozu 3 x 45/5000? Wozu brauchst Du in Deinem Haushalt so viel Leistung? IMO reicht für 99% der Haushalte eine 1phasige Anlage, um 80% des Jahresstromverbrauchs inkl Warmwasser und Wärmepumpe decken zu können, und sogar noch, um zumindest in der sonnenreichen Zeit ein bis zwei E-Autos nächtens laden zu können.
Ich würde das nie ausschließlich über AC-OUT lösen wollen. Wie viele Stromausfälle hast Du denn in den letzten 10 Jahren erlebt? ich keinen einzigen.
Es reicht doch, nur die kritischen Lasten wie Kühl- und Gefrierschrank, Licht, TV und Radio und Internet über AC-OUT zu versorgen.
OK. Meine Konfiguration sieht jetzt wie folgt genau aus:
20x JA Solar JAM60D41 mit je 500W
3x Victron 48/5000
1x MPPT 450/200
1x Cerbo GX mit Touch 70
1x Lyn T Power in - 1x Lynx Shunt 1000 - 1x Lynx Distributor
6x Pytes 48100R-C also knap 30 kWh
1x Stromüberwachung EM540
Bei uns im Haus leben 2 Familien mit 2 Herden, 3 Kühlschränken, 2 großen TV, 2 Gefrierschränke und das übliche, Jahresverbrauch liegt bei 10000kWh
Es ist doch eigentlich die einfachste Lösung, das gesamte Haus darüber laufen zu lassen, oder? Keine neuen Leitungen etc.! Leistung daher 3x48/5000
OK, ich nehme an, dass beide zusammen an einem Stromzähler hängen. Dann ist das schon eher sinnvoll. Einzige Änderung, die ich noch empfehlen würde, wäre statt 6xPytes einen einzigen NKON Akku mit 32 kWh zu nehmen. Damit wird die Konfiguration einfacher, der Akku ist weniger fehleranfällig, und zudem sparst Du damit sehr viel Geld, und hast noch Akku-Heizung und Feuerlöscher dabei. Und v.a. hast Du einen aktiven Balancer im Akku! Auf den würde ich nie verzichten wollen.
Und noch als Tipp für zukünftige E-Autos: keine 11 kW Wallbox nehmen, denn die Ladung über 230V reicht völlig aus. Du kannst damit in einer Nacht problemlos 150 km Reichweite nachladen, der deutsche Durchschnitts-PKW wird aber weniger als 40 km pro Tag bewegt. Dein System verkraftet das problemlos ohne jede Erweiterung.
Ich würde es auch so ähnlich machen (ich würde tatsächlich auch einen Fronius WR integrieren und dafür einen kleineren MPPT, falsch ist der 450/200 aber nicht). Den ACout 2 kannst Du Dir aber eigentlich schenken. Der ist intern über ein Relais auf ACout1 gebrückt. Wallbox würde ich empfehlen. Da bekommt man Überschüsse schneller weg, den WB Verbrauch separat gemessen, mehrere Konfigurationsmöglichkeiten, eine sicherere Ladung.
Ja korrekt, das gesamte Haus ist über einen Zähler.
Tatsächlich würde ich mit der Batterie in Deinem Text ca. 1800 € sparen. Da ich 6x Pytes 48100R mit einem Batterieschrank für 6 Batterien knapp € 4850,00 zahlen würde.
Aber kann dieser Batterie auch alle Daten (SOC, Verbrauch etc. etc.?) an den Cerbo GX geben wie die Batterien von Pytes? Ist diese Batterie bei Victron gelistet? Installation gleich leicht wie bei den Pytes? Sonst alles gleich?
Der entladestrom der nkon ist mMn zu knapp für 3 5000er Multis
Ja, wohl sogar noch besser
Aber ich habe weder Pytes noch ein Seplos-BMS, und kann nur wiedergeben, was ich darüber im Netz lesen kann. Mein BMS ist ein JK-Inverter-BMS, und das arbeitet völlig problemlos mit Victron zusammen. Einfach Kabel zwischen BMS und Cerbo stecken, und es läuft. Nach allem, was ich lesen kann, ist das Seplos-BMS sogar noch besser (v.a. in bBezug auf SOC-Ermittlung).
Und nein: Victron unterstützt diese Akkus nicht offiziell.
Wie kommst Du denn darauf? Als Entladestrom werden 300 A genannt, also mehr als 15 kW. Ein MPII-5000 wandelt aber maximal 4,6 kW, und hat dann noch ein wenig Eigenverbrauch. Passt also ganz genau.
Die meisten Hersteller von LFP Zellen geben die Zyklenzahl bei einem maximalen Entladestrom von 0,5C an. Es gibt einige (ob Pytes dazugehört weiß ich nicht), die bis zu 1C Entladung angeben, aber die nennen dafür deutlich niedrigere Zyklenzahlen.